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Der Lustmolch
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Titel:      Der Lustmolch
Kategorien:      Belletristik
BuchID:      1493
Autor:      Christopher Moore
ISBN-10(13):      3442449863
Verlag:      Goldmann
Publikationsdatum:      2001-06-01
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      320
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Drei Dinge ereignen sich in jenem schicksalsträchtigen September in Pine Cove, bevor das Unheil über die kalifornische Kleinstadt an der Pazifikküste hereinbricht Im nahen Atomkraftwerk entsteht ein winziges Leck in der Kühlleitung; Mavis Sand sucht einen Blues-Sänger für ihre Bar; und Bess Leander, Mutter zweier Töchter, erhängt sich. Ersteres führt dazu, daß ein Seeungeheuer zu wahrhaft gigantischen Maßen heranwächst. Zweiteres hat zur Folge, daß sich der alte Blues-Gitarrist Catfish in Pine Cove einfindet. Und der angebliche Selbstmord verursacht der ortsansässigen Psychiaterin folgenschwere Gewissensbisse. Sie befürchtet, mit der großzügigen Verschreibung von Antidepressiva, mit denen sie gemeinsam mit dem Apotheker jahrelang die gesamte Stadt versorgte, des Guten zuviel getan zu haben. Kurz und gut die Einwohner werden auf Entzug gesetzt. Als Nebeneffekt ist eine drastisch erhöhte Libido zu vermelden, die bald zu allerhand Turbulenzen führt. Für Unruhe sorgt allerdings auch das Monster, das durch Catfishs Gitarrenklänge angelockt eines Nachts dem Meer entsteigt - nicht jedoch aus Liebe zur Musik, sondern um Catfish zu verspeisen, mit dem ihn eine ähnliche innige Beziehung verbindet wie einst Ahab mit dem weißen Wal. Das Monster hatte sich vor Jahren einen Freund des Musikers einverleibt, und jenes traumatische Ereignis liegt wiederum Catfishs tief und echt empfundenem Blues zugrunde. An Land verliebt sich das Seeungeheuer in die unkonventionelle Molly Michon, die seinem hartnäckigen Werben nur mühsam widersteht. Als sich dann auch noch die Polizei in das bunte Treiben stürzt, um Bess Leanders Tod zu untersuchen, überschlagen sich die Ereignisse...
   


Rezensionen
Kleinstädter habens in sich

05.08.2010 Bewertung:  4.5 Alien vergibt 9 von 10 Punkten

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In der verschlafenen kleinen Stadt Pine Cove ist nach Ende des Sommers nicht mehr viel los - sobald die Touristen abgereist und die Einheimischen wieder unter sich sind, fällt das kalifornische Küsten-Städchen sozusagen in eine Art Schlaf. Aber nicht in diesem Jahr! Theo, der Constable, fest in der Hand von Sheriff Burton, kümmert sich vorerst um nicht viel mehr als die kleine Haschplantage hinter seinem Haus, aber so nach und nach bekommt er den Kopf frei, denn was in Pine Cove vorgeht, kann einfach nicht normal sein! Ein Seeungeheuer, angelockt vom radioaktiven Ausfluss eines defekten Kernkraftwerks-Kühlrohres, geht in Pine Cove in Land und wird vorübergehend zum Mitbewohner eines Trailer-Parks - als Trailer! Dort findet er seine große Liebe in der Schauspielerin Molly, die wohl nicht alle Tassen im Schrank hat, aber durchaus empfänglich für die Schwingungen des Monsters ist. Von Stund an sieht sie es als ihre Aufgabe an, sich um das Ungeheuer zu kümmern, wozu auch das Füttern gehört... das Verschwinden einiger Einwohner allerdings ruft Theo auf den Plan, der nicht nur mit Molly, sondern auch mit wandernden Ratten, einem sehr nervösen Sheriff und mit dem angeblichen Selbstmord einer angesehenen Bürgerin zu tun hat. Und das alles, ohne ordentlich gekifft zu haben! Und schließlich spielt auch noch ein Bluesman eine wichtige Rolle, der, wie man erfährt, bereits früher mit dem Seeungeheuer zu tun hatte.

Wie soll das bitte gehen? Ein Seeungeheuer und eine Schauspielerin? Das kann doch nichts werden. Doch Molly macht ihre Sache als Beschützerin des Urzeitwesens ganz toll und Moore hat mit Theo, dem kiffenden Constable, Val, der Psychiaterin, der Barbesitzerin Mavis und nicht zuletzt Catfish, dem Bluesman, eine Truppe geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein und unterschiedlichere Ziele nicht verfolgen könnten. Aber dennoch sind sie ein unschlagbares Team. Und das Seeungeheuer? Wird es auch die Menschen des 20. Jahrhunderts überleben oder sind sie sein Untergang? Buch lesen, herausfinden!

Christopher Moore macht süchtig!, steht auf der Rückseite als Zitat der Zeitschrift USA Today. Das kann ich nur bestätigen. Flüssige Erzählweise, ein abartig schwarzer Humor und das Verflechten von scheinbar unmöglich zu verflechtenden Einzelschicksalen macht tatsächlich süchtig. Die meisten werden Christopher Moore als Autor von Die Bibel nach Biff kennen, in denen er die ersten Lebensjahre Jesu, erzählt von seinem besten Freund, schildert. Doch Der Lustmolch steht dem in nichts nach, meiner Meinung nach zieht sich hier Humor sogar noch gleichmäßiger und besser akzentuiert durch den Roman und lässt einem das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht verschwinden.


Alien hat insgesamt 63 Rezensionen angelegt.


 
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