Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/rezionde/components/com_booklibrary/booklibrary.php on line 2910
Kalix. Werwölfin von London
  Print


Titel:      Kalix. Werwölfin von London
Kategorien:      Fantasy
BuchID:      984
Autor:      Martin Millar
ISBN-10(13):      3596184967
Verlag:      Fischer Taschenbuch Verlag GmbH
Publikationsdatum:      2009-06-02
Edition:      1.
Number of pages:      752
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
KALIX
Aus der Amazon.de-Redaktion
World Fantasy Award-Gewinner Martin Millar hat bereits mit Die Elfen von New York lange vor der mit den Herr der Ringe verursachten Elfenwelle einen bissigen Jetztzeit Fantasy-Roman um gar nicht so elfische Elfen geschrieben - passend, dass er nun mit Kalix. Werwölfin von London eine pelzige Punk-Werwölfin mit komplexen Familienproblemen, sozialen Integrationsdefiziten, Essstörungen und Drogensucht durch seine Heimatstadt London stolpern lässt.

Die noch junge Werwölfin Kalix MacRinnalch fliegt nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit ihrem Vater aus Ihrem Clan und landet auf der Straße! Nicht nur, dass sie nach dem Tod ihres Vaters in die Erbfolgekriege des Clans gezogen wird, sie muss sich in ihrem neuen Alltag auch noch gegen Werwolfjäger wehren - dabei hat sie mit den üblichen Teenagerproblemen der heutigen Zeit schon genug mit sich selbst zu tun!

Urban Fantasy vom Feinsten, die Millar da mal wieder abliefert - bissig, launisch und voller kleiner Geschichten aus dem täglichen Leben einer jungen Werwölfin - Kalix ist das political inkorrekte Gegenstück zu Isabella Swan aus Stepanie Meyers-Biss-Reihe und sie kickt Meyers Kleine "Beiß mich (noch nicht)" ordentlich in den *****.

Ein Jugendroman, ein Erwachsenenroman, vor allem ein Werwolfroman und vor allem überzeugender Lesespaß - Vampire, zieht Euch warm an und sammelt schon mal Blutreserven - Kalix. Werwölfin von London kommt! --textico.de/Wolfgang Treß

   


Rezensionen
Einsames Werwolfmädchen

02.10.2009 Bewertung:  4 silkedb vergibt 8 von 10 Punkten

Userpic

Inhalt:
Kalix MacRinnalch ist 17 Jahre alt und die jüngste Tochter eines mächtigen Werwolf Fürsten. Nach einem Angriff auf ihren Vater ist Kalix auf der Flucht und versteckt sich in London. Von ihrer Familie hat sie nicht viel Unterstützung zu erwarten und besonders ihre beiden älteren Brüder jagen sie.
Unerwartet werden die beiden Studenten Moonglow und Daniel in die Ereignisse hineingezogen als Kalix wieder einmal von ihren Verfolgern gestellt wird. Als nun auch noch Kalix Schwester Thrix und ihre Freundin der Feuergeist Malveria mit von der Partie sind, wird es immer komplizierter hier in Gut und Böse zu trennen. Die Ereignisse überschlagen sich, als der Fürst MacRinnalch verstirbt und seine Söhne beide die Nachfolge antreten wollen. Kalix wird zum heiß begehrten Spielball im Kampf um die Macht und ohne Freunde hat sie keine Chance dies lebend durchzustehen …


