Interview mit Ali I. Erbas (Autor)

Ali Erbas Autor Schatten der WahrheitAli I. Erbas wurde 1955 in der biblischen Stadt Antiochia (das heutige Antakya) in der Türkei geboren.
Nach dem Abitur kam er nach Deutschland und studierte an der Universität Würzburg Humanmedizin, wo er auch promovierte.
Bereits in jungen Jahren begeisterte mich ihn Literatur, so dass er zahlreiche Gedichte und Kurzgeschichten verfasst hat.
Nach mehrjähriger Tätigkeit in eigener Praxis als Facharzt für Innere und Allgemeinarzt in München gab er aufgrund einer Erkrankung im September 2009 die ärztliche Tätigkeit auf. Seitdem beschäftigt er sich mit der Schriftstellerei und Malerei.
SCHATTEN DER WAHRHEIT ist sein Debütroman.

 

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Guten Tag Ali,

es freut mich sehr, daß Du Dir die Zeit nimmst Rezi-Online und mir ein paar Fragen zu beantworten.


Zuerst einmal möchte ich Dir eine Frage zu Deinem Lebenslauf stellen. Was hat Dich veranlasst, nach dem Studium in Deutschland zu bleiben?


Nachdem ich lange Jahre in Deutschland gelebt hatte, verlor ich mehr oder weniger den Draht zu meinem Heimatland, so dass ich mich hier besser zurecht gefunden habe als in der Türkei.
Wie kommt ein Arzt zum Schreiben? Und was inspiriert Dich beim Schreiben oder auch beim Malen am meisten?
Obwohl der ärztliche Beruf schon immer mein Traumberuf war, hatte ich auch den großen Wunsch, Autor und Maler zu werden.
Sowohl beim Schreiben, als auch beim Malen kombiniere ich meine Erlebnisse mit den Wahrnehmungen meiner Umgebung.


„Schatten der Wahrheit“ ist Dein erster Roman. Würdest Du den Lesern, die das Buch noch nicht kennen ein wenig davon erzählen?

Ein Münchner Arzt kommt durch Zufall einem Organhändlerring auf die Schliche. Als Patienten von ihm durch spektakuläre Unfälle zu Tode kommen, ist auch sein Leben in Gefahr.
Erst Erfahrungen mit Reinkarnationserlebnissen in der eigenen Verwandtschaft tragen zu einer ungewöhnlichen Entdeckung bei, die selbst die Organhändler überrascht.


Als Du darüber nachdachtest ein Buch zu schreiben, war Dir da von Anfang an klar, daß es ein Thriller werden sollte? Was fasziniert Dich an diesem Genre? Liest Du vielleicht selbst gern spannende Thriller?

Ja, es stand schon fest, dass es ein Thriller wird, genauso wie in meinem bereits fertigen zweiten Manuskript.
Ich lese sehr gerne Thriller, denn ich liebe die Spannung.
In meinem Buch gibt es jedoch auch viele Szenen, die den Leser zum Lachen bringen. Vielleicht ist es ja nicht nur ein Thriller, sondern ein völlig neues Genre?“


Der Organhandel ist ja ein sehr brisantes und auch sehr ernstes Thema, wie bist Du darauf gekommen?

Durch diverse Medien habe ich mitbekommen, dass gerade in ärmeren Ländern der Organhandel Ali Erbas: Schatten der Wahrheitvon Tag zu Tag wächst. Der Preis, den der Spender für sein Organ erhält, ist lächerlich und steht in keinem Verhältnis zum Verkaufspreis. Und das ließ mir keine Ruhe, so dass ich unbedingt darüber schreiben wollte.


Wie steht es mit den Figuren in dem Buch, sind diese rein fiktiv oder haben Sie auch Gemeinsamkeiten mit Menschen, aus Deinem persönlichen Umfeld?

Beides. Manche sind fiktiv und manche existieren tatsächlich, oder weisen ein paar Charakteristika von Menschen aus meinem Bekanntenkreis auf.


Liegen für Dein Buch schon Übersetzungspläne (evtl. in Türkisch) vor?


In der Tat, derzeit laufen Verhandlungen über Verkaufsrechte für den türkischen und englischen Sprachraum.


Was steht als nächstes an, wieder ein Thriller oder kannst Du Dir auch vorstellen für andere Genre zu schreiben?

Wie bereits erwähnt, ist mein zweiter Thriller schon fertig geschrieben und ich arbeite gerade an meinem Dritten.
Ich spiele immer wieder mit den Gedanken, etwas über den „Konflikt zwischen Religionen“ zu schreiben, was überhaupt nichts mit dem Genre Thriller zu tun hat.


Wie schwer war die Suche nach einem geeigneten Verlag, welche Tipps kannst Du an Verlagssuchende weitergeben?

Es ist ein Albtraum! Ich kann allen „Jungautoren“ empfehlen, sich anfangs nur an kleine und möglichst unbekannte Verlage zu wenden.


Kennst Du Dich mit der Literaturszene in der Türkei aus, welches Genre wird dort bevorzugt?


Bücher über gesellschaftspolitische Themen sind immer aktuell; aber auch Satiren und Liebesromane.


Organe sind Mangelware, wie stehst Du selbst zum Thema „Organspender“, sollte es freiwillig sein oder muss der Gesetzgeber einschreiten?

Organe sind das natürlichste Eigentum jedes Menschen und niemand darf darüber verfügen als dieser selbst. Daher muss eine Organspende, wie der Name im Übrigen ja sagt, freiwillig bleiben. Was der Gesetzgeber allerdings machen kann, ist, eine bessere Aufklärung der Bevölkerung.


Was macht Ali Erbas wenn er nicht schreibt, bleibt überhaupt noch Zeit für andere Hobbys?


Ich habe immer Zeit für meine Hobbys, wie Gedichte schreiben, Malen und Reisen. Denn diese sind u. a. diejenigen, die das Leben versüßen und einem Energie geben. Wäre es unangebracht, wenn ich zugebe, dass „carpe diem“ zu meinen Lieblingsausdrücken gehört? Ich habe es sogar etwas umgeändert und sage: „carpe diem et vitam“


Gibt es oder wird es Lesungen mit Dir geben?

Ja, meine erste Lesung habe ich bereits in München vor dem Rotaract International gehalten. Es sind noch einige geplant.


Sehen wir uns auf der Frankfurter Buchmesse?

Als Besucher ja. Dort als Autor zu erscheinen, wäre für mich allerdings ein wunderschöner Traum.



Ich danke Dir vielmals für das Interview, auch im Namen von Rezi-Online und wünsche Dir für die Zukunft viel Erfolg.



Ich habe Dir zu danken.

 

 

Weitere Informationen über Autor und Roman gibt es auf der Homepage von Dr. Ali I. Erbas

 

 

 

Interview (c) Cornelia Bruno, Ali Erbas, Jester, Rezi-Online

 

 

 

 

 


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