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Der Sünde Sold: Kommissar Dühnforts erster Fall
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Titel:      Der Sünde Sold: Kommissar Dühnforts erster Fall
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1012
Autor:      Inge Löhnig
ISBN-10(13):      3548268641
Verlag:      Ullstein Taschenbuch
Publikationsdatum:      2008-10-09
Edition:      Orig.-Ausg., 1. Aufl.
Number of pages:      432
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
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Beschreibung:      Product Description
Der Sünde Sold Dühnforts erster Fall
   


Rezensionen
Der Sünde Sold ist der Tod- so steht es schon in der Bibel

26.10.2009 Bewertung:  5 111191 vergibt 10 von 10 Punkten

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Pure Idylle in Mariaseeon, einem kleinen, verschlafenen Dorf in Bayern. Dorthin zieht sich Agnes nach einem Schicksalsschlag , der ihre Familie ausgelöscht hat, zurück, dort will sie vergessen und einenNeuanfang wagen. Mariaseeon scheint der richtige Ort dafür.

 

Doch schon kurz nach ihrer Ankunft hat das Böse auch dieses malerische Örtchen heimgesucht. Ein kleiner Junge verschwindet spurlos. Komissar Dühnfort leitet die Ermittlungen und eine fieberhafte Suche nach dem kleinen Buben beginnt. Doch alle Bemühungen scheinen erfolglos und bald hält eine unfassbare Angst das Dorf  fest in seinem Griff.

 

Agnes versucht, dem Tumult zu entgehen und vertieft sich in ihren Alltag. Sie richtet sich häuslich ein, erkundet die Gegend und hält Abstand zu den Bewohnern des Dorfes. Sie möchte nichts mit den aktuellen Ereignisse zu tun haben. Zu schmerzlich sind die Erinnerungen an ihr eigenes Unglück.

 

Eines Tages hört sie auf ihrer üblichen Laufroute ein leises Wimmern. Und findet den verstörten Jungen nackt auf einer Lichtung. Das Dorf atmet auf, ist doch der Junge gerettet. An den Täter denkt in diesem Moment niemand. Doch die Freude hält nur kurz.  Wenig später wird die Kindergärtnerin des Jungen tot aufgefunden. Dühnfort muss sich beeilen den Täter zu finden, bevor dieser weitere Opfer findet.

 

Fazit: ein wahrer Page-Turner. Eine Idylle verwandelt sich in einen Ort des Grauens. Bis zur letzten Seite darf der/die LeserIn mitfiebern, wer der Täter ist. Auch das Motiv bleibt bis kurz vor Schluss unklar. Die Charaktere innerhalb der Geschichte sind ausgereift, entwickeln sich weiter. Emotionale Elemente und eine kleine Romanze lassen sich ebenfalls finden. Ein rundum gelungenes Buch und ein absolut herausragendes Debüt.


111191 hat insgesamt 9 Rezensionen angelegt.


Kommissar Dühnfort ermittelt

26.03.2010 Bewertung:  4.5 KimVi vergibt 9 von 10 Punkten

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Inhalt

 

Agnes Gaudera hat Mann und Tochter bei einem schrecklichen Feuer verloren. Nun wagt sie im im Dorf Mariaseeon einen Neuanfang. Doch zur Ruhe kommt sie auch hier nicht, da sich unmittelbar nach ihrem Einzug die Ereignisse in dem sonst so beschaulichen Ort überschlagen. Ohne eine Spur zu hinterlassen verschwindet der erst fünfjährige Jakob am hellichten Tag. Die sofort eingeleiteten Suchmaßnahmen der Dorfgemeinschaft bleiben ergebnislos. Das Team um Kommissar Konstantin Dühnfort nimmt die Ermittlungen auf, doch gefunden wird Jakob eher zufällig. Denn bei einer ihrer weitläufigen Joggingrunden entdeckt Agnes den gefesselten Jungen auf einem Scheiterhaufen. Dankbar atmet das Dorf auf, doch die Erleichterung ist nur von kurzer Dauer, da schon bald der nächste Entführungsfall den Ort in Aufruhr versetzt. Diesmal findet man nur die grausam zugerichtete Leiche der vermissten Person. Kommissar Dühnfort kommt bei seinen Ermittlungen einem lange gehüteten Geheimnis auf die Spur. Alles deutet daraufhin, dass der Täter ein Mitglied der Dorfgemeinschaft ist. Innerhalb kürzester Zeit schlägt er erneut zu und für Kommissar Dühnfort beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

 

Meine Meinung

 

Dieser Roman ist der Auftaktband einer deutschen Krimiserie um den Kommissar Konstantin Dühnfort und sein Ermittlerteam. Dühnfort stammt aus einer Juristenfamilie, ist aber mit Leib und Seele Ermittler, da ihm Gerechtigkeit sehr wichtig ist. Er ist ein sympathischer Single mit leichtem Bauchansatz und einer Vorliebe für gutes Essen. Bisher hatte er etwas Pech in Liebesdingen, doch die nach Mariaseeon gezogene Agnes Gaudera weckt sein Interesse.

