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Der Todeskünstler: Thriller
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Titel:      Der Todeskünstler: Thriller
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1997
Autor:      Cody McFadyen
ISBN-10(13):      3785723024
Verlag:      Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover)
Publikationsdatum:      2008-11-20
Edition:      6
Number of pages:      560
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Thriller
Erscheinungsjahr: 2007
Aus d. amerikan. Engl. v. Axel Merz
Gewicht: 760 gr / Abmessung: 22 cm
Von McFadyen, Cody / Übersetzt v. Merz, Axel

Das Leben von Smoky Barrett verläuft endlich wieder normal. Sie ist Opfer eines verrückten Killers geworden und dem Tod nur knapp entgangen. Die schreckliche Tat hat sie noch lange in Albträumen und schlaflosen Nächten verfolgt. Ihren Beruf als FBI-Agentin wollte sie eigentlich an den Nagel hängen, doch mittlerweile hat sie neuen Mut geschöpft und geht wieder auf Verbrecherjagd. Als Smoky eines Nachts an einen Tatort gerufen wird, werden ihre schlimmsten Ängste wieder lebendig. Ein junges Mädchen droht im Haus ihrer Eltern Selbstmord zu begehen. Sie verlangt ausdrücklich nach Smoky und möchte sich nur ihr anvertrauen. Smoky findet das Mädchen im Schlafzimmer ihrer Eltern - sie kauert neben den grausam entstellten Leichen. Der Boden des Raums ist blutgetränkt; auf der Decke und an den Wänden prangen Blutgemälde. Der Todeskünstler hat das Mädchen besucht, und das nicht zum ersten Mal. Seit Jahren zerstört er das Leben des Mädchen, tötet jeden, der ihr lieb ist. Sein Ziel: sie in den Wahnsinn treiben und nach seinem Bild neu erschaffen. Smoky muss den Killer stellen, bevor er zurückkehrt und sein Werk vollendet ...
Aus der Amazon.de-Redaktion
Smoky Barrett ist wohl das, was man „vom Leben gezeichnet“ nennt. Nur, dass das Leben, das sie gezeichnet hat, etwas dramatischer, tragischer und grausamer verlaufen ist als bei den meisten, ach: bei wohl allen Menschen. Denn die FBI-Agentin ist einem ebenso brutalen wie irrsinnigen Serientäter aufgesessen, der ihr alles -- ihren geliebten Mann und ihr Kind vorallem -- genommen hat. Im Nachhinein scheint er ihr auch noch die Karriere zu nehmen. Denn Barretts Gesicht ist von seinen Malträtierungen so entstellt, dass das FBI sich nicht mehr vorstellen kann, sie als Nachfolgerin ihres Chefs einzusetzen. Die Ermittlerin muss sich überlegen, ob sie nicht ganz etwas anderes machen will.

In ihre Überlegungen platzt ein Anruf, der Barrett in einen Fall verwickelt, der sogar noch grausamer, tragischer und dramatischer als ihr eigener zu sein scheint. Ein Mädchen namens Sarah droht mit Selbstmord, wenn Barrett nicht zu ihr kommt. Im Haus findet die FBI-Agentin ein Horrorszenario vor. Sarahs Zieheltern und deren Sohn wurden auf bestialische Weise hingerichtet und zum Teil ausgeweidet, das Schlafzimmer ist über und über mit Blut verschmiert. Sarah erzählt Barrett von einem rätselhaften „Todeskünstler“, dessen einziges Lebensziel darin zu bestehen scheint, alle zu töten, die dem Mädchen wohl gesonnen sind, um Sarah dadurch zu zerbrechen. Gemeinsam mit ihrem Team und unterstützt von Sarahs Tagebuch heftet sich Barrett an die Fersen des berechnend und wahnsinnig zugeich agierenden Killers -- und tritt dabei in einen Sumpf, der nicht nur Sarah für immer nach unten zu ziehen droht...

