| 08.06.2010 | Bewertung:
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KimVi vergibt 10 von 10 Punkten |
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![]() Vor zehn Jahren wurden dem ehemaligen Einser-Abiturienten Tobias Sartorius die Morde an zwei Mädchen aus seinem Heimatort Altenhain angelastet. In einem spektakulären Indizienprozess wurde er für schuldig befunden und verurteilt. Mittlerweile hat er seine Strafe verbüßt und wird aus der Haft entlassen. Seine beste Freundin Nadja, die in den vergangenen Jahren zu einer erfolgreichen Schauspielerin aufgestiegen ist, holt ihn ab und bietet ihm an, bei ihr zu wohnen. Doch Tobias lehnt ab und lässt sich von ihr an seinem Elternhaus absetzen. Schnell muss Tobias feststellen, dass die Zeit während seiner Haft nicht stehengeblieben ist. Denn die blühende Gaststätte der Eltern ist mittlerweile geschlossen, das Haus wirkt heruntergekommen und selbst die Ehe seiner Eltern ist an dem Schicksalsschlag zerbrochen. Die Dorfgemeinschaft reagiert mit Ablehnung auf die Rückkehr des vermeintlichen Mörders. Unmissverständlich wird ihm klar gemacht, dass er im Ort nicht mehr erwünscht ist.
Kriminaloberkommissarin Pia Kirchhoff und Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein vom Hofheimer K11 werden zu einem rätselhaften Verkehrsunfall gerufen. Eine Frau ist von einer Fußgängerbrücke, direkt in die Windschutzscheibe eines darunter fahrenden Wagens, gestürzt. Zeugen wollen beobachtet haben, dass die Frau von einem Unbekannten gestoßen wurde. Die Ermittlungen führen das Team nach Altenhain. Denn es stellt sich heraus, dass es sich bei der schwerverletzten Frau um die Mutter von Tobias Sartorius handelt. Schnell kommt der Verdacht auf, dass die Haftentlassung ihres Sohnes ein Motiv für den Angriff sein könnte. Doch in Altenhain hält die Dorfgemeinschaft zusammen und blockiert die Ermittlungsversuche der Polizei. Doch Pia Kirchhoff gibt so schnell nicht auf. Deshalb durchsucht sie die alten Ermittlungsakten, die damals zur Verurteilung von Tobias führten, nach Hinweisen. Schon bald stößt Pia Kirchhoff auf erste Ungereimtheiten. Als auch noch Vernehmungsprotokolle fehlen, ist Pias Misstrauen endgültig geweckt. Doch ihr bleibt nicht mehr viel Zeit, der Wahrheit auf die Spur zu kommen, denn in Altenhain überschlagen sich die Ereignisse. Die siebzehnjährige Amelie, die einer der damals ermordeten Mädchen ähnlich sieht, wird vermisst. Da man sie vor ihrem Verschwinden oft in der Nähe von Tobias Sartorius gesehen hat, steht für die eingeschworene Dorfgemeinschaft der Täter fest. Diesmal wollen sie Tobias nicht so leicht davonkommen lassen....
Meine Meinung Dieser Band ist bereits der vierte Fall für Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein. Da ich vorher noch kein Buch von Nele Neuhaus gelesen habe, war \"Schneewittchen muss sterben\" mein Einstieg in diese Krimi-Reihe. Normalerweise lese ich Bücherserien lieber in der richtigen Reihenfolge und das ist sicher auch bei dieser Serie empfehlenswert. Dennoch kann man dem aktuellen Fall auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten Bänden folgen. Wichtige Hintergrundinformationen zu den Ermittlern sind in die Handlung eingestreut. Das Ermittlerduo, Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein, wirkt sehr sympathisch und ihre Handlungen glaubhaft und nachvollziehbar. Im Team des Hofheimer K11 kommt es in diesem Band zu einigen Reibereien. Hier fehlt mir natürlich das Hintergrundwissen aus den vorangegangenen Fällen, aber dennoch kann man der Handlung mühelos folgen. Das private Umfeld der Ermittler liefert interessante Nebenhandlungen. Denn Oliver von Bodenstein hat den Verdacht, dass seine Frau ihn betrügt und kann sich dadurch nicht ganz auf die Ermittlungen konzentrieren. Auch in Pia Kirchhoffs Privatleben verläuft nicht alles glatt, dennoch versucht sie von Bodenstein zu unterstützen und den Fall zu lösen.