Die eingeflochtene Liebesgeschichte, zwischen dem Kommissar und Agnes Gaudera, ist jedoch nur eine wohldosierte Nebenhandlung des Krimis. Kitsch oder überladene Liebesszenen braucht man hier nicht zu fürchten. Im Vordergrund stehen die Entführungen und die grausamen Strafen, die der Täter den Entführten zugedacht hat. Diese werden zuweilen sehr blutig und ausführlich beschrieben. Insgesamt ist der Krimi aber eher ruhig, was jedoch keinesfalls heißen soll, dass er langweilig ist. Denn das trifft auf dieses Debüt definitiv nicht zu. Durch facettenreiche Erzählstränge gerät man in den Sog der Geschichte, sodass es schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen.

Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Kommissar Dühnforts Person und seine Ermittlungen nehmen natürlich einen großen Teil der Handlung ein. Doch auch Agnes Gaudera ist eine Hauptprotagonistin. Ihre traumatische Vergangenheit, der Versuch ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, ihre Rolle innerhalb der Kriminalhandlung, die Gefühle für Dühnfort und eine lange verdrängte und erschreckende Erkenntnis, füllen einen weiteren Handlungsstrang mit Leben. In einer weiteren Perspektive erhält man einen Einblick in den Hintergrund des Täters, ohne allerdings genau zu wissen, um wen es sich dabei handelt.

Die Personen, ihr Umgang miteinander und ihre Handlungen werden vielschichtig und glaubhaft beschrieben. Dadurch wirken sie sehr lebendig und ihre Handlungsweisen nachvollziehbar und nicht übertrieben konstruiert. Durch die detaillierten, aber keinesfalls ausufernden, Beschreibungen hat man beim Lesen ein idyllisches Bild des Dorfs vor Augen. Wie trügerisch dieser Eindruck ist, zeigt sich im späteren Verlauf der Handlung. Denn in der kleinen Ortschaft geht so einiges vor sich und Schritt für Schritt wird manches Geheimnis zu Tage gefördert. Dabei legt die Autorin geschickt ihre Fährten aus und überrascht durch einige Wendungen. Mit etwas kriminalistischem Spürsinn lässt sich der Täter zwar erahnen, aber ganz sicher kann man sich bis zum Schluss nicht sein.

Das Krimi-Debüt von Inge Löhnig hat mich durch eine spannende Handlung und interessante Nebenhandlungen überzeugt. Die eingeführten Figuren wirkten auf mich sehr sympathisch und deshalb werde ich ihre Weiterentwicklung auf jeden Fall im zweiten Band der Serie verfolgen.


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


Spannender Auftakt einer Krimiserie

21.12.2010 Bewertung:  5 horrorbiene vergibt 10 von 10 Punkten

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Der Sünde Sold ist Inge Löhnings Krimidebüt und der Auftakt einer Serie um Kommissar Dühnfort. In dieser Serie sind bereits erschienen:
1. Teil Der Sünde Sold
2. Teil In weißer Stille
3. Teil So unselig schön (Januar 2011)


Zum Inhalt (Klappentext): Kaum ist Agnes Gaudera in ihr neues Heim in Mariaseeom gezogen, verschwindet ein Junge aus dem Dorf spurlos. Eine Entführung, ein Mord oder ein Unfall? Der Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort führt die Ermittlungen. Trotz fieberhafter Suche bleibt der fünfjährige unauffindbar. Da entdeckt Agnes bei einem ihrer Waldläufe den kleinen Jungen nackt auf einem Holzstoß, äußerlich unversehrt, aber verstört und stumm. Die Suche nach dem Täter und Motiv geht weiter. Es gab keinen Missbrauch. Was also ist der Grund für die Entführung? Und diese seltsame Art und Weise, wie Jakob im Wald zurückgelassen wurde?
Bald darauf erschüttert ein grausamer Mord an Jakobs Erzieherin die kleine Gemeinde. Kommissar Dühnfort erkennt, dass ein Täter sein Unwesen treibt, der in einer Welt religiöser Wahnvorstellungen lebt, die sein Handeln bis hin zum Mord bestimmen. „Denn der Sünde Sold ist der Tod.“ So steht es in der Bibel, und danach meint der Mörder sich zu richten. Aber Sünder gibt es viele...


Meine Meinung: Dieses Krimidebüt kann man als gelungen bezeichnen: Die Autorin schafft es Spannung und eine düstere Stimmung aufzubauen, diese zu halten und nebenbei auch noch Zeit für die Charakterbeschreibung und - bei einer Serie noch wichtiger – Charakterentwicklung der Protagonisten zu finden. Besonders der Hauptermittler Tino Dühnfort war mir von Beginn an sympathisch, da er als ein Mensch mit Ecken und Kanten dargestellt wird. Es werden genügend Details über sein Berufs- und Privatleben geboten, so dass der gesamte Krimi zu einer schönen runden Sache wird.

Besonders schön sind die verschiedenen Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird. Das Dorf Mariaseeon wird dadurch plastisch und wie aus dem Leben gegriffen. Gut ist auch, dass die Identität des Mörders trotz dieser Erzählweise lange unklar bleibt, obwohl es Verdachtsmomente gibt.
Fazit: Der Sünde Sold ist ein spannender Auftakt zu einer Krimiserie um Kommissar Dühnfort, der Lust macht, die anderen Teile zu lesen. Als Auftakt legt die Autorin hier ein besonderes Augenmerk auf die Persönlichkeitsentwicklung Dühnforts und zwischenmenschlicher Beziehungen, ohne das die Haupthandlung in den Hintergrund gerät.

 


horrorbiene hat insgesamt 42 Rezensionen angelegt.


 
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