In Die Blutlinie hatte der kanadische Schriftsteller Cody McFadyen geschildert, wie Smoky Barrett zu ihren Narben kam. In Der Todeskünstler -- ein etwas gezwungen wirkender Titel, im Original heißt das Buch einfach The Face of Death -- schildert der Autor, warum die Narben so schwer verheilen wollen. Beizeiten verselbstständigt sich dabei McFadyens Phantasie auf eine unverständliche Art und Weise -- etwa da, wo er den gefassten Täter noch mit einem anderen Häftling in eine Zelle stopft, statt ihn in Einzelhaft zu stecken, und zwar nur, damit dieser nochmals ein „winselndes“ Opfer bekommt, das er vergewaltigen kann. Und auch die Schwarzweißzeichnungen von Der Todeskünstler -- hier das absolut Böse, dort die fast übermenschlich agierende FBI-Einheit, deren als unschlagbar geschilderten Kräfte dann ausgerechnet in der direkten Konfrontation mit dem Bösen aus Gründen der Dramaturgie doch noch zu versagen drohen -- muss man sich erst gewöhnen. Trotzdem ist Der Todeskünstler für alle, die auf Thriller über wahnsinnig intelligente Serienkiller stehen, ein absolutes Muss. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de

   


Rezensionen
Verheerende Mordszenen in Überlänge

01.05.2011 Bewertung:  4 mr.matze vergibt 8 von 10 Punkten

Userpic== Einleitung ==

Der Todeskünstler von Cody McFadyen ist der zweite Band aus der Smoky Barrett-Reihe, der FBI-Agentin, die vielen Lesern seit einigen Jahren das Blut in den Aderrn gefrieren lässt, wenn Cody McFadyen uns am beruflichen und privaten Leben teilhaben lässt. Mittlerweile vier Thriller sind in der Reihe erschienen, die manchmal an Hannibal Lecter erinnert und uns immer wieder verführt sich nur noch ein Kapitel weiter vorzutrauen, bevor man das Buch endlich zur Seite legen will.

== Leseprobe & Handlung ==

"Das Grauen war in diesem Haus, und es hat Spuren hinterlassen. FBI-Agentin Smoky Barrett riecht den Tod bereits, als sie die Schlafzimmertür öffnet. Der Boden ist mit Blut getränkt; auf der Decke und den Wänden prangen Blutgemälde. Neben den beiden entstellten und geschändeten Opfern kauert ein Mädchen. Sie hält sich eine Pistole an die Schläfe. Der Todeskünstler hat sie besucht, und das nicht zum ersten Mal ..." (aus: Der Todeskünstler, Cody McFadyen)

Smoky Barrett ist nicht schön, nicht mehr. In "Die Blutlinie" wird geschildert, wie es dazu kam, dass ihr Gesssicht entstellt ist, überzogen von Narben, die jedermann verleitet sie anzustarren, sie zu bemitleiden Ein Serienkiller hat ihr die Schönheit genommen. Viel schlimmer noch, dass er ihr das genommen hat, was sie am meisten liebte - ihren Mann Matt und ihre Tochter. Nur mühsam wieder ins Leben zurück findend bekommt sie es schon bald mit dem nächsten Psychopaten zu tun, der sie an den Rande der Verzweiflung bringt und alte Wunden wieder aufreißen wird.

Der Killer, der als der Todeskünstler in die Handlung Einzug findet scheint es zunächst auf die 16-jährige Sarah abgesehen zu haben. Diese sitzt inmitten eines Blutbades im Hause ihrer Pflegeeltern und verlangt mit Smoky Barrett zu reden oder sich andernfalls umzubringen. Es entsteht eine erschreckende Historie, die die junge Sarah seit ihrer Kindheit nacherzählt, denn der Todeskünstler begleitet sie schon länger und nimmt ihr alles, was ihr lieb und teuer ist.

Schmerz und Gerechtigkeit sind die pervertierten Werte, die dabei mit Sarah eine Rolle spielen.

Smoky nimmt sich des Falls an, erhält ein von Sarah für die geschriebenes Tagebuch und kommt zusammen mit ihrem Team dem Mörder immer näher, entfernt sich wieder und scheint dann wieder ganz nah dran zu sein. Was andere Morde, mysteriöse Videos, plötzlich auftauchende Zusammenhänge, Nachrichten und Zeichen mit der Lösung, dem Schlüssel zur Tür des Todeskünstlers zu tun haben, soll nach und nach ans Tageslicht kommen.

== Kritik ==

Das Buch wird von einigen Rezensenten regelrecht in der Luft zerrissen. Es hätte die Sensibilität einer Massenkarambolage auf der Autobahn, es sei ein billiger Abklatsch von Thomas Harris Hannibal Lecter, es sei nicht treibend genug und es würde Brechreiz hervorrufen. Letzteren aber nicht wegen der Spannung, sondern des fehlenden Intellekts wegen.