Meine Meinung:
\"Kalix Werwölfin von London\" ist für mich ein echter Überraschungserfolg.
Nach den ersten Seiten war ich sehr skeptisch und gelinde gesagt enttäuscht. Das erste Kapitel begann sehr holprig und die Beschreibungen erschienen mir teilweise überflüssig.
Doch so wie auch das Wissen über Kalix hier noch bruchstückhaft war, so entwickelte sich die Geschichte von diesem Zeitpunkt an stetig weiter. Mit neuen Figuren, gewann auch der Text an Intensität und spätestens nach den ersten 100 Seiten hatte mich die Geschichte voll im Griff. Anders als der Titel vermuten lässt, steht für mich hier nicht nur Kalix im Vordergrund, sondern mit ihr die ganzen Nebencharaktere, ohne die wir es hier nur mit einer blassen und formlosen Werwolfgeschichte zu tun hätten. Das Zusammenspiel von Werwölfen und Menschen, ergänzt durch die egozentrische Königin der Hiyasta bringen hier den eigentlichen Spaß beim Lesen.
Kalix selber ist ein Charakter voller Probleme. So macht sie sich durch ihre Unnahbarkeit selber das Leben schwer und ich hege echte Bewunderung, wie es Moonglow und Daniel überhaupt mit ihr aushalten und ihr auch noch ihre Freundschaft anbieten können. Doch dies ist genau eines der Geheimnisse dieses Buchs. Es gibt hier keine echten Helden. Jede der Figuren ragt auf die eine oder andere Art und Weise aus der Menge heraus und das nicht immer im positiven Sinne. Doch die Einfälle mit denen uns Martin Millar hier überrascht und alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammensetzt konnten mich überzeugen.
Loben möchte ich hier auch einmal den Fischer Verlag für das ausgesprochen ansehnliche Titelcover, das vor allem im internationalen Vergleich heraus sticht.
Wie ich auf der Homepage von Martin Millar gelesen habe, arbeitet er bereits an der Fortsetzung von \"Kalix\" und wie mir ein Vögelchen gezwitschert hat, wird eine uns bekannte junge Hiyasta dort eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Ich bin gespannt und freue mich auf die Fortsetzung!


Fazit:
Fang mich wenn Du kannst!


silkedb hat insgesamt 32 Rezensionen angelegt.


Werwolf-Soap

03.02.2010 Bewertung:  2 goat vergibt 4 von 10 Punkten

Userpic

Das Buch kam mir vor wie eine Seifenoper im Fernsehen. Eigentlich möchte es keiner so recht sehen, aber wissen wollen, wie es weitergeht schon...

Ich kann nicht sagen, ob es am Schreibstil von Martin Millar liegt oder ob die Übersetzung so grausam war. Auf jeden Fall ist das Buch sehr einfach geschrieben - fast als ob ein Kind es verfasst hätte. Die ständigen Wiederholungen haben irgendwann auch nur noch genervt.

Unsere  Protagonistin Kalix hat scheinbar sämtliche Probleme dieser Welt angezogen und zu ihren eigenen gemacht. Da wären zum Beispiel: eine Lese-Rechtschreibschwäche, Depressionen, Essstörungen, Ritzen und Drogenmissbrauch. Mit der Treue scheint es in der Geschichte wohl keiner ganz genau zu nehmen und Gefühle kommen leider ein bisschen kurz. Darüber, wie die Feuerkönigin mit ihrer Nichte Vex umspringt, kann ich nur den Kopf schütteln. Aber für die Feuerkönigin habe ich eine kleine Schwäche entwickelt. Sie ist so herrlich melodramatisch.

Aber alles in allem wäre etwas weniger wohl mehr gewesen und ich frage mich, was der Autor mit diesem Buch eigentlich ausdrücken wollte. Eine Kürzung um 250 Seiten hätte diesem Wälzer mit 750 Seiten sicherlich ganz gut getan. Aber immerhin hat mich Herr Millar bis zum Schluss mitgezogen und bei einer Fortsetzung würde ich auch ganz bestimmt nicht nein sagen. Schließlich muss ich doch wissen, wie es mit Kalix und Konsorten weitergeht.


goat hat insgesamt 193 Rezensionen angelegt.


Seichte Jugend-Fantasy

06.06.2010 Bewertung:  2 Toschi3 vergibt 4 von 10 Punkten

Userpic

Kalix, eine junge Werwöflin, muss aus ihrer Heimat fliehen: im Streit hat sie ihren Vater, den Clan-Chef, schwer verletzt. Doch in London hat sie einiges auszustehen: eine Mode-designende Schwester, die sie beschützen soll aber nicht will, musizierende Cousinen, die mit den Werwölfen nicht zu tun haben wollen, Häscher ihrer Brüder, die den Vater rächen wollen, und eine Horde von Werwolfjägern. Das ist der richtige Zeitpunkt, um bei zwei jungen Studenten unterzutauchen.

 

Dieses Buch ist wirklich eine Herausforderung. Auf den ersten 50 Seiten wird man mit gefühlt 1000 verschiedenen Personen überschüttet und richtig warm wird man mit keiner dieser Subjekte. Der Schreibstil des Autors ist gewöhnungsbedürftig: schnelle Szenenwechsel, zu viel oberflächliches Geplänkel, zu viele Handlungsebenen – man kommt sich vor wie in einem 750-seitigen MTV-Video, und dafür bin ich mindestens 20 Jahre zu alt.

