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Kein Entkommen
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Titel:      Kein Entkommen
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1980
Autor:      Linwood Barclay
ISBN-10(13):      3548283489
Verlag:      Ullstein Taschenbuch
Publikationsdatum:      2011-04-15
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      576
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Barclay peitscht einen durch diesen Thriller - genial !

17.04.2011 Bewertung:  5 CabotCove vergibt 10 von 10 Punkten

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Inhalt

David Harwood ist Reporter beim Standard und macht sich mit seiner Frau Jan und seinem vierjährigen Sohn Ethan auf den Weg in den Five Mountains Vergnügungspark. Dort wollen sie einen schönen Tag miteinander verbringen.

Jan wirkt in letzter Zeit oft niedergeschlagen und David vermutet Depressionen dahinter.

Als David ein Eis holen geht und Jan einen Moment nicht aufpasst, weil sie sich einen Stein aus dem Schuh holen will, ist Ethan verschwunden und David beginnt sofort mit der Suche. Er findet den schlafenden Ethan auch in seinem Buggy wenig später, doch dann ist auf einmal Jan unauffindbar... Hat sie sich das Leben genommen ?

David gerät wird rasch vom Opfer zum Verdächtigen, denn auf der Videoüberwachung des Parks ist nur zu sehen, wie er und Ethan diesen betreten – keine Spur von Jan... Und laut Onlinebuchung wurden auch nur für ihn und seinen Sohn Karten bestellt...

Zudem findet David noch heraus, dass seine Frau wohl nicht die ist, die sie vorgab zu sein, als er ihre Geburtsurkunde findet und ihre Eltern aufsucht. Mehr sei an dieser Stelle besser nicht verraten...

 

Autor

Linwood Barclay stammt aus den USA, lebt aber seit seiner Kindheit in Kanada. Er arbeitete lange als Journalist und hatte eine beliebte Kolumne im Toronto Star. Seit dem Erscheinen seines ersten Thrillers Ohne ein Wort ist Barclay ein internationaler Bestsellerautor. Er hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit seiner Frau in der Nähe von Toronto.

 

Cover

Da die Geschichte in einem Vergnügungspark ihren Anfang nimmt, finde ich das Cover mit dem Kettenkarussell passend und diese gelb-grün wirkt auch nicht zu fröhlich – ist ja schließlich ein Thriller.

 

Mein Eindruck

Mein erstes Buch von Barclay war Ohne ein Wort, das ich geradezu verschlungen habe. Dem Tode nah fand ich dann leider nicht mehr so gut, so dass ich In Todesangst gar nicht mehr gelesen habe.

Mit Kein Entkommen knüpft er für mich wieder an die Genialität seines erstes Thrillers an. Er beschreibt nicht nur eine Achterbahn in seinem Buch, er nimmt den Leser auch auf diese mit.

Barclay peitscht den Leser geradezu durch die Geschichte und man kommt kaum zum Durchatmen. Sein Thriller liest sich flüssig, er schreibt nicht allzu ausschweifend, aber dennoch detailliert genug, so dass man auch über Hintergründe und Beweggründe Einiges erfährt, was mir sehr gut gefallen hat, denn zuviele Ausschweifungen finde ich immer hinderlich in einem Thriller, die nehmen mir dann die Spannung teilweise. Zum Glück ist das hier nicht der Fall gewesen.

Der Autor nutzt recht kurze Sätze und Kapitel, diese sind aber sehr aussagekräftig und unterstreichen den spannenden Verlauf nur umso mehr.

Ich finde, man merkt deutlich, dass Barclay selbst lange als Journalist gearbeitet hat, so glaubwürdig beschreibt er David und seine Arbeit. Er wechselt in der Perspektive von David als Ich-Erzähler im nächsten Kapitel bzw. Abschnitt dann mal zum Kommissar oder zu anderen Personen. Durch David fühlt man sich nah am Geschehen beteiligt, aber auch die andere Erzählperspektive nimmt nichts von der Spannung, im Gegenteil. Sowas findet sich eher selten in Thrillern, die oft durch diese Erzählweise ein wenig gebremst werden, finde ich.

Das Buch wird in 5 Teilen erzählt, die jedes wichtige Ereignisse enthalten und diese Unterteilung ist sehr stimmig.

 

Ergo

Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und wer Wert auf gute Thriller legt, deren Spannung einen an den Seiten fast festkleben lässt, der ist hier goldrichtig !


CabotCove hat insgesamt 39 Rezensionen angelegt.


Wer bist du wirklich?

12.05.2011 Bewertung:  4 coffee2go vergibt 8 von 10 Punkten

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Kurze Inhaltszusammenfassung:

David arbeitet als Journalist beim Standard, ist seit fünf Jahren glücklich verheiratet mit Jan und hat mit ihr einen gemeinsamen Sohn Ethan, der vier Jahre alt ist. Die drei führen ein scheinbar glückliches Leben, auch Davids Eltern kümmern sich rührend um ihren Enkel, doch von einem Tag auf den anderen ist das idyllische Leben vorbei. Jan verschwindet spurlos und David tappt im Dunkeln und gerät selbst als Verdächtiger in das Visier der Ermittler.