Ich gebe zweierlei zu: erstens ist das Buch keine intellektuelle Herausforderung. Dazu muss man nicht genug aufpassen, kann mal einen Absatz überfliegen. Gewisse Muster wiederholen sich, gewisse Sex- oder Mordszenen sind überlang und offen gestanden in der Übersetzung auch wenig gelungen übersetzt. Es gehorcht den Gesetzen eines normalen Thrillers, dass ein, zwei Wendungen eingebaut sind dass der Leser ab und zu an Kleinigkeiten erinnert wird, die später wichtig werden und dass das Gute am Ende siegt - aber das ist nicht weiter schlimm.

Zweitens ist das Buch nichts für Leute mit schwachen Nerven. Diese werden das Buch abstoßend finden, sich ekeln und Perversionen in solch gedruckter Form nicht mehr anfassen wollen.

Allen anderen aber kann Smoky Barrett ein paar Stunden Zeitvertreib bieten, sie lässt an ihrem Schicksal teilhaben und man begleitet sie und ihr Team in Gedanken beim Streifzug durch eine Welt, wie sie uns selbst hoffentlich nie selbst begegnet - mit der hässlichen Fratze des Todes.

Einer Verfilmung in abgeschwächter Form würde ich freudig entgegensehen, denn das ist der Stoff aus dem Thriller (keine Splatterfilme) gemacht werden können!

== Der Autor Cody McFadyen ==

McFadyen brach mit 16 Jahren die Schule ab und kam über freiwillige Sozialarbeit und Webdesign erst mit 35 Jahren dazu sich ganz der Schriftstellerei zu widmen.

Sein Debut gab er mit "Die Blutlinie", in der die Protagonistin Smoky Barrett literarisch geboren wurde. Die FBI-Agentin habe ich ins Herz geschlossen und freue mich nach den vier bereits erschienen Bänden bereits auf den fünften Thriller, der laut Homepage bereits in Arbeit sein soll.

McFadyen ist Vater einer Tochter, lebt in Kalifornien und wird vielleicht irgendwann in die Verlegenheit kommen erklären zu müssen, warum er solch blutrünstige Bücher schreibt ...

== Weitere Bücher aus der Smoky Barrett-Reihe von Cody McFadyen ==

Teil 1: Die Blutlinie. Thriller ("Shadow Man"). Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 2006, ISBN 3-7857-2258-3 (übersetzt von Axel Merz).
Teil 2: Der Todeskünstler. Thriller ("The Face Of Death"). Verlag Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2009, ISBN 978-3-404-16273-4 (übersetzt von Axel Merz).
Teil 3: Das Böse in uns. Thriller ("The Darker Side"). Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 2008, ISBN 978-3-7857-2339-5 (übersetzt von Axel Merz).
Teil 4: Ausgelöscht. Thriller ("Abandoned"). Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 2010, ISBN 978-3-7857-2390-6 (übersetzt von Angela Koonen und Dietmar Schmidt).

Alle Bände von Cody McFadyen sind auch als Hörbuch erschienen, leider aber nur in gekürzten Fassungen. Das ist schade, aber leider mittlerweile fast schon üblich. Ein Hörbuch in gekürzter Fassung ist für mich wie ein Hund mit zwei Beinen, ein Salat ohne Dressing oder Fußball ohne Ball. Pantomime mag schön sein, echtes Theater sieht für mich anders aus. Bleibe ich also bei den Büchern ...

== Fazit ==

Das Buch ist nichts für Leute mit schwachen Nerven, nichts für Leute, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und nichts für diejenigen, die hohe Ansprüche in inhaltlicher und literarischer Sicht an Dinge der Alltagsliteratur stellen wollen.

Das Buch ist gut für den Urlaub, am Strand, im Bus, meinetwegen auch im Bett, wobei ich nicht glaube, ob es beim Einschlafen dienlich ist. Nicht wegen der Langeweile der anspruchsvollen Leser, sondern weil das Buch mit seiner Geschichte die Grenzen des guten Geschmacks streift oder ihnen zumindest doch sehr nahe kommt.

Dass es als Trash-Thriller bezeichnet wird, finde ich etwas hart. Es hat Längen, selten Tiefgang, aber wenn ich nur solche Bücher lesen würde, würde mir irgendwann der Kopf platzen. Daher lasse ich es gerne mal dabei bewenden, erfreue mich, dass der Todeskünstler wenig überraschend am Ende zumindest nachhaltig daran gehindert wird seine Sache weiterzutreiben und empfehle das Buch (Taschenbuch mit normaler Preislage von 7,95 Euro) mit vier Sternen. Ihr ward gewarnt ...

Fazit: kaufen, lesen, Meinung bilden

mr.matze hat insgesamt 37 Rezensionen angelegt.


 
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