 

Nach ungefähr 250 Seiten hatte mich dann aber an die Schreibweise und die Rollen gewöhnt und dann doch bis zum Ende durchgehalten. Fakt ist: das Buch ist ganz nett, Fakt ist aber auch: die nach Angaben des Verlages geplant Fortsetzung werde ich mir sicher nicht antun.

 

Fazit: nettes Fantasybuch für Jugendliche ohne besonderen Tiefgang.


Toschi3 hat insgesamt 81 Rezensionen angelegt.


Werwölfe mit menschlichen Problemen

27.06.2010 Bewertung:  4 KimVi vergibt 8 von 10 Punkten

Userpic

Kalix MacRinnalch ist eine 17-jährige Werwölfin. Sie ist die jüngste Tochter eines mächtigen Werwolf-Fürsten und Vierte in der Erbfolge. Doch Kalix ist auf der Flucht, da sie eine unverzeihliche Tat begangen hat. Sie hat ihren eigenen Vater, den Fürsten, attackiert und schwer verletzt. Besonders Kalix Brüder setzen alles daran, die geächtete Werwölfin aufzuspüren und für ihre Tat zu bestrafen. Doch das sind nicht die einzigen Probleme der jungen Werwölfin, denn sie leidet unter Essstörungen, verletzt sich selbst und kann den Tag nur mit Laudanum überstehen. Kalix vertraut niemandem und verbringt ihre tristen Tage in Einsamkeit. Es scheint also nur eine Frage der Zeit zu sein, bis sie sich selbst zu Grunde richtet oder von den Häschern der Familie aufgespürt wird. Doch dann lernt Kalix die Studenten Moonglow und Daniel kennen. Die beiden verstecken die Werwölfin und suchen in Kalix Schwester Thrix eine Verbündete. Als der Fürst der Werwölfe an den Folgen seiner schweren Verletzung stirbt, überschlagen sich die Ereignisse. Denn ein erbitterter Streit um die Herrschaft entbrennt und der Clan entzweit sich. Kalix gerät zwischen die Fronten und muss sich nicht nur mit der rachsüchtigen Verwandtschaft auseinandersetzen, sondern auch noch die Launen der modesüchtigen Feuerkönigin Malveria ertragen und den Werwolfjägern entgehen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, dem Clan möglichst viel Schaden zuzufügen.

 

Meine Meinung


Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und ist in relativ kurze Kapitel unterteilt. Dabei werden einige Protagonisten in die Handlung eingeführt. Trotz der hohen Anzahl der handelnden Personen, hatte ich jedoch nie das Gefühl die Übersicht zu verlieren. Die Protagonisten und ihre Beziehungen untereinander werden verständlich erklärt. Der Schreibstil ist recht einfach. Der Autor verwendet kurze Sätze und leider kommt es in der Erzählung zu einigen Wiederholungen. Dadurch empfand ich den Anfang etwas zäh und hatte leichte Schwierigkeiten den Einstieg in den Fantasyroman zu finden.

 

Zu Beginn der Handlung lernt man Kalix kennen. Durch ihre Drogensucht, nicht vorhandene Umgangsformen und ihren stark ausgeprägten Egoismus fällt es schwer, Sympathie für die Hauptprotagonistin zu entwickeln.  Da man jedoch nach und nach von Kalix nicht ganz einfachen Jugendjahren und dem rauen Klima im Werwolfclan erfährt, beginnt man langsam ihre Handlungsweise zu verstehen. Die Erzählung wird durch die Feuerkönigin Malveria aufgelockert. Sie lässt ihre Garderobe von Kalix Schwester Thrix entwerfen und will sich in keinem Fall von ihrer schärfsten Konkurrentin, Prinzessin Kabachetka, ausstechen lassen. Da Malveria in ihrem eigenen Reich alle Feinde besiegt hat, ist ihr nun etwas langweilig. Deshalb schaut sie gerne in der Menschenwelt vorbei und schafft es mühelos, dafür die denkbar ungünstigsten Zeitpunkte auszuwählen. Im Schlepptau hat sie dabei ihre fast adoptierte, törichte Nichte Agrivex, der sie ständig damit droht, sie im Vulkan zu opfern. Ausserdem hat Malveria ihren Spaß daran, sich in das Liebesleben der beiden Studenten Moonglow und Daniel einzumischen. Auch die anderen Nebencharaktere und ihre Hintergründe werden detailliert beschrieben, sodass die Figuren lebendig wirken.

