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Das Spiel der Könige: Historischer Roman: Waringham Trilogie 3
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Titel:      Das Spiel der Könige: Historischer Roman: Waringham Trilogie 3
Kategorien:      Historischer Roman
BuchID:      252
Autor:      Rebecca Gablé
ISBN-10(13):      3431037216
Verlag:      Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth)
Publikationsdatum:      2007-11-29
Edition:      3
Number of pages:      1200
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
1997 gelang der Autorin der große Durchbruch mit Das Lächeln der Fortuna, 2005 folgte Die Hüter der Rose und nun mit Das Spiel der Könige der fulminante dritte Streich. In England tobt der legendäre "Rosenkrieg" (1455-85) zwischen den beiden Adelshäusern Lancaster und York. Der glänzende Abschluss einer ehrgeizigen Trilogie!

Es sollte ein langer und blutiger Weg werden, ehe endlich Edward IV. die Krone erlangt - aber auch damit sind die Kämpfe und Intrigen noch nicht beendet... Julian of Waringham und seine Schwester Blanche, beide Außenseiter in ihrer Familie, schlagen sich durch ein England, das zwischen Chaos und Krieg zerrieben wird. Dabei steht Julian, der zum Earl of Waringham wird und sich zunächst auf die Seite des Hauses York schlägt, beispielhaft für die wechselnden Allianzen und Bündnisse dieser Zeit. Julian und Blanche müssen sich am Schluss gegen die Yorkisten zur Wehr setzen, und dann ist da noch dieser Junge in Wales, der die Karten im unerbitterlichen Machtkampf noch einmal völlig neu mischen könnte. Dabei hält sich Gablé weitgehend an das historische Personal, fügt ihm aber mit Julian of Waringham eine fiktive Hauptfigur hinzu. Da die historischen Figuren konsequent die Namen ihrer Väter/Mütter übernahmen, erdachte sich die Autoren klugerweise Spitznamen, um diese unterscheidbar zu machen.

"Das Spiel der Könige" - so wird gemeinhin das Schachspiel genannt. Und auch wenn wir es bei dem Rosenkrieg nicht mit einem nüchternen Strategieplan zu tun haben (auch Eifersucht, Jähzorn, Leidenschaft und Vergebung lernen wir kennen) - der Krieg der Könige macht England über 30 Jahre zu einem Schlachtfeld, auf dem Könige und Königinnen eine entscheidende Rolle spielten und Fußvolk, Bauern und Läufer gerne geopfert werden.

Bleibt die Frage, was eigentlich Rebecca Gablé von anderen Autoren unterscheidet, die sich zwar ähnlich erfolgreich, aber doch viel weniger überzeugend auf dem Markt der historischen Romane bemühen? Vielleicht ist es der fachliche Hintergrund der studierten Anglistin, Germanistin und Mediävistin. Vielleicht ist es auch die fundierte historische Recherche oder die sorgfältige Übersetzung mittelalterlicher Sprache für das Sujet Roman. Ganz sicherlich aber gehört auch ein besonderes Talent dazu, ein solch umfangreiches historisches Opus durchzukomponieren, einen kühn konstruierten Spannungsbogen durchzuhalten und am Ende wieder die richtige Mischung aus mittelalterlichem Drama, Abenteuer, Machtkämpfen, großen Gefühlen und einer Menge Ironie zu finden. Darüber hinaus ist Das Spiel der Könige ein prächtig ausgestatteter Schmöker von fast 1.200 Seiten. Da finden sich schon auf dem Vor- und Nachsatzpapier Karten der Handlungsorte, dazu doppelseitige Stammbäume der Häuser York, Lancaster/Tudor und Nevilles. -- Henrik Flor, Literaturtest

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Zelda vergibt 10 von 10 Punkten

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So spannend kann Geschichte sein!

Dieses Mal schreibt Rebecca Gablé über die Rosenkriege, also den Kampf des Hauses York (weiße Rose) gegen das Haus Lancaster (rote Rose) um die englische Krone im 15. Jahrhundert. Wie das Nachwort der Autorin schon formuliert, kann eigentlich nur „ein Wahnsinniger […] seinem Publikum eine Geschichte zumuten, in der beinah alle Hauptakteure Edmund oder Henry heißen und alle Frauen Margaret“. Diesem Satz ist eigentlich wenig hinzuzufügen, bis auf die Tatsache, dass eine weitere Schwierigkeit hinzukommt:

„Das Spiel der Könige“ kann zwar als eigenständiger Roman gelesen werden, bildet aber mit seinen beiden Vorgängern „Das Lächeln der Fortuna“ und „Die Hüter der Rose“ eine Trilogie, wobei eigentlich auch „Der König der purpurnenen Stadt“ ein weiterer Vorläufer dieses Buches ist. Dort lässt sich nämlich der Aufstieg des Kaufmanns Jonah Durham verfolgen, deren Nachkomme Lucas Durham hier doch eine nicht unwesentliche Rolle spielt.

Zusammengefasst muss der Leser also nicht nur alle Henrys und Edmunds sortieren, sondern auch die dritte Generation Warringhams mit einer Prise Durham. Unter normalen Umständen ein wohl nahezu unmögliches Unterfangen. Zum Glück ist Rebecca Gablé keine normale Schriftstellerin, denn trotz des Namenwusts erschafft sie lebendige und individuelle Figuren, wobei sich erneut Fiktion mit realer Geschichte in genialer Weise mischt. Manchmal ist es schon etwas komplizierter, die Orientierung zu behalten, mit Hilfe der beigefügten Stammbäume und den verwendeten Kosenamen wird aus dem Chaos jedoch eine absolut packende und lebendige Geschichte. So wird z.B. aus Henry Tudor, dem späteren König Heinrich VII., für das Buch „Richmond“.

Insgesamt übertrifft „Das Spiel der Könige“ den Vorgänger noch und ist wahrhaft ein Beispiel für lebendige Geschichte. Bei Rebecca Gablé lässt sich somit auf spielerische Art mehr über Englands Vergangenheit lernen als im Allgemeinen in einer ganzen Schulzeit. Das Buch ist zwar so dick, dass es sich nicht empfiehlt, es sich auf den Fuß fallen zu lassen, jede einzelne Seite ist aber lesenswert.


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