Das Geschehen wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Einen Teil der Handlung nehmen dabei die Ermittlungen, die Reibereien im Team und das Privatleben der Ermittler ein. Durch Tobias Sartorius Rückkehr in sein Heimatdorf, wird man langsam in das gar nicht so idyllischen Dorfleben eingeführt. Schnell wird klar, dass hier ziemlich viele Geheimnisse verborgen sind. Klatsch und Tratsch füllen das Alltagsleben und jeder scheint nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Doch in der Meinung über Tobias Sartorius sind sich alle einig - ihn gilt es zu vertreiben. Die Protagonisten sind vielschichtig. Sie wirken menschlich und ihre einzelnen Schicksale glaubhaft. Die drohende und aufgeladene Atmosphäre im Dorf ist beim Lesen förmlich spürbar und so wird man in den Bann des spannenden Geschehens gezogen. Langsam lüften sich lange gehütete Geheimnisse. Doch damit ist man der Gesamtlösung noch keinen Schritt näher, denn plötzlich gelangt die nächste Unglaublichkeit ans Tageslicht. Es gelingt der Autorin meisterhaft ihre Fährten auszulegen, sodass man keinen Verdächtigen ausschließen kann.
Krimis gehören zu meiner bevorzugten Leserichtung und deshalb habe ich in diesem Bereich schon einige Exemplare gelesen. Lange hat mich kein Krimi so sehr gefesselt wie dieser. Denn die Handlung ist von Anfang an spannend und durch überraschende Wendungen bleibt diese Spannung bis zur stimmigen Auflösung erhalten. Dabei kommt die Handlung ohne übertriebene Gewalt und größeres Blutvergießen aus. Ich vergebe begeisterte zehn Bewertungssterne und eine klare Leseempfehlung! |
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| 09.06.2010 | Bewertung:
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goat vergibt 10 von 10 Punkten |
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![]() Nach einer zehnjährigen Haftstrafe versucht der dreißigjährige Tobias Sartorius sich wieder in den Alltag einzufügen. Doch bereits beim Betreten seines Elternhauses muss er feststellen, dass nichts mehr ist, wie es mal war. Der Hof liegt brach, die einst gut besuchte Gaststätte ist schon seit langer Zeit geschlossen und seine Mutter hat sich schon vor Jahren von seinem Vater getrennt. Da seine Eltern ihm bei den Besuchen im Gefängnis immer eine heile Welt vorgespielt haben, ist der Schock umso größer als er feststellen muss, dass auch das Leben seiner Eltern in Scherben liegt. Dabei weiß Tobias selbst nicht so genau, was vor 11 Jahren eigentlich passiert ist, als zwei siebzehnjährige Mädchen einfach spurlos verschwanden. Doch die Beweise sprachen gegen ihn. |
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goat hat insgesamt 66 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von goat anzeigen. |
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| 15.06.2010 | Bewertung:
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metAlpAnda vergibt 8 von 10 Punkten |
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![]() Mädchenmörder Tobias hat seine zehnjährige Strafe verbüßt und kehrt zurück in sein Heimatdorf Altenhain im Taunus. Das Dorf, wo nicht nur sein Vater ein Leben am Rande der Existenz führt, zerstört durch die Verurteilung seines Sohnes, sondern wo auch die Eltern eines der beiden Opfer leben. Doch Tobias will den damaligen Mordfall aufklären. Hat er wirklich selbst im Rausch seine Freundinnen getötet oder steckt da etwas anderes dahinter? Auch die neu dazugezogene Teenager-Rebellin Amelie interessiert sich für den elf Jahre zurückliegenden Mordfall in dem von ihr verhassten Dorf. Endlich etwas spannendes erleben zu wollen in diesem Kleinöd, vielleicht gar mit dem vermeintlichen Mörder in Kontakt treten - ob der erwünschte Nervenkitzel nicht die 17-jährige selbst in Gefahr bringen wird? Ein Leichenfund auf einem verlassenen Flughafengelände lässt schließlich auch die Kriminalpolizei diesen alten scheinbar aufgeklärten Fall neu aufrollen. Doch auf der anderen Seite