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Fachliteratur: Optimales Balancetraining: Evidenz-basierte Prävention und Rehabilitation in Sport und Alltag
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Titel:      Optimales Balancetraining: Evidenz-basierte Prävention und Rehabilitation in Sport und Alltag
Kategorien:      Fachliteratur
BuchID:      10720
Autor:      Karsten Knobloch
ISBN-10(13):      3943996565
Verlag:      Spitta
Publikationsdatum:      2015-11-17
Edition:      1. Auflage
Number of pages:      271
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

2.5 
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Rezensionen
Für den Mediziner, nicht für den Praktiker gedacht

23.12.2015 Bewertung:  2.5 ragantanger vergibt 5 von 10 Punkten

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Professor Knobloch aus Hannover ist eine sportmedizinische Koryphäe und als solche prädestiniert dafür, ein wissenschaftliches Fachbuch zum Thema Balancetraining herauszugeben. Inhaltlich erfüllt es alle Voraussetzungen, um im medizinischen Standard aufgenommen zu werden; für den Praktiker hingegen (auch für den spezialisierten) sind allerdings ein paar Fallstricke eingebaut. Da wäre zum Ersten und Offensichtlichsten die Fachsprache, die keinerlei Rücksicht auf Wiederholungen, Fachtermini oder ähnliche Fallstricke akademischen Denkens nimmt und die es den Lesern nicht immer einfach macht, locker und leicht zu folgen. Da hätte es eines menschlicheren Lektorates bedurft. Zum Zweiten, aber das kann man sich ja vorher klar machen, besticht das Buch mit wissenschaftlichen Studien und logischen Erklärungen, warum das Balancetraining in verschiedenen Sportarten oder bei bestimmten Erkrankungen gerechtfertigt ist. Allein es fehlen die praktischen Hinweise, wie man dieses dann sportartspezifisch konkret umsetzen kann. Grundlegend wäre auch eine etwas anthropologischere Sichtweise zum Einstieg wünschenswert gewesen, denn Balancetraining oder Koordinationstraining kann zwar sportmedizinisch begriffen und erläutert werden, ist aber in erster Linie immer noch eine urmenschliche Fähigkeit, die in der Regel nur dann trainiert werden muss, wenn die Alltagsanforderungen dies nicht zulassen. So manchem könnte es bei der Lektüre also passieren, zu meinen, es handele sich hier um ein wichtiges, zu erbringendes Training und nicht um eine konsequente Fortsetzung der Evolution.

Sind all diese Einwände akzeptiert, kann man sich auf reichhaltige Literaturangaben, vielfältige Praxisbeispiele (orthopädische, chirurgische und internistische) freuen und wichtige Kapitel mit den Themen Osteoporose, Kreuzbänder, Sprunggelenksproblematiken, Herzkrankheiten sowie die ausgewählten Sportarten Fußball, Basketball, Handball, Volleyball, Tennis, Skifahren, Turnen und Golf. Was dabei nicht hilfreich ist, sind die Fotografien, die zum Teil so pixelig sind, dass man den Eindruck hat, sie wären an einem Computer von 1986 bearbeitet worden. Einzig die Röntgenbilder oder Aufnahmen von Operationen (!) sind scharf und gestochen, der Rest ist zum Teil eine echte Katastrophe. Wohl dem, der ein Fachmann ist und umso mehr auf Text und Gedankenkonstrukte schaut.

Fazit: Für den Mediziner, nicht für den Praktiker gedacht.


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