 

Die Handlung ist zwar nicht durchgehend spannend, bleibt aber durch die verschiedenen Protagonisten und die unterschiedlichen Schicksale interessant. Durch die kurzen Kapitel, und die damit verbundenen Perspektivenwechsel, wird man zum Weiterlesen verführt, sodass es schwerfällt das Buch aus der Hand zu legen.

 

Dieser Fantasyroman ist sicher keine besonders anspruchsvolle Lektüre. Dennoch konnte er mich durch vielschichtige Charaktere und eine interessante Handlung begeistern. Ich vergebe, trotz meiner Startschwierigkeiten, acht von zehn Bewertungssternen und werde sicher zur Fortsetzung \"Kalix - Fluch der Werwölfe\" greifen.


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


Was sich in London so alles rumtreibt

03.01.2011 Bewertung:  4 antjemue vergibt 8 von 10 Punkten

Userpic

Vorteile: Spannung, Spaß, Gesellschaftskritik
Nachteile: Jäger als Gegner nicht ernst zu nehmen, offene Fragen am Ende

Ich habe ja schon öfter das Glück gehabt, Vorableseexemplare auf diversen Internetseiten zu gewinnen. Doch nicht nur das reizt mich beim Stöbern auf diesen Seiten. So bin ich nämlich – als bekennende Leseratte - auch schon auf für mich interessante Bücher aufmerksam geworden, die ich später selbst kaufte oder mir schenken ließ, wie z. B. „Kalix, Werwölfin von London“ von

Martin Millar.

Über den schottischen Autor konnte ich bei Wikipedia Folgendes (und mehr) nachlesen. Millar wurde 1956 in Glasgow geboren und stammt aus eher ärmlichen Verhältnissen. Nach dem Schulabschluss zog er nach London, wo er noch heute als Single lebt. Bevor er sich ganz dem Schreiben von Fantasy-Literatur widmete, verrichtete er viele „niedere Tätigkeiten“ und arbeitete zuletzt als Verwaltungsangestellter. Er veröffentlicht sowohl unter seinem bürgerlichen Namen, als auch unter dem Pseudonym Martin Scott. Inspirationen für seine Werke fände er – nach eigenen Angaben - in den Kneipen von Süd-London. Im Netz präsentiert er sich auf der englischsprachigen Homepage martinmillar.com.

Die Inhaltsangabe

„London: Werwolf Kalix MacRinnalch streift allein durch die Stadt. Sie hat ihren Vater, den Anführer des Werwolfclans, attackiert – eine unverzeihliche Tat. Nun wird sie nicht nur von mörderischen Werwolfjägern verfolgt, sondern auch von ihren rachsüchtigen Verwandten. Kalix findet jedoch Unterschlupf bei den Studenten Daniel und Moonglow. Diese werden dadurch in einen Konflikt hineingezogen, der vom schottischen Hochland bis nach London reicht - und noch ein paar Dimensionen weiter. Denn die Werwölfe rüsten sich zum Krieg um die Führung des Klans, und Kalix steht im Zentrum des Geschehens…“

versprach mir unterhaltsame Lesestunden, einfach nur zum Abschalten und die Leseprobe (http://www.fischerverlage.de/sixcms/media.php/308/LP_978-3-596-18496-5.pdf) untermauerte dieses Ansinnen. Da ich mich beim Lesen immer mal in der Welt der paranormalen Wesen rumtreibe und dort Werwölfe ganz gern mag, schenkte ich mir dieses Buch zum Nikolaus. Es dauerte dann auch gar nicht mehr lange, bis ich das Buch aus dem SuB befreite.

Werwolf-Teenager

Die 17-jährige Kalix hat Probleme. Sie musste aus ihrer Heimat, einer Burg in Schottland fliehen. Die junge Werwölfin war eigentlich immer schon auf sich allein gestellt. Ihre Eltern der Fürst und die Herrin der Werwölfe kümmerten sich schlichtweg weder um ihr viertes und jüngstes Kind, noch um ihre Ausbildung. Allein streifte sie durch die Burg und sorgte immer wieder für Ärger. Die Bestrafungen waren die einzige Aufmerksamkeit, die sie von ihrer Familie erhielt. Mit 14 verliebte sie sich in Gaiwan, einen jungen, starken Werwolf aus angesehener Familie. Sein einziger Makel, er war nicht ganz reinblütig und damit einer Fürstentochter nicht würdig. Als der Fürst die Affäre entdeckte, verbannte er ihn. Kalix, die darüber außer sich vor Wut war,  griff ihren Vater an und besiegte ihn beinahe.