steht das Dorf. Wird der wahre Mörder von der verschwiegenen Dorfgemeinde gedeckt? Oder war es am Ende doch Tobias ganz alleine, der am Doppelmord schuld ist und zurecht von den Dorfbewohnern gehasst wird; kann man einen derartigen Rausch haben, dass ein schreckliches Blutbad im Nirvana des Filmrisses verschwindet? Nele Neuhaus baut die Spannung gleich in mehreren Handlungssträngen auf und hält diese durch den ganzen Roman hindurch konstant hoch. Doch an manchen Stellen scheint sich die Autorin selbst zu verhaken, indem sie an zuvielen Fäden gleichzeitig zieht. So erfährt der Leser nach und nach, dass so ziemlich jeder in Altenhain, selbst der Dorfdepp, irgendwie in die Geschichte verwickelt ist. Dadurch verliert der Fall etwas an Glaubwürdigkeit. Doch dies macht Nele Neuhaus jedoch mit ihrem hervorragenden Schreibstil wieder gut. Die Ortbeschreibungen, so genau, als würde man selbst im kleinen Dorf in Taunus stehen, ein Hauch Lokalkolorit durch die dialektisch geprägten Dialoge und die durchgehende klare Linie der Handlung trotz der vielen Charaktere, die dem Leser im Laufe des Romans begegnen, machen \"Schneewittchen muss sterben\" zu einem wirklich gelungenen, spannenden und mitreißenden Heimat-Krimi. Auch die Liebe der Autorin zu Details und scheinbar unwichtigen Nebenhandlungen macht den Roman zu einer einzigartigen Lektüre. Der vermeintliche Mörder Tobias soll vom Leser nicht als brutaler, seelenloser Ex-Knacki angesehen werden, was durch die Beschreibung des verwahrlosten Elternhofes sowie auch der kaputten Familie unterstrichen wird. Die Kriminalpolizisten jagen nicht 24 Stunden am Tag Verbrecher, sondern haben auch ein Privatleben, das mit angedrohten Hausabrissen oder aufgeflogenen Seitensprüngen nicht weniger spannend und anstrengend ist als deren Job. Auch hier könnte man an manchen Stellen jedoch meinen, die eigentliche Handlung würde durch solche Einschübe gesprengt werden. Beispielsweise das zerrüttete Familienleben des Hauptkommissars Bodenstein, dem im Gesamtverlauf viel Aufmerksamkeit in längeren Passagen gewidmet wird, das aber mit dem eigentlichen Fall nichts zu tun hat, außer dass der Ermittler manchmal zu sehr neben sich steht. Doch wenn man bedenkt dass das kein einziges Buch der Autorin ist, sondern zu einer Serie um die beiden Kommissare Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff gehört, ist es nachvollziehbar und gar begrüßenswert, auch das Dasein der Ermittler zu beleuchten. \"Schneewittchen muss sterben\" war der erste Roman von Nele Neuhaus, den ich in den Händen hielt - wird aber sicherlich nicht der letzte bleiben. |
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metAlpAnda hat insgesamt 7 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von metAlpAnda anzeigen. |
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| 29.06.2010 | Bewertung:
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Stahlfixx vergibt 8 von 10 Punkten |
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![]() Über das Buch: |
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Stahlfixx hat insgesamt 27 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Stahlfixx anzeigen. |
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| 04.07.2010 | Bewertung:
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LenaBo vergibt 8 von 10 Punkten |
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![]() Tobias Sartorius wird im Alter von 20 Jahren wegen zweifachen Mordes an zwei seiner Jugendfreundinnen, deren Leichen nie gefunden wurden, zu 10 Jahren Haft verurteilt.
Nele Neuhaus hat einen Krimi geschrieben, der sich nicht nur auf die Ermittlungen des angeblichen Mörders Tobias Sartorius beschränkt, sondern vielmehr auch die Lebensumstände sämtlicher Figuren beschreibt. Durch diesen Perspektivenwechsel bleibt die Geschichte durchweg spannend und bewirkt, dass die Charakterzüge der Personen an Tiefe gewinnen und sie sehr authentisch erscheinen.
