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Der Schwarm
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Titel:      Der Schwarm
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      627
Autor:      Frank Schätzing
ISBN-10(13):      3462033743
Verlag:      Kiepenheuer & Witsch
Publikationsdatum:      2004-02-17
Edition:      1., Aufl.
Number of pages:      1000
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Das Meer schlägt zurück - in Frank Schätzings meisterhaftem Thriller erwächst der Menschheit eine unvorstellbare Bedrohung aus den Ozeanen.Frank Schätzing inszeniert die weltweite Auflehnung der Natur gegen den Menschen. Ein globales Katastrophenszenario zwischen Norwegen, Kanada, Japan und Deutschland, und ein Roman voller psychologischer und politischer Dramen mit einem atemberaubenden Schluss.Ein Fischer verschwindet vor Peru, spurlos. Ölbohrexperten stoßen in der norwegischen See auf merkwürdige Organismen, die hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor.Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, norwegischer Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu einer beunruhigenden Erkenntnis Eine Katastrophe bahnt sich an. Doch wer oder was löst sie aus?Während die Welt an den Abgrund gerät, kommen die Wissenschaftler zusammen mit der britischen Journalistin Karen Weaver einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur.Das globale Katastrophenszenario, das Frank Schätzing Schritt für Schritt mit beklemmender Logik entfaltet, ist von erschreckender Wahrscheinlichkeit. Es basiert auf so genauen naturwissenschaftlichen und ökologischen Recherchen, dass dieser Roman weit mehr ist als ein großartig geschriebener, spannungsgeladener Thriller. Das Buch stellt mit großer Dringlichkeit die Frage nach der Rolle des Menschen in der Schöpfung.Mit Der Schwarm, seinem sechsten Buch, hat sich der Kölner Bestsellerautor Frank Schätzing in die erste Reihe großer internationaler Thriller-Autoren geschrieben. Ein seltenes Ereignis in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.
Aus der Amazon.de-Redaktion
"Die Yrr haben die Welt für alle Zeiten verändert." Letzter Tagebucheintrag, nachdem die Welt haarscharf am Untergang entlanggeschrammt war. Alles hatte angefangen mit einem peruanischen Fischer. Das letzte was Ucañan in seinem Leben zu sehen bekam, war eine riesige silbrig glitzernde Fläche, die näher kam. Ein Schwarm Goldmakrelen, dachte er erfreut. Ucañan irrte. Was ihn das Leben kostete, sollte sich sehr bald zu einer unheimlichen und existenziellen Bedrohung für den gesamten Planeten auswachsen.

Unter der Meeresoberfläche brodelt es neuerdings gehörig. Im Nordwesten Amerikas verschwinden Wale spurlos, um bald darauf gar nicht mehr artgerecht wieder aufzutauchen. Australien gibt Quallenalarm. Vor Norwegens Küste entdecken Ölbohrfachleute eine unbekannte Wurmspezies, deren monströse Kauwerkzeuge einen halben Kontinent zum Einsturz bringen können. Dem Meeresbiologen und Schöngeist Sigur Johanson schwant Übles: Die gesamte Meeresfauna und -flora scheint sich ferngesteuert gegen die Menschheit zu wenden. Ein wissenschaftliches Dreamteam nimmt den Kampf auf.

Unglaubliche 1.000 Seiten (angeblich Verlagsrekord!), routiniert erzählt und -- so weit es sich überblicken lässt -- solide recherchiert (immerhin ging ein wissenschaftlicher Beraterstab von annähernder Heeresstärke dem Autor zur Hand). Die Ökothematik zerdehnt zwar die Story, aber so nebenbei erfährt man allerhand über die Ölgewinnung auf den riesigen Plattformen vor Norwegens Küste und wird mit dem weit gehend unerforschten Ökosystem Tiefsee vertraut gemacht.

