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Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim: Roman
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Titel:      Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim: Roman
Kategorien:      Belletristik
BuchID:      1694
Autor:      Jonathan Coe
ISBN-10(13):      3421044848
Verlag:      Deutsche Verlags-Anstalt
Publikationsdatum:      2010-11-09
Edition:      2
Number of pages:      416
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Große Klasse

04.11.2010 Bewertung:  5 Tialda vergibt 10 von 10 Punkten

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Worum geht es?

Maxwell Sim, kurz Max, ist ein sehr einsamer Mann. Seine Frau ist mit seiner Tochter ausgezogen, sein ehemals bester Freund redet schon seit langem nicht mehr mit ihm, seine Mutter ist tot und mit seinem Vater kann er auch nicht so recht. Das alles wird ihm klar, als er aus Australien, wo er seinen Vater besuchte, zurück nach England kommt. Er weiß, etwas muss sich ändern; und so kommt ihm das etwas abstruse Jobangebot eines Bekannten wie gerufen. Er soll zu den Shetlandinseln fahren und dort Zahnbürsten an den Mann bringen. Auf dem Weg dort hin macht er vier Zwischenstopps bei Leuten, mit denen er in seiner Vergangenheit zu tun hatte und plötzlich wird das eigentliche Reiseziel völlig unwichtig – er erkennt: er muss sich um sein Leben kümmern.

 

Rezeption:

Die Geschichte baut sich während des Buches langsam auf und trotz der eigentlichen Tragik, nämlich der Einsamkeit in der sich Max befindet, hat der Autor einige Stellen eingebaut, an denen man trotzdem schmunzeln kann. Der Schreibstil des Autors ist überhaupt sehr angenehm und flüssig zu lesen.

 

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es mich so neugierig machte, auf das, wohin ihn seine Reise wohl als nächstes führt. Es ist aus Max’ Sicht geschrieben und man wird durch rhetorische Fragen oder direkte Sätze die an den Leser gerichtet sind mit in das Geschehen einbezogen.

 

Nach und nach werden auch durch sich ereignende Zufälle Geheimnisse aufgedeckt und man erfährt, warum sich in Max’ Leben alles so unerfreulich entwickelt hat. Gegen Ende des Buches erkennt man immer besser, dass eigentlich alles miteinander im Zusammenhang ist.

 

“Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim” hat mich schwer begeistert. Der Umschlag und der Klappentext wirken ja, wie ich finde, eigentlich nicht so vielversprechend, aber was dieses Buch letztendlich hergibt, ist kaum zu glauben. Vor allem der Schluss ist ganz anders als man ihn erwartet. Große Klasse!

 

Fazit:

Eine überraschend berührende Geschichte über einen einsamen Kerl, bei der man trotzdem auch mal lachen darf.

 

Über den Autor (lt. Klappentext)

Jonathan Coe wurde 1961 in Birmingham geboren. Für seine Bücher wurde er u. a. mit dem John Llewellyn Rhys Prize, dem Prix du Meilleur Livre Étranger und dem Prix Médicis Étranger ausgezeichnet. Zwei seiner bisher neun Romane wurden verfilmt. Zuletzt erschien “Der Regen, bevor er fällt” (2009). Jonahtan Coe lebt mit seiner Familie in London.


Tialda hat insgesamt 386 Rezensionen angelegt.


Ein Buch, dass wirklich lesenswert ist

09.11.2010 Bewertung:  5 Aintschel vergibt 10 von 10 Punkten

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Meine Rezension
Maxwell Sim, die Hauptperson dieses Buches, ist 48 Jahre alt und alleine. Alleine deshalb, weil er von seiner Frau verlassen wurde. Auch zu seiner Tochter im Teenager-Alter hat er ein schwieriges Verhältnis, sie ist mit der Mutter mitgegangen. Dies stürzte Max in eine Depression, so dass er von der Arbeit freigestellt werden musste. Freunde hat Maxwell, kurz Max, auch fast keine. Seine Mutter ist schon lange tot, der Vater lebt seit über 20 Jahren in Australien. Zu ihm hat er keine besonders gute Beziehung. Seine Ex-Frau hat ihm kurz vor ihrem Auszug noch ein Flugticket nach Australien besorgt, da sie der Meinung ist, dass Max sich mit seinem Vater versöhnen sollte. Diese Reise von London nach Australien war allerdings für Max ein Reinfall, da der Vater nicht mit ihm sprechen will.
Von seinem ehemaligen Kollegen Trevor hat Max ein Angebot bekommen. Er soll eine Werbefahrt auf die Shetland Inseln machen, um die umweltfreundlichen Zahnbürsten von Trevor zu vermarkten. Max macht sich mit einem modernen Hybridfahrzeug auf den Weg einmal von Süden nach Norden durch Großbritannien zu reisen. Mit ihm fährt Emma, das Navigationsgerät. Statt ihren Anweisungen zu folgen, unterhält er sich lieber mit ihrer sympathischen Stimme, deshalb gerät bald alles außer Kontrolle... Diese Reise führt somit nicht nur quer durch das Britische Königreich, sondern auch in die dunkelsten Ecken von Maxwells Vergangenheit.