Fazit: ‘Schneewittchen muss sterben’ ist ein spannender und abwechslungsreifer Krimi mit authentischen und sympathischen Charakteren. |
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LenaBo hat insgesamt 23 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von LenaBo anzeigen. |
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| 08.07.2010 | Bewertung:
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Sodom vergibt 8 von 10 Punkten |
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![]() Tobias kehrt nach langer Zeit in sein Heimatdorf zurück. Doch er war nicht auf Reisen oder aus beruflichen Gründen in irgendeiner deutschen Großstadt. Nein! Er war im Gefängnis. 10 Jahre war er weggeschlossen, weil er als Jugendlicher zwei Mädchen aus dem Dorf getötet haben soll, deren Leichen nie gefunden wurden. Doch erinnern kann er sich an nichts. War wirklich Tobias der Täter? Nach seiner Rückkehr will er seinem Vater wieder auf die Beine helfen, weil seine Familie und deren Existenz aufgrund seiner Verurteilung zusammengebrochen sind. Doch das Dorf schneidet ihn, verachtet ihn und macht es ihm und seinem Vater schwer. Doch das ist nichts im Vergleich zu dem, was ihm blüht, als erneut ein Mädchen verschwindet. Thematisch hat Nele Neuhaus mit dem Buch \"Schneewittchen muss sterben\" sicherlich kein Neuland betreten. Da viele Ideen aber nunmal bereits gedacht sind, kommt es auf die Ausführung der Idee an. Die Charakterausgestaltung ist Neuhaus sehr gut gelungen. Egal ob Oliver von Bodenstein, seine Partnerin Pia oder Tobias Sartorius. Ihre Eigenschaften sind gut ausgebildet und bringen sie dem Leser nah. Auch technisch ist das Buch auf hohem Niveau geschrieben. Der Erzählstil ist bildlich und lässt die Story vor dem inneren Augen ablaufen. Gleichzeitig kommt nie Langeweile auf. Im Gegenteil ist es Neuhaus gut gelungen, Spannung aufzubauen und vor allem auch zu halten. Interessant ist vielleicht auch anzumerken, dass Nele Neuhaus von Hause aus Juristin ist, was man ihren Buch auch entnehmen kann. Hier und da blitzt auf, dass juristische Kenntnisse hinter den Ausführungen stehen. Dabei erzeugt sie aber keinen Eindruck der Besserwisserei oder eines juristischen Lehrbuchs, sondern streut derartige Aussagen nebenbei ein. Bei ihrem Buch handelt es sich um einen Roman aus einer Reihe Krimis mit dem Ermittler Oliver von Bodenstein, dennoch merkt man dies nur an ein paar Andeutungen, so dass man zu keiner Zeit das Gefühl, etwas wichtiges für die Geschichte nicht zu kennen. Somit ist dieses Buch auch für Leser geeignet, die die vorherigen Bücher nicht lesen konnten bzw. nicht lesen wollten. Einziger Wermutstropfen ist der in Kleinigkeiten nicht ganz logische Schluss. Zwar macht er im Großen und Ganzen Sinn, hat jedoch einen Punkt, der den Leser mit Fragen zurücklässt. Diese sind nicht so erheblich, dass sie das gesamte Buch in Frage stellen, führen aber dazu, dass das Ende ein wenig getrübt erscheint. Leider kann ich aus verständlichen Gründen nicht sagen, um was es sich dabei handelte, hoffe aber, dass ein Leser des Romans wissen wird, was ich meinen könnte. Fazit: Nele Neuhaus hat mit \"Schneewittchen muss sterben\" ein äußert lesenswertes Buch geschaffen. Fesselnd von der ersten bis zur letzten Minute macht es Lust auf mehr, insbesondere auf ihre früheren Werke. Es handelt sich allerdings um einen \"klassischen\" Krimi, was heißen soll, dass es mit nur wenig Action auskommt. Mich störte dies hier (im Gegensatz zu anderen Büchern) nicht. Einen Mangel an Action kann ich daher nicht beklagen. Fest steht, dass ich hier ein \"spitzen\" Buch gelesen habe. Für eine bessere (und damit Best-) Wertung reichte es aufgrund der Schlusses nicht. Wie bereits angesprochen, war er nicht fatal, hat bei mir aber dennoch Fragen offengelassen, die das durchweg gute Gefühl etwas eintrübten, wenn auch nur gering. Ich kann es aber ohne Zweifel jedem Krimiliebhaber empfehlen. |