Nun streift sie ganz auf sich allein gestellt durch London, nächtigt in alten Lagerhallen und träumt sich mit Laudanum aus der Welt. Ein Amulett ihrer Schwester Thrix, einer Werwölfin mit magischen Fähigkeiten, die sich gerade ein angesehenes Modehaus aufbaut und mit ihrer Familie auch wenig am Hut hat, hat sie aus Geldmangel verkauft um an ihre Droge zu kommen. Dieses hatte die Eigenschaft, sie vor jeglicher Entdeckung durch Werwölfe oder Werwolfjäger zu schützen. Ungeschützt, können sowohl die Jäger, als auch ihre Brüder wieder ihre Witterung aufnehmen.

In ihrer menschlichen Gestalt ist Kalix extrem dünn, weil sie seit Gawains Verbannung die Nahrungsaufnahme verweigert. Als Werwölfin dagegen ist sie eine Kampfmaschine. In der Werwolfgestalt kann sie auch nichts gegen die Aufnahme von Nahrung tun. Nur deshalb ist sie überhaupt noch am Leben. Als Kalix tagsüber von einem ihrer Brüder entdeckt wird und fortgeschleift werden soll, wird Daniel, ein Student auf sie aufmerksam. Er verhilft ihr in seinem Auto zur Flucht. Sobald sie sich erst mal in Sicherheit weiß, flieht Kalix auch vor Daniel. Kurze Zeit später stößt Daniel, in Begleitung seiner Mitbewohnerin Moonglowe, wieder auf Kalix. Diesmal ist sie so geschwächt, dass die beiden Studenten sie mit zu sich nehmen. Damit beginnt eine ungewöhnliche, oft von Misstrauen geprägte Freundschaft …

Jugendfantasy mit realen Gesellschaftsproblemen

In einem flüssigen und trotzdem sehr ausschmückenden Schreibstil erzählt der Autor die Geschichte der Werwölfe, die im Grunde genommen sehr menschliche Kämpfe ausfechten. Dabei spricht er auch eine Vielzahl von Dingen an, an denen unsere Gesellschaft krankt. Da sind die extremen psychischen Probleme der von klein auf, von ihrer Familie vernachlässigten Kalix, auf die sie mit Magersucht, Ritzen und Drogen reagiert. Analphabetentum wird angesprochen, Kalix kann kaum lesen und schreiben, dann kommen noch Urheberrechtsverletzungen und Machtkämpfe, die in einen regelrechten Krieg ausarten.

Die von mir oben genannten Figuren sind auch noch lange nicht alle Protagonisten, die in dieser, trotz der ebenso vielen Toten, sehr humorvoll geschriebenen und doch zum Nachdenken anregenden fantastischen Story auftauchen. Denn obwohl man durch den Buchtitel annehmen könnte, dass Kalix die absolute Hauptfigur wäre, ist dem eigentlich überhaupt nicht so. Die „Kinder“ des Werwolfclans und auch deren Mutter, Verasa, die Herrin der Werwölfe, treten ziemlich gleichberechtigt auf. Dazu kommen auf jeden Fall Malveria, die Feuerkönigin, deren Modeschöpferin Thrix ist, ihre Nichte und die beiden Studenten. Die wichtigsten Nebenfiguren sind für mich die beiden Krämer (Vater und Sohn), die sich stets nach dem Wind richten und alle Seiten gern und für viel Geld bedienen. Sie stehen für mich stellvertretend für alle realen Unternehmen, die ihren Profit mit menschlichem Elend und Kriegen machen.

Längen konnte ich bei dem Buch eigentlich keine feststellen. Trotz der Vielzahl an Protagonisten (alle habe ich nämlich immer noch nicht erwähnt – aber ihr wollt ja auch noch was zu entdecken haben), schafft es Millar diese eigentlich immer situationsbezogen und ohne weitschweifende Erklärungen einzuführen. Außerdem nutzt er das Switchen zwischen verschiedenen Schauplätzen für den Erhalt des Spannungsbogens. Die Spannung an sich bringen natürlich die Kämpfe des Werwolfclans, in dessen Zentrum Kalix immer wieder und eigentlich ungewollt gerät. Für Humor sorgt vor allem die Feuerkönigin. Diese treibt, mit ihrem nervenden Modefimmel und ihrem Unverständnis für viele eigentlich alltägliche Situationen, ihre Mitprotagonisten stets und ständig fast zur Verzweiflung. Als Leser dagegen, kann man diesen Slapsticks oft nur mit einem Auflachen begegnen.