Das Buch von Autor Jonathan Coe ist in vier Teile bzw. Reiserouten untergliedert. Es geht los in Sydney bis nach Watford. Weiter von Watford nach Reading, dann von Reading nach Kendal und zum Schluss von Kendal nach Braemar.
Durch die spannende Kurzbeschreibung ist man schon sehr gespannt, wie denn die Geschichte weitergeht bzw. was denn Maxwell für ein Typ ist.
Das Buch lässt sich meist flüssig und verständlich lesen. Hin und wieder kommen ein paar zähe Stellen. Dafür wird man auf der anderen Seite wiederum mit viel Humor und Witz in diesem Buch entschädigt.

Nicht nur die Leser lernen Max in diesem Buch kennen, sondern er selber sich auch. Das Buch ist meiner Meinung nach genau aus diesem Grund witzig, aber auch traurig zugleich.

Das Buch ist genau das richtige für die triste Herbstzeit - einfach aufs Sofa kuscheln und loslesen...

Mein Fazit
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es lässt sich sehr gut lesen. Allerdings wird einem beim Lesen klar, dass es um einen herum bestimmt auch viele einsame Menschen gibt. Maxwell ist mit seiner Geschichte nicht allein. Trotz dieser traurigen Geschichte schafft der Autor es auch Humor, Witz und Ironie in die Reise des Maxwell Sim zu bringen.
Ein Buch, welches man bestimmt nicht nur einmal aus dem Regal holen wird...


Aintschel hat insgesamt 41 Rezensionen angelegt.


der sozial unverträgliche Maxwell Sim

29.11.2010 Bewertung:  4.5 coffee2go vergibt 9 von 10 Punkten

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Kurze Inhaltszusammenfassung:

Maxwell Sim führt nach der Trennung von seiner Frau und dem Auszug ihrer gemeinsamen Tochter ein isoliertes Leben. Er hat viele Internet-Freunde, aber keine wirklichen Freunde und auch kaum soziale Kontakte. Die Beziehung zu seinem Vater ist seit seiner Kindheit oberflächlich und unpersönlich, verbessert sich aber im Laufe des Buches. Beruflich ist Maxwell bescheiden erfolgreich, auch seine neue Aufgabe kann er nicht bewältigen.

 

Meine Meinung zum Buch:

Der Schreibstil von Jonathan Coe hat mir gut gefallen, da die Emotionen und düsteren Gedanken des depressiven Maxwell gut beschrieben wurden, sodass ich echtes Mitgefühl mit ihm hatte. Des weiteren haben mich die einzelnen Einschübe in Form von Briefen und Rückblicken gut gefallen und auch die Situationen, in denen er seine alten Freunde wieder besucht und die vorgefallenen Geschichten aufrollt, haben das Buch spannend gehalten. Auch eine positive Persönlichkeitsentwicklung von Maxwell konnte ich entdecken, dies lies mich einen anderen Schluss ziehen, als der, den der Autor gewählt hat.

Am Ende des Buches bringt sich der Autor selbst auch als Person in die Geschichte ein. Die Idee habe ich als überraschende Wende gut gefunden, allerdings hat mir der Abschluss des Buches – insbesondere die letzten beiden Seiten - überhaupt nicht gefallen.

 

Cover und Titel:

Der Titel ist sehr langatmig und passt zur depressiven, nachdenklichen Stimmung von Maxwell Sim im Buch. Ansprechend finde ich das farbenfrohe und auffällige Cover, allerdings vermittelt es für mich einen falschen ersten Eindruck vom Buch, es wirkt witzig und heiter.

 

Fazit:

Das Buch war für mich eine außergewöhnliche Leseerfahrung mit einem tiefsinnigen Inhalt und trotzdem kurzweilig und an manchen Stellen zum Schmunzeln.


coffee2go hat insgesamt 62 Rezensionen angelegt.


 
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