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Sodom hat insgesamt 8 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Sodom anzeigen. |
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| 15.07.2010 | Bewertung:
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Purpurfalter vergibt 9 von 10 Punkten |
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Inhaltlicher Überblick: Der Taunuskrimi „Schneewittchen muss sterben“ von Nele Neuhaus beginnt mit einem kurzen Prolog, in dem jemand sich regelrecht besorgt um ein totes Mädchen “kümmert“ und mit ihr spricht. November 2008: Tobias Sartorius wird nach 10 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen und kehrt in sein Heimatdorf Altenhain zurück. Er möchte herausfinden, was damals passiert ist, denn er kann sich an nichts erinnern… Kurze Zeit später werden Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein zu einem mysteriösen Verkehrsunfall gerufen und entdecken an einem Flugplatz das Skelett einer Frau. Ihre Ermittlungen führen sie nun geradewegs in das Dorf Altenhain, wo vor 11 Jahren zwei 17-jährige Mädchen spurlos verschwanden. Ist Tobias Sartorius für den Unfall verantwortlich, hat er die Morde damals wirklich begangen? Oder wurde vielleicht schlampig ermittelt, vertuscht oder falsch ausgesagt?
Ich habe die ersten 2 bis 3 Kapitel gebraucht, um in das Buch reinzufinden – und das obwohl es recht einfach und flüssig zu lesen ist. Es sind vielmehr die vielen unterschiedlichen Personen und Orte, mit denen man konfrontiert wird, die es etwas komplizierter machen, dem Geschehen absolut aufmerksam zu folgen. Auch schmückt die Autorin den Anfang meiner Meinung nach etwas zu stark aus. Wenn man sich dann erst einmal eingelesen hat, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Es ist sehr interessant, immer wieder lässt die Autorin dem Leser neue Informationen zukommen und alles bleibt bis zum Schluss undurchsichtig und spannend! Das Ende kommt dann größtenteils überraschend und plötzlich fügt sich alles zusammen. Dieses Buch ist toll, da es “aus dem Leben“ gegriffen ist. Man erfährt, was sich alles unter jungen Leuten und in einer “Dorfgemeinschaft“ abspielen kann und dass dies zum Teil mit weitreichenden Folgen verbunden ist. Man kann sich sehr gut in die Personen hineinversetzen, da sie hervorragend ausgearbeitet sind. Auch erkennt man teilweise Parallelen zu seinem eigenen Umfeld. Zu dem Hauptprotagonist Tobias kann ich sagen, dass die Autorin ihm einen aussagekräftigen Charakter verliehen hat. Er hasst sein Heimatdorf, ja verflucht es regelrecht – und doch kehrt er nach seiner Haft dorthin zurück und beschließt auch dort zu bleiben, da ihm das Wohlergehen seines Vaters am Herzen liegt. Dass er überdurchschnittlich intelligent ist, merkt man im Handlungsverlauf immer wieder, zum Beispiel an seinen Gesprächen mit der Polizei. Positiv bei diesem Roman ist auch, dass sehr viele Personen als Täter in Frage kommen und man persönliche Probleme sowie das soziale Auseinanderdriften der Dorfgemeinschaft vermittelt bekommt. Eine Frage bleibt für mich allerdings offen: Was hat sich die Autorin bei der Wahl des tollen Covers gedacht? Soll es evtl. als „Kirchturmspitze“ für die Dorfgemeinschaft stehen, die Himmelsrichtungen für die unterschiedlichen Interessen der einzelnen Bewohner? Wirklich interessant, Ich tüftel noch…
Nele Neuhaus hat es geschafft, einen gelungenen und in sich logischen 500-Seiten-Krimi zu schreiben, der vielseitige Handlungsstränge aufweist und bei dem die Spannung durchweg aufrecht erhalten wird. Ich kann diesen realistischen, komplexen Krimi sehr empfehlen. |
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Purpurfalter hat insgesamt 11 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Purpurfalter anzeigen. |