Einzig die Werwolfjäger sind für mich in dem Buch ein bisschen zu kurz gekommen. Bis auf wenige Ausnahmen wurden die Werwölfe eigentlich immer so spielend mit denen fertig, dass ich sie als Gegner gar nicht ernst nehmen konnte. Nach dem Showdown und am Ende des Buches bleibt auch noch eine Reihe von Fragen offen.

Das Buch an sich wurde in 236 Kapitel eingeteilt, die dadurch immer sehr kurz ausfielen. Dies hatte für mich wieder Vor- und Nachteile. So konnte man einerseits für anstehende Aufgaben im Haushalt das jeweilige Kapitel ohne großartigen Zeitverlust getrost noch zu Ende lesen. Andererseits war es besonders kurz vor dem Schlafen gehen auch wieder verführerisch, doch noch ein weiteres Kapitel zu lesen, bevor das Licht ausging.

Alles in Allem hat mir das Buch aber genau das gebracht, was ich mir von ihm erwartete. Spannung, Spaß und Unterhaltung. Die offenen Fragen wird hoffentlich das Folgebuch mit dem Titel „Kalix, Fluch der Werwölfe“ klären, welches im Jahr 2010 ebenfalls bei Fischer erschienen ist.

Fischer Taschenbuch Verlag 2009
Übersetzung: Eva Kemper
ISBN 978-3-596-18496-5
752 Seiten
Als Taschenbuch für 9,95 EUR überall im deutschen Buchhandel erhältlich.


antjemue hat insgesamt 45 Rezensionen angelegt.


Kalix - Werwölfin von London

30.11.2011 Bewertung:  1 Themistokeles vergibt 2 von 10 Punkten

Userpic

Inhalt: Die junge Werwölfin Kalix entstammt dem herrschenden Clan der Werwölfe, da sie jedoch ihren Vater und Fürsten angegriffen hat, wurde sie aus dem Clan verbannt und lebt seitdem in London. Dort lebt Kalix auf der Straße und wird von depressiven Anfällen geplagt, nimmt Drogen, isst nichts und wird von Mitgliedern ihrer eigenen Familie sowie von Werwolfjägern verfolgt. Die einzige Möglichkeit sich zu schützen, hatte Kalix durch ein Amulett, das sie von ihrer Schwester Thrix hatte, jedoch verkaufte sie es für weitere Drogen. Als zwischen den Werwölfen eine Fehde um die Nachfolge als Fürst zwischen den beiden Brüdern von Kalix aufkeimt, wird auch sie mit in diese hineingezogen. Unerwartete Unterstützung erhält Kalix durch die Studenten Daniel und Moonglow, auf die sie zufällig trifft und die ihr aus unerfindlichen Gründen helfen. Auch Thrix bekommt wieder mehr mit Kalix zu tun, jedoch hat sie dafür eigentlich gar keine Zeit, da sie Kleider für Malveria, eine launische, modebessesene Feuergöttin, entwerfen muss.

