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Leichenblässe
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Titel:      Leichenblässe
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1685
Autor:      Simon Beckett
ISBN-10(13):      349924859X
Verlag:      rororo
Publikationsdatum:      2010-07-17
Edition:      9
Number of pages:      416
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Einmal vorsichtigst gelesen, innen rein und sauber, zarter Leseknick minimalste Lagerspuren.
Aus der Amazon.de-Redaktion
Thrillerautor Simon Beckett ist zurück, und mit ihm natürlich der Held seiner ersten beiden Bestseller, der forensische Anthropologe David Hunter. In Leichenblässe reist Hunter nach seiner Genesung von einem Mordanschlag auf Wunsch seines Lehrers Tom Lieberman nach Tennessee und sieht sich mit einem skrupellosen Serienmörder konfrontiert, der die beiden Wissenschaftler auf ihrem eigenen Spezialgebiet in die Irre führt.

Eigentlich möchte David Hunter nach seiner Genesung nur ein wenig auf andere Gedanken kommen und folgt daher der Einladung seines Mentors Tom Lieberman an dessen Forschungsinstitut nur allzu gerne. Doch schon bald ist es mit Forschung alleine nicht mehr getan. Lieberman soll die stark verweste Leiche eines Mordopfers untersuchen. Der gesundheitlich stark angeschlagene Lieberman bittet seinen Freund Hunter, ihm bei der Arbeit zu helfen. Dessen Anwesenheit stößt bei den Agenten des Tennessee Bureau of Investigation und beim zuständigen Pathologen auf eisige Ablehnung. Doch Lieberman boxt seinen ehemaligen Schüler allen Widerständen zum Trotz durch. Schnell stellen sich Probleme bei der Untersuchung der Leiche ein. Die Todesursache ist nicht eindeutig zu klären, der Zeitpunkt des Todes ist unklar, was die Anthropologen am meisten überrascht, merkwürdige Fingerabdrücke werden gefunden und die Identifikation des Opfers birgt ungeahnte Schwierigkeiten. Nichts an der Leiche und am Fundort ist so, wie es sein sollte. Zu allem Überfluss rennt den Ermittlern die Zeit davon, denn weitere Opfer tauchen auf. Hunter und Lieberman wird klar, dass der Täter mit ihnen spielt und ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt. Beide ahnen jedoch nicht, dass sie selbst in tödlicher Gefahr schweben.

Simon Beckett hat ein weiteres Meisterstück eines Pathologie-Thrillers abgeliefert. Reich an überraschenden Details und mit einem furiosen und dramatischen Showdown ausgestattet, bietet Leichenblässe alles, was der Krimileser mit Recht erwarten darf. Die Täterperspektive als dramaturgischer Kniff ist zwar nicht mehr neu, doch Beckett verwendet dieses Mittel sehr sparsam und äußerst virtuos, um Einblicke in die komplexe Psyche des Mörders zu geben, durchaus aber auch, um falsche Fährten zu legen. Wer Beckett bisher noch nicht kannte, wird sich begierig auch auf dessen beide ersten Thriller Die Chemie des Todes und Kalte Asche stürzen. Intelligente atemberaubende Spannung! --Ulrich Deurer

   


Rezensionen
Spannendes Buch

01.11.2010 Bewertung:  5 FloridaLady vergibt 10 von 10 Punkten

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Nachdem ich schon die ersten beiden Teile von Simon Becketts \"David Hunter\" Reihe gelesen hatte, wollte ich natürlich auch das dritte lesen. Das Buch Leichenblässe spielt in Tennesse. Es geht darum das David sich nach den Erlebnissen auf Runa (Alte Asche) ablenken möchte und seinen alten Lernort, die Bodyfarm besucht.

Als in der Nähe eine Leiche aufgefunden wird, die man anhand ihrer Verwesungsmerkmale nicht mehr identifizieren kann, ist es ein Wink des Schicksals, dass Hunter gerade in der Nähe ist und an der Aufdeckung dieses Mordes teilhaben kann.

Am Fundort der Leiche wird ein Beweisstück gefunden, welches einen sehr gut abgezeichneten Fingerabdruck enthält. Auf der Suche nach dem zugehörigen Menschen entpuppt sich der Abdruck als der eines Mannes, der aber bereits seit 6 Monaten tot sein soll. Hunter und Tom machen sich auf die Suche nach dieser Leiche und beantragen eine Exhumierung, bei der sie wiederum auch auf Ungereimtheiten stoßen. Und es tauchen immer mehr Leichen auf, die wiederum auf andere Leichen hinweisen. Auch das Ermittlerteam gerät in Gefahr.

