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Johannisbeersommer
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Titel:      Johannisbeersommer
Kategorien:      Belletristik
BuchID:      1400
Autor:      Andrea Israel, Nancy Garfinkel
ISBN-10(13):      3548610196
Verlag:      List Taschenbuch
Publikationsdatum:      2010-07-14
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      432
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Johannisbeersommer
   


Rezensionen
Eine Freundschaft fürs Leben!

19.06.2010 Bewertung:  4 Cornelia Bruno vergibt 8 von 10 Punkten

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Valerie und Lilly waren einst engste Freundinnen, die sich alles anvertraut haben. Ein Streit jedoch, bei dem sich Lilly von Val verraten fühlte, brachte den Bruch. Nun 25 Jahre später versucht Val mittels einer Email wieder Kontakt zu Lilly aufzunehmen. Diese geht darauf ein und so versuchen die beiden Mittels Emails ihrer Freundschaft wieder eine Chance zu geben. Zu Beginn wirken die Mails sehr förmlich, aber mit jeder Mail merkt man etwas mehr Vertrautheit zwischen den beiden grundverschiedenen Frauen. Sie erinnern sich an frühere Zeiten und ihren alten Club. Sie schicken sich Kochrezepte und es scheint, als könnte es funktionieren und sie wieder zueinander finden. Doch dann kommt es erneut zum Bruch...

Es erfolgt ein Rückblick in die Jahre 1964 bis 1973, damals schrieben sich Lillypad und Val Briefe über ihre Probleme, Sorgen, Nöte und Ängste. Und gegen Ende hin erfährt der Leser auch, warum es zwischen den beiden zum Bruch kam.

Der dritte Teil des Buches beginnt mit dem Nachruf an Lilly´s Vater. Dieser Tod lüftet ein großes Geheimnis, mit dem beiden klar kommen müssen. Werden sie es schaffen, werden sie daran wachsen und ihre Freundschaft wiederfinden, oder kommt es nun zum endgültigen Bruch?

Das Buch birgt die Geschichte um eine Freundschaft zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die verantwortungsbewusste und sensible Val sowie die emotionale und lebensfreudige Lilly. Das Buch ist hauptsächlich in Mail- als auch Briefform abgefasst, was mal etwas anderes ist und dem Buch seine typische charakteristische Note gibt. Aufgelockert durch Rezepte, lässt sich das Buch sehr schnell lesen und bleibt interessant. Irritiert hat mich zum Schluss jedoch die Assoziation zum Buchtitel. Ich der Titel so gewählt, weil Johannisbeeren eben nicht nur süß sind sonder eher säuerlich? Ja, ich glaube schon.

Alles in allem sei gesagt, daß es ein sehr schöner Roman ist, der zeigt, was wahre Freundschaft bewirken kann und wie schnell so eine Freundschaft zerbrechen. Darum möchte ich mit einem Zitat enden:

Man kommt in der Freundschaft nicht weit, wenn man nicht bereit ist, kleine Fehler zu verzeihen.
Jean de La Bruyére


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Freundschaft oder Feindschaft?

29.06.2010 Bewertung:  4 roccosmom vergibt 8 von 10 Punkten

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„Keine Liebe, keine Freundschaft kann unseren Lebensweg kreuzen, ohne für immer eine Spur zu hinterlassen.“

-Francois Mauriac-

 

26 Jahre redeten die einst besten Freundinnen Lilly und Val nicht miteinander. Denn einst fühlte sich die eine von der anderen verraten und die Freundschaft zerbrach. Als jedoch Vals Mutter an Krebs stirbt, fasst diese sich im Jahre 2002 ein Herz und nimmt Kontakt zu Lilly auf. Vorsichtig tasten die beiden sich wieder aneinander an. Sie erinnern sich an den Rezeptclub, den sie 1965 gegründet haben. Und der Leser nimmt durch die Briefe und Rezepte, die die beiden sich als Mädchen in den Jahren 1965-1973 geschrieben haben, an deren Leben teil. Erinnerungen an die Familie, Schulzeit, gemeinsame Pläne und Probleme werden wach gerüttelt. Danach gibt es wieder einen Umschwenk auf das Jahr 2002 – und man erfährt ob der damalig Konflikt zu groß war um ihn wieder zu kitten oder ob die Freundinnen endlich wieder zueinander finden.

 

Wie man oben schon gelesen hat, ist „Johannisbeersommer“ ist in drei Teile aufgeteilt. Und zwar beziehen sich der erste und der letzte Teil auf das Jahr 2002, während der zweite Teil die Kinder- und Jugendjahre von 1964-1973 behandelt. Im Postskriptum (Jahr 2003) erfährt man dann noch einmal genau wie sich das Leben der Frauen weiter entwickelt hat.