Für den spannenden Plot hat Tausendsassa Schätzing (der Mann leitet eine Werbeagentur, ist Musikproduzent, sieht gut aus und hat eine mehr als bewegte Website), diverse Erfolgsrezepte zusammengerührt und mit Öko abgeschmeckt. Nicht unclever und präventiv erwähnt Schätzing im Roman das Quellgebiet, das er geistig angezapft hat. Michael Crichtons Œuvre, Independence Day, Contact mit Jodie Foster und ganz besonders James Camerons Erfolgsfilm Abyss, sie alle grüßen herzlich aus nicht allzu großer Ferne.

Im letzten Drittel wird kräftig (Methan-)Gas gegeben. Tsunamis schwappen, Gallertartiges triumphiert. Höllengleich mutieren Zellverbände zu formenreichen Glibberwesen voller Tentakel. Knietief jagt Schätzing uns durch den intelligenten Schleim, der die Menschheit vor ihre größte Herausforderung stellt. Beängstigender Ökothriller! Bitte sofort die Ölheizung abdrehen! --Ravi Unger
Hörbuch-Rezension
Ein Fabelrekord! Frank Schätzings infernalische Tiefseemär belegt nun schon seit Monaten die ersten Plätze der Bestsellerliste. Schon wird gemunkelt, Hollywood habe sein begehrliches Auge auf den atemberaubenden Ökothriller des Deutschen geworfen, sonst eher eine Domäne von Crichton & Co. Wir erinnern uns: Orcas greifen unvermittelt Menschen an, Quallen und Krabben blasen zum Angriff, Tiefseewürmer bringen ganze Kontinentalhänge zum Einstürzen, riesige Tsunamis schwappen über halb Europa. Der intelligente Plot um eine entfesselte Meeresfauna, gesteuert von einer geheimnisvollen tiefseeischen Intelligenz, ließ Abertausende von Leserhaaren förmlich zu Berge stehen!

Versteht sich, dass ein Multitalent und Kontrollfreak wie Schätzing auch seine Hörspielfassung generalstabsmäßig durchplante. Zu seinem Leidwesen mussten die sage und schreibe 1.000 Seiten des Buches gehörig eingedampft werden. Eine Straffung, die, so möchte man sagen, der Story gut getan hat. Die Sprecher stellen die Creme des Synchrongewerbes dar, allen voran der füchsische Edelmime Manfred Zapatka als Erzähler. Den Meeresbiologen Sigur Johanson spricht der knarzige Bass Joachim Kerzel, der bereits Jack Nicholsons, Dustin Hoffmans und Anthony Hopkins‘ deutsche Stimmbänder zum Schwingen bringt. Dauerquasselstrippe Ralph Morgenstern finden wir in einer überraschenden Nebenrolle und -- natürlich Schätzing selbst, der als CIA-Fiesling Jack Vanderbilt debütiert. Auch hier macht der Mann eine gute Figur.

Schätzing-Spezi Loy Wesselburg, Komponist diverser Tatorte, wie auch Dominik Grafs Die Sieger, zimmerte -- zusammen mit dem Autor, versteht sich -- einen Soundtrack, der Hollywood zur Ehre gereicht. Seine maritimen Soundeffekte verwandeln jedes heimische Wohnzimmer zum Zentrum eines furchterregenden Seebebens. Dem ohnehin edel designten Schuber fügte Schätzing noch einen ausführlichen „Werkstattbericht“ bei, versehen mit zahlreichen Schauspielerportraits und Foto-Dokumenten der Aufnahmesessions. Zwölf apokalyptische Tauchfahrtstunden zu den Yrr! Mehr kann man nicht verlangen. Die Sensation geht weiter!

Gekürzte Hörspielfassung, 10 CD im Schuber, Gesamtlaufzeit ca.726 min. --Ravi Unger

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicFrank Schätzing. Eigentlich ein nicht so wahnsinnig bekannter Autor, hat mit diesem Buch in meinen Augen neben Crichton gleichgezogen. Er verbindet in diesem Buch Realität und Fiktion, wie man sie eigentlich sonst nur von den Anglo Amerikanischen Autoren kennt.