Das Buch ist super spannend, aber nichts für schwache Nerven.


FloridaLady hat insgesamt 4 Rezensionen angelegt.


Hunter in den USA

24.04.2011 Bewertung:  4 Tialda vergibt 8 von 10 Punkten

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Rezension:

Selbst mit „Leichenblässe“, dem dritten Teil der David Hunter-Reihe, weiß Simon Beckett die Fans des Forensikers noch zu begeistern. Das fängt schon mit einer vollkommen interessanten und fesselnden Einleitung über die Haut des menschlichen Körpers an.

 

Der Schreibstil war diesmal nicht ganz so flüssig wie sonst und deshalb liest sich das Buch teilweise etwas holprig. Es dauert etwas lang, bis sich die gesamte Story aufgebaut hat und es spannend werden kann. Dafür wird diese Spannung im letzten Drittel des Buches aber umso geballter und es gibt auch wieder ein überraschendes Ende.

 

Was ich richtig interessant fand, war, dass es in vielen Kapiteln, meist gegen Ende, ein paar Absätze in kursiver Schrift gibt, die vom Mörder handeln. Dabei ist es so geschrieben, als würde dieser mit sich selbst sprechen – er duzt sich dabei, was seine psychischen Störungen verdeutlicht.

 

Ansonsten wird Hunters Unsicherheit, nachdem er beim letzten Fall beinahe starb, gut dargestellt. Er ist sich nicht ganz sicher, ob er sich noch auf seine Fähigkeiten verlassen kann – diese Unsicherheit wird aber, als er dann dringend gebraucht wird, immer weniger. Erwähnenswert ist vielleicht auch noch, dass er sich diesmal in den USA befindet, anstatt, wie sonst immer, in England. Aber Psychopathen gibt es, wie sich zeigen wird, in den USA genauso wie in Europa ; ).

 

Nach wie vor sollte man aber schon was vertragen, wenn man die David Hunter-Bücher liest. Denn wie immer wird der Zustand der jeweiligen Leichen detailliert beschrieben. Essen sollte man dabei wohl besser nichts ; ).

 

Fazit:

Der dritte Band reiht sich in die David Hunter-Reihe ein. Er ist zwar nicht ganz so spannend wie seine Vorgänger aber bleibt typisch „unappetitlich“ – so wie es die Fans lieben.


Tialda hat insgesamt 386 Rezensionen angelegt.


Freizeitpark für Forensiker - Leichen unter freiem Himmel

29.10.2013 Bewertung:  4 mr.matze vergibt 8 von 10 Punkten

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Simon Beckett hat mit seiner Reihe um den forensischen Anthropologen die Bestsellerlisten im Sturm erobert. Und das war bei weitem kein Strohfeuer, denn mittlerweile sind einige Bände um den ruhigen Denker David Hunter erschienen. Nach Chemie des Todes und Kalte Asche ist Leichenblässe der dritte Band der David Hunter-Reihe, die fortgesetzt wurde und noch kein Ende in Sicht zu haben scheint.

 

Früher habe ich die Werke Simon Beckett nicht gemocht. Keine Ahnung, ob es daran lag, dass ich mit Cody McFadyen eher das härtere Trivial-Genre bevorzugte, oder dass mich die ganzen Skandinavier im wahrsten Sinne des Wortes eingenordet hatten, dass ich gar nicht mehr etwas anderes adaptieren konnte. Meine Frau brachte mich erneut dazu einen Beckett in die Hand zu nehmen und das habe ich mittlerweile in allen vier Bänden nicht bereut.

 

Das Problem bei Beckett-Büchern aus der Hunter-Reihe ist der Beginn der Rezension. Denn mit dem Anfang des neuen Bandes muss man immer ein bisschen aufpassen, dass man nicht in bester Spoiler-Manier schon das Ende des zuvor gelesenen Bandes vorweg nimmt. So beginne ich mit der Handlung mal an dem Punkt, als dass unsere Hauptfigur nach einem dramatischen Ende der Geschichte um die „Kalte Asche“ eine Auszeit brauchte. Mittlerweile wieder allein und ohne Drang nach Haus zu müssen, entschloss sich David Hunter auf die so genannte „Body Farm“ zu gehen, einem ziemlich schrägen Freizeitpark für Forensiker, wo Leichen unter freiem Himmel zu untersuchen sind ...