 

Meine Meinung zum Buch:

Linwood Barclay hat vor allem den journalistischen Berufsalltag von David und das Presseleben sehr gut beschrieben, er hat auch selbst einen journalistischen Background. Die Charaktere des Buches wurden sehr detailliert beschrieben, allerdings sind manche Personen etwas übertrieben dargestellt: zB David, der als Journalist für wirtschaftliche Skandalgeschichten tätig ist, wird sehr naiv und blauäugig dargestellt, reagiert auch sehr langsam und ist selbst unsicher in seinen Recherchen. Oder auch die zwielichtigen Typen werden sehr klischeehaft und überspitzt dargestellt. Den Charakter von Jan fand ich sehr vielschichtig und interessant, sodass man sich gut in ihre Lage hineinversetzen konnte, auch wenn man mit ihrem Handeln nicht einverstanden war. Die Motive und Absichten der einzelnen Charaktere wurden im Laufe des Buches immer deutlicher, das habe ich als Bereicherung gefunden. Wie gut kennen wir unsere Mitmenschen wirklich?

Der Schreibstil war durchwegs spannend, das Buch hat sehr temporeich begonnen und die Spannung konnte bis zum Schluss aufrecht gehalten werden, va. auch durch die relativ kurzen Kapitel und die Szenenwechsel. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Ereignisse am Ende des Buches etwas surreal wurden, hier wäre etwas weniger besser gewesen.

 

Titel und Cover:

Das Cover fällt durch die grellen Neonfarben optisch auf und ist vom Stil und Schriftbild ähnlich wie weitere Bücher des Autors, hat also Wiedererkennungswert. Auch der Titel ist stimmig mit dem Inhalt des Buches.

 

Mein Fazit:

Kein Entkommen war für mich sehr spannend und kurzweilig zu lesen und Linwood Barclay hat meine Erwartungen erfüllt.


coffee2go hat insgesamt 62 Rezensionen angelegt.


Unter Verdacht

25.10.2011 Bewertung:  4 KimVi vergibt 8 von 10 Punkten

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David Harwood möchte mit seiner Ehefrau Jan und dem gemeinsamen vierjährigen Sohn Ethan einen wundervollen Tag im Freizeitpark verbringen. Doch der Familienausflug verläuft völlig anders als geplant. In einem kurzen Moment der Unaufmerksamkeit verschwindet plötzlich die Karre mit dem schlafenden kleinen Jungen. Um Ethan möglichst schnell wiederzufinden, trennen sich Jan und David bei ihrer Suche. Die Erleichterung ist groß, als David seinen Sohn endlich wieder in die Arme schließen darf. Doch der Albtraum ist damit noch nicht vorbei, denn nun fehlt von Jan jede Spur. Die Überwachungskameras zeigen nur David und seinen Sohn. Es scheint fast so, als wäre Jan nie mit den beiden im Freizeitpark gewesen. Jans Verschwinden gibt nicht nur der Polizei Rätsel auf und ehe David weiß wie ihm geschieht, steht er unter Mordverdacht....

 

Meine Meinung


Das Buch beginnt mit einer rätselhaften Szene, die auf den ersten Blick nicht mit dem eigentlichen Inhalt in Verbindung gebracht werden kann. Sie weckt allerdings spontan das Interesse am Geschehen. Der Autor verwendet wechselnde Erzählperspektiven. Meist verfolgt man die Handlung in der Ich-Form, aus der Sicht von David Harwood. Man kann so seine Gedanken und Gefühle hautnah miterleben und seine wachsende Verwirrung nachvollziehen. Es gibt allerdings auch Szenen, in denen man weitere Protagonisten der Handlung begleitet und das Geschehen aus der Erzählperspektive beobachtet. Dadurch verfügt man über umfassendere Hintergrundinformationen als der Ich-Erzähler David. Allerdings mindert dies nicht die Spannung, da Linwood Barclay es hervorragend versteht, nur wenige Informationen weiterzugeben und den Leser auf falsche Fährten zu locken.

 

Der Schreibstil des Autors, ist genau wie in seinen bisher erschienenen Thrillern, flüssig und angenehm lesbar. Es fällt leicht, sich auf die Handlung einzulassen und sich die agierenden Personen vorzustellen. Als Jan so plötzlich verschwindet, kann man Davids Entsetzen förmlich spüren. Auch seine wachsende Verwirrung, als er langsam entdeckt, dass sie ihm anscheinend einiges verschwiegen hat, wirkt glaubhaft und nachvollziehbar. Genau wie David selbst, hat man das Gefühl, dass sich die Beweise für seine Schuld langsam verdichten und dass es kein Entkommen für ihn geben wird. Beim Lesen stellt man sich ständig die Frage, was geschehen ist und spielt die verschiedenen Möglichkeiten in Gedanken durch. Doch allzu früh wird man nicht auf die Lösung kommen, denn Linwood Barclay hält noch eine Wendungen bereit, die die eigenen Ermittlungen wieder ergebnislos erscheinen lassen. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.

 

Der Autor schafft es mühelos, den Leser in den Bann der Ereignisse zu ziehen. Obwohl keine nervenaufreibende Hochspannung aufkommt, bleibt das Interesse an der Handlung durchgehend bestehen. Linwood Barclays Thriller kommt ohne blutiges Gemetzel aus und setzt eher auf die leisen Töne. Er gewährt einen Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele und regt den Leser zum Mitfiebern an.

Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt der Thriller  vier von fünf möglichen Sternen. Ich habe mich, auch ohne Blutvergießen und detaillierte Leichenbeschreibungen, beim Lesen gut unterhalten und konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Den einen Stern ziehe ich ab, da ich mir gelegentlich etwas mehr Spannung gewünscht hätte. Auch der finale Showdown konnte mich nicht ganz überzeugen, da er auf mich etwas zu überladen und dramatisch wirkte.


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


 
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