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Leises Gift
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Titel:      Leises Gift
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1220
Autor:      Greg Iles
ISBN-10(13):      3404159675
Verlag:      Bastei Lübbe
Publikationsdatum:      2010-08-24
Edition:      1.
Number of pages:      608
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Leises Gift
Aus der Amazon.de-Redaktion
"Chris Shepard ist entsetzt. Denn die Frau mit dem entstellten Gesicht, die unter dem Vorwand einer Untersuchung in seine Praxis kommt, erzählt dem Arzt eine haarsträubende Geschichte. Seine geliebte Gattin Thora soll ihm nach dem Leben trachten, und zwar nach einer besonders perfiden Methode. Angeblich hat sie sich an einen Scheidungsanwalt gewandt, der die Männer (und vor allem: Frauen) seiner überaus reichen Klienten eines scheinbar natürlichen Todes sterben lässt. Zuerst will Shepard der Frau nicht glauben, zumal Thora plötzlich doch Kinder von ihm haben zu wollen scheint. Aber dann mehren sich die Indizien auf eine Affäre. Und schließlich findet Shepard an seinem Körper auch noch einen Einstich, den er sich nicht erklären kann...

Die Frau, die Shepard helfen will, am Leben zu bleiben, verfolgt ihr Ziel nicht ohne eigene Interessen. Ihr Name ist Alex Morse, beurlaubte und später suspendierte FBI-Agentin, die nach einer erfolgreichen Zeit als Unterhändlerin in Geiselfällen durch privaten Kummer und einen damit verbundenen tödlichen Fehler bei ihrer Arbeit inzwischen ins Abseits geraten ist. Auf dem Sterbebett hat ihr ihre Schwester, die aus heiterem Himmel eine Hirnblutung erlitten hat, anvertraut, dass sie ihren Mann für ihren Mörder hält. Morse beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und kommt einer wahrhaft unglaublichen Geschichte rund um scheinbar perfekte Morde, Intrigen und das große Geschäft mit dem Tod auf die Schliche -- eine Geschichte, die sie selbst fast das Leben kostet.

Leises Gift des in Deutschland geborenen US-amerikanischen Bestseller-Autors Greg Iles beginnt alles andere als leise, sondern fulminant. Das Tempo behält der Thriller bis zur letzten Seite bei. Das liegt vor allem an der psychologischen Figurenzeichnung, bei der das leise Gift des Zweifels und der anschließenden Gewissheit Zeile für Zeile in die Protagonisten träufelt. Über Leises Gift gibt es deshalb kaum etwas zu sagen. Außer: perfekt gebaut, überraschend und überaus lesenswert. -- Stefan Kellerer "

   


Rezensionen
Wenn aus Liebe Hass wird

27.03.2010 Bewertung:  4 KimVi vergibt 8 von 10 Punkten

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Inhalt

 


Dr. Chris Shepard ist mit seinem Leben sehr zufrieden, denn beruflich läuft alles nach Wunsch, finanziell ist er gut gestellt und auch seine Ehe mit der äusserst attraktiven Thora verläuft glücklich und ungetrübt. Obwohl er nicht der leibliche Vater von Thoras Sohn ist, liebt er ihn wie einen eigenen und versteht sich sehr gut mit ihm. Um diesem Familienglück noch die Krone aufzusetzen, versuchen Chris und Thora ein eigenes Kind zu zeugen. Doch als Chris von einer neuen Patientin in seiner Praxis aufgesucht wird, bekommt die Familienidylle erste Risse.

Die junge Frau ist die FBI-Agentin Alex Morse. Sie hat in der letzten Zeit viel einstecken müssen, da ihr Vater getötet wurde und ihre Mutter kurz darauf unheilbar an Krebs erkrankte. Diese Bürde teilt sie mit ihrer Schwester Grace. Gemeinsam versuchen sie der Mutter auf ihrem letzten Weg beizustehen. Trotzdem ist Alex überlastet und deshalb unterläuft ihr bei einer Geiselnahme ein schwerwiegender Fehler, den ein Kollege mit dem Leben bezahlen muss. Deshalb trifft Alex der nächste Schicksalsschlag unvorbereitet und mit äusserster Härte. Denn ein Telefonanruf ruft sie an das Sterbebett ihrer Schwester. In ihren letzten Minuten bittet Grace Alex eindringlich darum, ihren Sohn aus der Reichweite seines Vaters zu bringen. Denn Grace ist fest davon überzeugt, dass ihr Ehemann sie umgebracht hat. Nach dem Tod der Schwester beginnt Alex mit ihren Nachforschungen und stößt dabei auf einen Scheidungsanwalt, der seinen Klienten einen ganz besonderen Service anbietet. Statt sich vor Gericht mit dem lästig gewordenen Ehepartner über das gemeinsame Vermögen und das Sorgerecht für die Kinder zu streiten, sterben die Ehepartner weit vor ihrer Zeit. Die Todesursachen, wie z.B. Schlaganfall, Herzinfarkt oder Lungenemphysem lenken keinen Verdacht auf die Hinterbliebenen. Doch Alex hat auch herausgefunden, dass der größte Teil der Opfer an plötzlich auftretenden und äusserst bösartigen Blutkrebserkrankungen gestorben ist. Bei so einer heimtückischen und qualvollen Todesart fällt mit Sicherheit kein Verdacht auf den trauernden Ehepartner.