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| 17.08.2010 | Bewertung:
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Switzerland vergibt 9 von 10 Punkten |
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![]() Inhalt Der wegen zweifachen Mädchenmordes in einem Indizienprozess verurteilte Tobias Sartorius kehrt nach seiner 10-jährigen Haftstrafe wieder in sein Heimatdorf Altenhaim zurück, in dem ihm erst die Auswirkungen, die seine Verurteilung auf seine gesamte Familie genommen haben, bewusst wird. Durch seine Rückkehr und das Finden eine der Leichen, der damals ermordeten Mädchen wird ein Stein ins Rollen gebracht, der schließlich eine ganze Lawine auslöst. Gemeinsam mit dem Ermittlerpaar Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein begibt sich der Leser auf eine Suche nach der Wahrheit. Und dabei müssen nicht nur die alten Mordfälle aufgeklärt werden, sondern gleichzeitig ein neuer Fall, das Verschwinden eines Mädchens, das vermutlich in Zusammenhang mit den Morden steht, sowie einige private und dienstinterne Probleme gelöst werden. Meinung Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert, die oftmals bereits nach wenigen Seiten gewechselt werden. So erlebt der Leser das Geschehen aus der Sicht des Ermittlers, des Opfers und des Täters, ohne zunächst in einigen Fällen zwischen Opfer und Täter unterscheiden zu können. Auch ist der Fokus nie komplett nur auf das Lösen des Falles konzentriert, sondern ebenso auf die privaten Probleme der Ermittler und das ganze soziale Zusammenleben des Dorfes, das im Laufe der Geschichte einige Abgründe zeigt. Der Schreibstil ist konstant flüssig, mit Detailgenauigkeiten an den richtigen Stellen. Die Gefühle der Personen, aus dessen Sichtweise gerade berichtet wird, werden für einen Krimi relativ ausführlich beschrieben, weshalb der Leser sich wunderbar in die Personen hineinversetzen kann. Bei der Leseprobe hatte ich die Befürchtung geäußert, dass mich die große Anzahl an verschiedenen Personen verwirren wird. Gerade weil es mein erster Krimi von Nele Neuhaus und damit auch das erste Buch dieser Reihe war, musste ich neben den Opfern und potentiellen Tätern, die sich im ganzen Dorf tümmeln, auch die gesamte ermittelnde Dienststelle kennenlernen. Doch dies stellte eigentlich keine größeren Probleme dar, obwohl ich einige Male überlegen musste, wen ich nun vor mir habe und wie die Familienverhältnisse nun stehen. Wahrscheinlich ist dies unvermeidbar, wenn man sich als Kulisse seines Krimis ein ganzes Dorf auswählt, in dem alle Geheimnisse über mehrere Ecken miteinander verankert sind. Positiv hierbei aus natürlich ein breiter Fächer an möglichen Tätern. Daraus entwickelt Nele Neuhaus ihre sehr verworrene, komplexe und mit einigen Klischees behaftete Geschichte, die nach meinem Empfinden aber nie ihre Glaubwürdigkeit verliert. Und auch die Klischees wirken nicht störend. Sie Länge des Buches hat mich zunächst überrascht, da ich selten Krimis mit über 500 Seiten gelesen habe, da es oftmals auch schwer ist, die Spannung eine solch lange Zeit aufrecht zu erhalten. Nele Neuhaus hat es meiner Meinung nach geschafft, besonders der Einstieg in die Geschichte gelingt ihr sehr gut, sie hält den Leser schon nach kurzer Zeit in den Geschehnissen gefangen. Nur das Ende flacht etwas ab, alles passiert Knall auf Fall, neue Tatsachen werden plötzlich in den Raum geworfen. Fazit Ingesamt ist es ein sehr empfehlenswerter Krimi, in dem die Spannung nie verloren geht und der mit einer verstrikten Geschichte glänzt. Für mich mein Einstieg in die Krimiwelt von Nele Neuhaus. |
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Switzerland hat insgesamt 3 Rezensionen angelegt. Alle Rezensionen von Switzerland anzeigen. |
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Bibliothek: Schneewittchen muss sterben von Nele Neuhaus
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