 

In Tennessee trifft Hunter auf der Body Farm auch seinen alten Lehrer Tom Liebermann wieder, dem es gesundheitlich nicht besonders gut geht, der sich aber behände weigert, den Dienst zu einer vorübergehenden Erholungspause mal zu unterbrechen. Und so kommt es wie es kommen musste Eine Leiche mit einer Botschaft, Liebermann nimmt Hunter eigentlich nur für einen kurzen Trip mit zum Tatort und ins Labor ... und schon ist David Hunter mitten drin im nächsten Fall. Der Fall scheint auch zunächst gut voran zu gehen, denn schnell klären sich erste Motive, Identitäten und das Netz scheint sich enger zuzuziehen, doch dann merkt Hunter, dass der Täter ihm näher kommt, als ihm lieb ist und er es sich eigentlich hatte ausmalen mögen. Menschen aus dem Umfeld geraten in Gefahr, kommen den Täter zu nahe und verschwinden schließlich.

 

Hunter scheint gegen Ende auf sich allein gestellt zu sein und muss am Ende ernten, was er mit seinen forensischen Fähigkeiten gesät hat. Zudem spielen Alex Irvings Verschwinden eine Rolle, denn Irving ist eigentlich ein Populärwissenschaftler ersten Ranges, der Hunter versucht den Fall in Minuten zu erklären, aber von Anfang an wohl falsch liegt. Personen tauchen auf, verschwinden und entpuppen sich als Teil eines perfiden Plans ...

 

Simon Beckett hat es wieder einmal geschafft, einen Plot zu inszenieren, der den Leser durchaus zu fesseln vermag. Zunächst wäre da David Hunter. Bekannt aus den ersten zwei Bänden, laboriert er immer noch an dem Seelenschmerz, den er durch den Unfalltod seiner Frau und seiner Tochter vor Jahren erfahren hat. Ferner nimmt der Handlungsstrang den Fall aus dem letzten Buch wieder auf und Hunter wird nicht aufdringlich, aber eindringlich hinsichtlich seines Seelenlebens beschrieben. Das stört erfreulicherweise an keiner Stelle im Buch. Es gliedert sich in die forensischen Untersuchungen, die Spannungsbögen auf einsamen Parkplätzen und den Streitgesprächen mit anderen selbst ernannten Experten relativ unmerklich in die Geschichte ein.

 

Apropos Geschichte. Teilweise muss man schon am Stück lesen um nicht den Überblick zu verlieren. Das ist aufgrund des angenehm lockeren Schreibstils keine große Schwierigkeit, aber die Personen, deren Namen auf einmal auf der Liste längst gestorbener Personen auftauchen, machen es dem Leser nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Neben Hunter sind gerade am Anfang des Buches Alex Irving zu nennen, der Hunter das Leben schwer macht und mit provokanten Thesen über das Motiv des Täters und den Täter selber so sehr auf sich aufmerksam macht, dass er am Ende selbst von der Bildfläche verschwindet. Viel mehr erfährt man da über Hunters Beziehung zu Liebermann, den er schätzt und die ganze Geschichte über mit Sorge beobachtet, da sich Liebermanns Gesundheitszustand zusehends verschlechtert. Freunde und Mitarbeiter Hunters fügen sich angenehm in den Plot ein, werden zu zentralen Personen und werden leise wieder ausgeblendet. Dabei hat der Leser stets das Gefühl, gerade auf dieser Seite etwas verpasst zu haben, hat einen Verdacht und wartet schlussendlich bis zur letzten Seite, dass nicht doch ein entscheidendes Detail wieder zu Tage tritt. Spannung pur, könnte man meinen. Das ist in der Regel auch gut beschrieben, teilweise wirken Dinge aber doch zu konstruiert, einige Hinweise sind von Beckett doch auffällig zufällig hinterlegt, sodass der aufmerksame Leser doch etwas früher als später auf des Rätsels Lösung kommt. Dabei zeigt sich aber Becketts Talent, mit dem Schlussakkord doch nochmals ein Highlight zu platzieren.

 

Was bleibt, sind ziemlich viele Tote auf 415 Seiten, denn bei „Whisper oft he Dead“, so der Originaltitel, nimmt Beckett verdammt viele scharfe Kurven, die den Thriller aber keineswegs aus der Bahn werfen.


mr.matze hat insgesamt 37 Rezensionen angelegt.


 
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