Das Buch an sich ist sehr spannend geschrieben, allerdings verrennt sich Schätzing ab und an in seiner Personenanzahl. Zwischendurch ist es eher anstrengend den ganzen Namen zu folgen und im Kopf zu behalten wer welcher Funktion dient.
Alles in allem ist das Buch aber recht fundiert, wenn auch mit einer guten Portion Fiktion gemischt.

Abzug in der Endnote erhält das vorletzte Kapitel, in dem Schätzing sehr surreal wird und es eigentlich eher todlangweilig im "Endkampf" wird.

Aber alles in allem lohnt sich das Buch. Es macht aus niemandem einen Greenpeace aktivisten, vielmehr regt es über die Idee einer zweiten Intelligenz auf dem Planeten Erde an.

Anonym hat insgesamt 0 Rezensionen angelegt.


Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Blindfisch /// Tista vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicIch habe das Buch VOR der Katastrophe in Südasien gelesen und dachte bei den Bildern, die uns damals erreichten, sofort an Frank Schätzings "Der Schwarm"!
Dieses Buch ist spannend und fesselnd geshrieben - wenn es auch manchmal zu langatmig ist, weil die Wissenschaft bis ins Allerkleinste erklärt wird - das Buch könnte mit 150 Seiten weniger auskommen! Aber es ist absolut lohnenswert, es zu lesen und vor allem denkt man dann anschließen wirklich wieder viel intensiver darüber nach, was wir mit unserer Mutter Erde - die wir ja nur von unserern Kindern geliehen haben - so alles anstellen!
Ich kann das Buch nur empfehlen!

Blindfisch /// Tista hat insgesamt 40 Rezensionen angelegt.


Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3 Zelda vergibt 6 von 10 Punkten

UserpicIrgendwo im ersten Teil des Buches wird ein Vergleich zu Hitchcocks <i>Vögeln</i> gezogen und irgendwie trifft es das ganz gut - nur das es hier eben um Meeresbewohner geht.

Was hinter der Handlung steckt, ist eigentlich schon vor dem Lesen klar, da der Klappentext und zahlreiche Buchbesprechungen alles vorweg nehmen. Das ist schade zum einen, weil die Idee wirklich gut ist, zum anderen, weil es leider auch die einzig gute Idee dieses Buches ist, zu der wenig bis gar nichts hinzukommt. Stattdessen baut Schätzing seine Geschichte daraus aufbauend systematisch auf und er hat wirklich gut recherchiert. Alle Fakten kommen plausibel rüber, wirken fundiert und nicht aus der Luft gegriffen.

Bei allem aber ist das Buch maßlos aufgeblasen. Es ist nicht zu lang, es ist viel zu lang. Alleine die ersten Hälfe und das sind immerhin 500 Seiten - wird verbraucht, um erstmal die Grundlage zu schaffen. Einige Absätze ließen sich problemlos überlesen, da sie keinerlei Relevanz für die Handlung besitzen.
Diese verteilt sich dann auch noch auf zahlreiche Hauptpersonen, die erst nach besagten 500 Seiten zusammen treffen. So richtig lebendig ist keine, für mich immer dann sichtbar, dass ein Wegfallen einer eben solchen nicht wirklich störend auffällt.
Der fünfte Teil, ca. die letzten 40 Seiten, sind dann in einem etwas anderen Stil geschrieben leider noch langweiliger und verlangen einiges ab, um "durchzuhalten".

Insgesamt gesehen ließe sich "Der Schwarm" problemlos auf ein Drittel eindampfen und hat eine spannende Ausgangslage, aus der viel zu wenig auf zu vielen Seiten gemacht wird.

Zelda hat insgesamt 179 Rezensionen angelegt.


Ein in China umkippender Reissack!

28.11.2012 Bewertung:  1 mr.matze vergibt 2 von 10 Punkten

Userpic

== Frank Schätzing – Der Schwarm – Einleitung ==

 

Es gibt ja Bücher, die fängt man an, weil man gerade nichts anderes in die Finger bekommt. Oder weil man schon so viel davon gehört hat, aber irgendwie Zweifel hat, dass man der Mainstream-Meinung folgen können sollte … oder wollte.