Meinung: Die Geschichte um Kalix wird einem auf über 700 Seiten in über 200 Kapiteln erzählt und während man sie liest hat man das Gefühl, dass sich einfach alles wiederholt und eigentlich keine richtige Storyline hinter der Geschichte steht. Hauptsächlich geht es allein darum, wie schlecht sich Kalix fühlt und ihre psychischen Probleme durch Drogen, Selbstverletzung und Magersucht in den Griff zu bekommen. Auch wenn sie durch das Verhalten immer fertig aussieht erzählen ständig alle, dass sie wegen ihrer langen Haare ja so schön sein, was mich beim Lesen deutlich irritiert hat, denn niemand macht wirklich etwas gegen die Probleme und versucht wirklich zu helfen. Es wirkt eher so, als wäre ihr Verhalten im Allgemeinen akzeptabel. Zudem wird einem vermittelt, dass der Glaube, dass Sex die Lösung aller psychischen Probleme ist und es einem danach immer besser geht, auch eindeutig propagiert. Auch das fand ich eindeutig ziemlich komisch.
Neben diese Dingen geht das Buch hauptsächlich nur noch auf die Kleidersucht von Malveria ein, sodass nur von ihre Kleidung, ihr Verzweifeln über nicht perfekte Kleidung und diverse Zusammenbrüche weil die Kleidung nicht fertig wird oder ähnlichem erzählt wird. Die eigentliche Geschichte um die Fehde zwischen den Werwölfen bleibt einfach nur flach und hätte locker in 200 Seiten abgehandelt werden können und wäre deutlich interessanter als die immer wiederkehrenden Lamentationen über Kleidung und psychisch gestörte Werwölfin. Die ganzen Charaktere bleiben ebenso flach wie die Haupthandlung und man fragt sich irgendwann wirklich, wie der Autor darauf gekommen ist, ein Buch mit so wenig Handlung zu schreiben. Manche Charaktere sind vom Grundgedanken sehr interessant, jedoch entwickelt sich keiner der Charaktere und es gibt zudem noch so viele Nebencharaktere, bei denen man sich auch die Frage stellen kann, wozu die gut sein sollten.
Man könnte es noch als annehmbares Jugendbuch sehen, würden nicht das vollkommen normal sein von Kalix vielen Problemen und zudem Sex als Lösungsmittel aller Traurigkeit propagiert werden, so jedoch finde ich das Buch sowohl als Jugendbuch, als auch als Buch für Erwachsene deutlich ungeeignet, da weder Story noch ein Appell vermittelt werden.


Themistokeles hat insgesamt 66 Rezensionen angelegt.


Fesselnder Roman um durchgeknallte Werwölfe

25.01.2012 Bewertung:  3.5 killerbiene75 vergibt 7 von 10 Punkten

Userpic

Kalix tötet den Clanführer, ihren Vater und verschwindet dann. Sarapen hätte eigentlich den Platz des Fürsten übernehmen können, wenn da nicht seine Mutter gewesen wäre, die alles daran setzt Markus an die Macht zu bekomme. Dann sind da noch die drogensüchtige Kalix, die sich vor allen versteckt, eine modesüchtige ausgeflippte Feuergöttin, die ungewöhnlicherweise mit der Modedesignerin Thrix befreundet ist. Und die Zwillinge vom Clan sind völlig durchgeknallt und versuchen eine Band auf die Beine zu bekommen, wo sich dann Veresa für einsetzt und Dominil bittet sich um die Zwillinge zu kümmern, die dann eventuell für Markus stimmen würden. Ein spannendes Spiel um die Stimmen für die Fürstenwahl wird entfesselt.


Wertung
Die Charactere sind so unterschiedlich wie sie nur sein können. Die Protagonistin Kalix ist Drogenabhängig und versucht sich wieder in einer normales Leben einzugewöhnen. Dann gibt es noch genügend andere Charactere, von denen auch wieder jeder seine speziellen Eigenheiten hat, was den Roman zu einem sehr Interessanten und packenden Roman macht. Die Handlung ist flüssig geschrieben und immer wieder geschieht etwas, was nicht voraus zu sehen ist. Auch das Ende ist nicht wirklich voraussehbar und fordert geradezu eine Fortsetzung, auf die man allerdings erst noch eine Weile warten muss. Allerdings ist es schade, dass noch so viele Fragen offen bleiben. Auf jedenfall ist es eine Werwolfsgeschichte aus unserer Zeit wo die Mode eine nicht unerhebliche Rolle spielt und die Charaktere sich um die Macht streiten, einige Morde passieren und die Werwölfe sich nicht nur genenseitig bekriegen, sondern auch noch zusätzlich von Werwolfsjägern mit einem magischen Messer gejagt werden. Dadurch wird die Geschichte sehr einfallsreich und noch spannender, was es fast unmöglich macht das Buch zur Seite zu legen. Um so schlimmer ist es, wenn das Buch dann mit einem offenen Schluss endet.


Fazit

Wenn es bald eine Fortsetzung gibt, dann bin ich begeistert, aber leider sind meiner Meinung noch zu viele Sachen ungeklärt und ich will unbedingt wissen wie es weitergeht. Eine tolle, wenn auch weniger anspruchsvolle Geschichte,. Aber dennoch super spannend und reizvoll. Ich kann es jedem empfehlen, der auf die Fortsetzung warten kann.


killerbiene75 hat insgesamt 17 Rezensionen angelegt.


 
Joomla templates by a4joomla