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Ein makelloser Tod: Roman
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Titel:      Ein makelloser Tod: Roman
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      921
Autor:      P. D. James
ISBN-10(13):      3426198460
Verlag:      Droemer
Publikationsdatum:      2009-05-05
Edition:      Hardcover
Number of pages:      560
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Die bekannte und gefürchtete Enthüllungsjournalistin Rhoda Gradwyn hat sich in ihrem Leben mehr Feinde als Freunde gemacht. Als sie nach einer Schönheitsoperation erwürgt in ihrem Krankenhausbett aufgefunden wird, nehmen Commander Adam Dalgliesh und sein Team die Ermittlungen auf. Auch wenn sie den Mörder unter den wenigen Angestellten der Klinik vermuten, kommen sie bei ihrer Suche nur langsam voran. Erst ein weiterer Todesfall führt sie schließlich auf die richtige Spur.

Mit Ein makelloser Tod hat der Leser wieder eine typische P. D. James vor sich. Ausführlich entwickelt die inzwischen 89-jährige Queen of Crime die Vorgeschichte des Mordes. Auch wenn der Leser bereits im ersten Satz des Romans erfährt, dass Rhoda Gradwyn sterben wird, so vergehen bis zur Schilderung der Tat 140 Seiten, auf denen das Opfer und die Begleitumstände des Mordes präzise beschrieben werden. Daneben erfährt der Leser zahlreiche Details über die idyllisch gelegene Privatklinik Cheverall Manor und deren Bewohner, die mit ihren Fehlern und Schwächen sehr realistisch und ungeschminkt dargestellt werden. Echte Sympathieträger sucht man vergebens. Auch wenn sich die Geschichte nur langsam entwickelt, so versteht P. D. James es doch, auf äußerst subtile Art und Weise Spannung zu erzeugen und den Leser in ihren Bann zu ziehen. Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen bevor das Rätsel gelöst ist.

P. D. James, deren erster Dalgliesh-Krimi bereits 1962 erschien, schreibt in bester englischer Tradition und gilt zu recht als Nachfolgerin von Agatha Christie und Dorothy Sayers. Ihre Romane bestechen durch detailgetreue Beschreibungen, Erzählfreude, sorgfältige Charakterzeichnungen und psychologischen Tiefgang. Spannungsgeladene Szenen und temporeiches Erzählen dagegen sucht man vergeblich. So ist die Lektüre von Ein makelloser Tod allen Fans des ruhigen britischen Kriminalromans sehr zu empfehlen. -- Alexandra Plath

   


Rezensionen
schöner Krimi

26.07.2009 Bewertung:  4 Maren vergibt 8 von 10 Punkten

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Mit vierzehn wird Rhoda durch ihren betrunkenen, jähzornigen Vater im Gesicht verletzt. Die Narbe bleibt und aus Rhoda wird eine starke, selbstbewusste Frau, die als Journalistin der Schrecken von jedem ist, der mit ihr zu tun hat. Lebt Rhoda doch von dem Unglück anderer Menschen und hat keine Skrupel, auch Dinge ans Licht zu bringen, die die betreffenden Personen lieber nicht öffentlich gemacht hätten.
An ihrem siebenundvierzigsten Geburtstag beschließt Rhoda, die Narbe entfernen zu lassen und geht zur Voruntersuchung bei dem bekannten Schönheitschirurgen George Chandler-Powell, der eine eigene, sehr exklusive Privatklinik betreibt. Denn Anonymität ist Rhoda natürlich sehr wichtig. Die Voruntersuchung verläuft gut, sie bekommt einen baldigen Operationstermin und die Narbe wird beseitigt. Alles hat laut des Chirurgen bestens geklappt, doch als Rhoda aufwacht und noch im Nebel der Narkose ist, bemerkt sie, wie sich jemand ihr nähert. Das ist dann auch das letzte, was sie mitbekommt, denn dieser jemand erdrosselt sie.
Commander Adam Dalgliesh und sein Team machen sich an die Ermittlungen. Verdächtig ist auch ein alter Freund von Rhoda, hat sie diesen doch ziemlich großzügig in ihrem Testament bedacht. Alle Spuren weisen darauf hin, dass er es war – aber dann wird er tot in der Gefriertruhe gefunden. Ein weiterer Mord – oder nur ein tragisches Unfall? Vielleicht auch ein Selbstmord, weil er es doch war?
Dalgliesh ermittelt weiter und stößt dabei auf einige Ungereimtheiten. Entschlossen, herauszufinden, was wirklich geschah, sucht er nach weiteren Spuren und verhört den bald schon kleiner werdenden Kreis der Verdächtigen.

P. D. James hat eine wunderbare Art zu erzählen. Ihre Figuren kommen glaubwürdig rüber. Sie gibt Hinweise, ohne dem Leser eine Meinung vorzugeben, so dass man wirklich gut selbst mitraten kann, wer nun der Täter – oder die Täterin – war. Mir hat dieser Roman ausgesprochen gut gefallen. Zwar hat er am Anfang hin und wieder mal ein recht ruhiges Stück, aber auch diese Passagen sind wichtig für die Handlung.
Die Morde selbst sind nicht detailliert beschrieben, auch ansonsten baut sie sehr gut Spannung und Atmosphäre auf, ohne dabei in blutige Einzelheiten zu gehen, was das Lesen sehr angenehm macht. Die Auflösung und Erklärung des Motivs fand ich sehr gelungen.

Obwohl es der 14. Band der Adam Dalgliesh-Reihe ist, kann man ihn gut ohne Vorkenntnisse der anderen Bände lesen.


Maren hat insgesamt 176 Rezensionen angelegt.


 
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