Das  Buch „Der Schwarm“ von Frank Schätzing“ war eher was für den Mitleidseffekt. Meine Frau hat sich nämlich durch dieses Buch hindurch gequält und letztendlich wollte ich sie wohl nicht damit allein lassen, das Buch hätte sie sonst stets aus dem Bücherregal angelächelt und geflüstert: „Ätsch – ich habe dir 7 Stunden deines Lebens geklaut!“. Aber so schlimm konnte es doch wohl nicht sein, oder? Doch, konnte es.

 

== Frank Schätzing – Der Schwarm – Inhalt und schon ein bisschen Fazit ==

 

„In Peru verschwindet ein Fischer“, ist es auf der Rückseite zu lesen. Nun will ich das nicht mit dem in China umkippenden Sack Reis vergleichen, denn schnell wird klar, dass die Lage des Szenarios im Roman wesentlich ernster ist. Denn zudem stoßen norwegische Experten bei Ölbohrungen auf ungewöhnliche Organismen, Wale an der Küste British Columbias verhalten sich anormal und alle bis auf den Biologen Sigur Johanson scheinen das zusammenhanglos zu finden. Doch als klar wird, dass es eine gemeinsame Ursache gebe und dieser auf die Schliche gekommen wird, kriegt das bedrohliche Treiben ein Ausmaß, das niemand sich hätte auch nur im Entferntesten vorstellen können.

Dieser Epos zieht sich auf fast 1000 Seiten durch das literarische Auge und beginnt bei diesem Umfang fast schon klar relativ behäbig. AN verschiedenen Orten der Welt werden die Ereignisse beschrieben, erst langsam fügen sich die Puzzle-Teile, die der ungeduldige Leser zusammen gefügt wissen will, aneinander und ergeben ein mehr und mehr betrachtbares Gesamtbild. Nach und nach zeichnen sich die Charaktere etwas schärfer nach und man taucht ein in das, was man später einen Umwelt-Thriller nennen will.


Würmer mit Kiefern und Zähnen, Wale, die vom indianischen Whale-Watching-Führer Leon Anawak beobachtet werden, bleiben länger aus als gewöhnlich und nach Erscheinen aggressiver als je zuvor sind, ein abrutschender Teil der norwegischen Küste, der eine Flutwelle auslöst und Teile des Festlandes überschwemmt.

 

Nach und nach treffen sich Teilgeschehnisse und handelnde Akteure rund um den Globus, das Katastrophenmanagement nimmt seinen Lauf.

 

 

== Frank Schätzing – Der Schwarm – Kritik ==

 

Der Roman zieht sich. Nicht nur, dass am Ende auf zwei Seiten in gefühlter 6-Punkt-Schrift allen gedankt wird, die bei der Recherche und klugen Einfällen geholfen haben, das Buch fertig zu stellen, auch auf den 987 zuvor gibt es in diesem Buch Längen, von denen man nicht erwartet hätten, dass die sich so kaugummiartig über das geleimte Papierbündel hätten ziehen können. Die Charaktere bleiben aus meiner Sicht unscharf, die Message des Buches hätte man auch auf 240 Seiten ballen können, ohne dass dies wirklich Schaden genommen hätte. Und der Gedanke, dass ich mir das 10 Stunden dauernde Hörbuch antun würde, lässt mich an die Gute-Nacht-Geschichten meiner Eltern Erinnerungen aufsteigen.

 

Was sich selbst als Thriller des Jahres 2004 betitelt und Vergleiche mit Independance Day heraufbeschwört, hat nur dahingehend Recht, als das das Ende des Buches durchaus an Hollywood erinnert – nur gefallen, gefallen hat es mir nicht. Mein erster und letzter Schätzing.

 


mr.matze hat insgesamt 37 Rezensionen angelegt.


 
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