 

Im gesamten Buch wird dabei deutlich, das die beiden Frauen schon als Kinder nicht unterschiedlicher hätten sein können. Die eine ist eher still, ernsthaft, in sich gekehrt und weiß was sie im Leben möchte – die andere ist flippig, ruhelos, unentschlossen. Doch die tiefe Freundschaft und der Rezeptclub überwinden diese Hürde. Währenddessen merkt man aber immer wieder den unterschwelligen Konflikt der beiden. Als es dann zum Zerwürfnis kommt ist die Freundschaft scheinbar nicht mehr zu retten. Und obwohl die beiden Frauen nichts mehr miteinander zu tun haben wollen, haben sie die ganze Zeit nicht aufgehört über die andere nachzudenken. Eine Freundschaft, deren Wurzeln in der Kindheit liegen, kann man halt nicht so leicht vergessen.

Über die Gefühle und jeweilige Lebenslage von Val und Lill geben auch oft die Rezepte Ausdruck, mit Namen wie „Umwerfende Stampfkartoffeln“, „Broadway Babyrippchen“, „Muntermacher-Brotpudding“ oder auch „Liebeskummer-Lasagne“.

 

Das Cover mit der Schale Johannisbeeren im Vordergrund sieht einfach nur schön aus. Allerdings erschließt sich mir der Romantitel auch nach der kompletten Lektüre des Buches nicht wirklich.

 

„Johannisbeersommer“ hat mir wirklich gut gefallen. Ich habe Val und Lilly auf ihren Lebenswegen gerne begleitet und fand es toll, wie die tiefen Gefühle der Freundschaft und der Liebe beschrieben wurden. Viele Rezepte laden dabei zum nachmachen ein, so das man noch lange etwas von diesem Buch hat. Perfekt für die heißen Sommertage, wie auch für kuschelige Winterabende.


roccosmom hat insgesamt 134 Rezensionen angelegt.


Ein Fehler und seine Folgen

10.11.2010 Bewertung:  3 suse9 vergibt 6 von 10 Punkten

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Wenn ich ein Buch in zwei Tagen durchlese, ist es gut. Bei \"Johannisbeesommer\" trifft dies zu und auch wieder nicht. Das Buch besteht aus e-mails und Briefen, die zwischen zwei Freundinnen ausgetauscht werden. Angehängt sind Rezepte verschiedenster Art, die für die ambitionierte Köchin/Bäckerin interessant sein dürften - für mich nicht.

Val und Lilly waren in ihrer Kinder-/Jugendzeit beste Freundinnen. Doch ein Ereignis bringt Streit, Trennung, Funkstille. Als Val 25 Jahre später ihre Mutter verliert, versuchen beide eine erneute Annäherung.

Beim Lesen der ersten e-mails merkte ich, die Freundschaft, die zwischen den Beiden bestand, war eine ganz besondere. Trotz der unterschiedlichen Charaktere basierte sie auf Verständnis und Vertrauen. Von der ersten Seite war ich gefangen, da auch ich das große Glück habe, eine solche Freundschaft erleben zu dürfen. Das absolut Wichtigste ist neben Zuneigung und Toleranz die Ehrlichtkeit. Es muss also etwas unfassbar Schlimmes geschehen sein, dass Beide 25 Jahre nicht in der Lage waren, zu tolerieren und verzeihen.
Die Autorin führte uns zurück in die Vergangenheit und ließ uns den Briefwechsel der anfangs 12jährigen lesen. Gemeinsam wuchsen wir mit ihnen auf, erlebten Selbstzweifel, Eifersucht aber auch Glück. Diese Korrespondenz war sehr schön zu lesen. Spürte man doch die unterschwelligen Konflikte der Mädchen und ihrer Familien.
Leider flachte die Handlung zum letzten Drittel des Buches ab. Auch die Sprache wurde zunehmend einfacher sowie das Verhalten der jetzt erwachsenen Frauen zickig. Der Anlass des Streites entpuppte sich zwar nicht als Lappalie aber als doch so nichtig, dass eine feste Freundschaft nicht daran hätte zerbrechen können. Dass sie nicht standhielt, zeigte mir, dass sie nicht so intensiv war, wie anfänglich vermutet. Auch das Ende, welches wahrscheinlich wie ein Paukenschlag daherkommen sollte, stellte keine Überraschung dar. Es war vielmehr sehr vorhersehbar. Schade

Für den ersten Teil des Buches würde ich vier für den letzten zwei Sternchen vergeben. Da sich \"Johannisbeersommer\" aber sehr gut liest und ich vielleicht nur zu hohe Erwartungen hatte, vergebe ich drei.


suse9 hat insgesamt 12 Rezensionen angelegt.


 
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