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Comic/Manga: Asterix 36: Der Papyrus des Cäsar
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Titel:      Asterix 36: Der Papyrus des Cäsar
Kategorien:      Comic/Manga
BuchID:      10701
Autor:      Jean-Yves Ferri, Didier Conrad
ISBN-10(13):      3770438906
Verlag:      Egmont Comic Collection
Publikationsdatum:      2015-10-22
Edition:      1
Number of pages:      48
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3.5 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Bilder zum Verlieben, Story eine mittelprächtige Affäre

30.10.2015 Bewertung:  3.5 ragantanger vergibt 7 von 10 Punkten

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Unweigerlich werden beständig Vergleiche gezogen zwischen den alten Asterix-Comics und den neuen von Ferri und Conrad. Das ist zwar nicht fair, aber die einzige Möglichkeit den Fans der Serie gerecht zu werden. Der erste neue Band aus dem Jahr 2103 war mittelprächtig, der aktuelle ist gut, aber nicht sehr gut. Dazu fehlt es der Story an ausgeklügelter Tiefe, an Überraschungsmomenten und an vor allen Dingen an ausgefeilten Charakteren.

Die Idee ist hervorragend und verknüpft aktuelle Themen wie Wissensgesellschaft, Nachrichten im Überfluss und vor allen Dingen die Vortäuschung falscher Tatsachen. Cäsars berühmte Schrift "Der gallische Krieg" enthielt nämlich ursprünglich ein Kapitel über die unbeugsamen Gallier, welches nun weggelassen worden ist und auf abenteuerliche Art und Weise in die Hände eben jener berühmten Gallier fällt. So entwickelt sich eine Schlacht um die schriftstellerische Wahrheit, die logischerweise mit siegreichen Galliern und einem Schmaus am Lagerfeuer endet.

Was überaus hervorragend gelungen ist, sind die Zeichnungen von Conrad. Er muss sich nicht hinter Uderzo verstecken. Ganz im Gegenteil. Seine Fähigkeit zur atmosphärischen Dichte konnte man schon bei den Pikten beobachten. Sie hat hier noch einmal an Fahrt aufgenommen. Die Bilder des Karnutenwaldes sind eine Augenweide und das Highlight des Bandes. Ebenso die in jedem Panel ausgeklügelten Feinheiten und liebevollen Anspielungen. Vielleicht, so könnte man argumentieren, liegt diese besondere Qualität daran, dass der Vater der Zeichnungen Uderzo aktuell den Nachfolger unterstützen kann. Die gleiche Möglichkeit hat der Texter leider nicht und so sind dessen Witze okay, dessen neuen Namensgebungen manchmal witzig, manchmal aber auch übertrieben. Dem ganzen Werk würde eine kleine Prise prosaischer Power gut tun. Kann ja noch werden. Am besten aber nicht erst wieder in zwei Jahren, denn so lange musste man nun warten.

Fazit: Die Bilder sind besser als je zuvor, die Story ist von der Idee her auch toll, hapert aber ein wenig an der Umsetzung. Dennoch sicher einer der besten Bände in der Post-Gosciny-Ära, aber an die alten Klassiker mit einer Story, die auf jeder Seite in den Bann zog (Die goldene Sichel, Der Kupferkessel, die Legionärsausbildung) kommt es (noch) nicht heran.


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