Für Dr. Chris Shepard hat die FBI-Agentin keine guten Nachrichten. Denn vor einer Woche hat seine Frau Thora Kontakt zu dem Anwalt aufgenommen und ein zweistündiges Gespräch mit ihm geführt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Chris das nächste Opfer sein wird, ist für Alex Morse denkbar hoch. Deshalb warnt sie ihn und hofft mit seiner Hilfe die Machenschaften des Anwalts zu stoppen. Doch Chris vertraut seiner Frau Thora und kann und will nicht glauben, dass sie ihm nach dem Leben trachtet. Alex Morse bleibt jedoch hartnäckig bei ihrer Theorie und beobachtet den Doktor genau. Tatsächlich gelingt es ihr erste Zweifel in Chris zu wecken...

 

Meine Meinung

 

Ich bin ein großer Thriller- bzw. Krimifan und habe deshalb auch schon einige Bücher von Greg Iles gelesen. Ausschlaggebend für den Kauf waren immer die äusserst spannenden Inhaltsbeschreibungen auf der Buchrückseite. Auch bei diesem Buch weckte der kurze Text mein Interesse. Die Idee, dass ein Scheidungsanwalt einen besonderen Service für seine Klienten anbietet, um sie vor hohen finanziellen Einbußen und Sorgerechtsstreitigkeiten zu bewahren, und deshalb dafür sorgt, dass der lästig gewordene Ehepartner einen unauffälligen Tod stirbt, schien mir eine willkommene Abwechslung im Thriller-Einheitsbrei zu sein.

Die Erzählung startet mit der FBI-Agentin Alex Morse, die sich auf dem Weg zum Totenbett ihrer Schwester Grace befindet. Man erfährt ein wenig über ihren privaten und beruflichen Hintergrund und bekommt einen Eindruck von den Schicksalsschlägen, mit denen sie sich in den letzten Monaten auseinandersetzen musste. Der bevorstehende Tod der Schwester und ihre letzte eindringliche Bitte, trifft sie völlig unvorbereitet. Dass ihr Schwager für den Schlaganfall und damit für den Tod der Schwester verantwortlich sein soll, kann sie zunächst kaum glauben. Trotzdem verspricht sie ihr, der Sache auf den Grund zu gehen und dafür zu sorgen, dass Graces Sohn nicht beim Mörder seiner Mutter aufwachsen muss.

Bereits nach dieser kurzen Einführung fällt es schwer, sich dem spannenden Geschehen zu entziehen. Denn Alex Nachforschungen bestätigen die Vermutung ihrer Schwester und sie findet Hinweise auf die mörderischen Dienste des Scheidungsanwaltes. Da sie dem Anwalt nichts nachweisen kann, hofft sie darauf, das nächste Opfer zu warnen und Beweise für die kriminellen Machenschaften zu sammeln.

Durch geschickte Perspektivenwechsel erhält man einen guten Überblick und kann dem Anwalt und seinem teuflischen Helfer über die Schulter sehen. Ein weiterer Handlungsstrang beschäftigt sich natürlich mit Dr. Chris Shepard, dem wahrscheinlich nächsten Opfer auf der Liste des Anwalts. Obwohl er sich nicht vorstellen kann oder will, dass seine Frau seinen Tod wünscht, sorgen kleine Indizien dafür, dass das Bild der perfekten Ehefrau erste Risse erhält.

Die aufgebaute Spannung ist allerdings nicht durchgehend, da sich die Handlung an vielen Nebensächlichkeiten aufhält und dadurch stellenweise sehr langatmig wirkt. Sicher ist es nicht schlecht einige Hintergrundinformationen zu den handelnden Personen zu erhalten, doch meiner Meinung nach, wären weniger Informationen besser für einen spannenden Handlungsverlauf und die Lesemotivation gewesen.

Die Protagonisten konnten mich ebenfalls nicht komplett überzeugen, da einige Charaktere auf mich sehr unglaubwürdig wirkten. Denn es gibt in diesem Roman selbstlose \"Gutmenschen\", die durch einige ihrer Handlungen schon etwas zu gut und dadurch übertrieben konstruiert wirkten. Auf der anderen Seite ist das personifizierte Böse, in Gestalt eines skrupellosen Forschers, der nahezu unbesiegbar scheint. Auch diese Person wirkte auf mich klischeehaft und überspitzt. Dass der Leichenstapel im Verlauf der Handlung stetig zunimmt, brauche ich sicher nicht extra zu erwähnen.

Dennoch fühlte ich mich insgesamt gut unterhalten, da ich problemlos in die Handlung eintauchen konnte und die Idee sich vorteilhaft vom Thriller-Einheitsbrei abhebt. Für die Längen und die teilweise sehr konstruiert wirkenden Akteure ziehe ich allerdings zwei Bewertungspunkte ab und komme dadurch immer noch auf eine acht Punkte Bewertung.


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