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Biografie: Crazy: Roman
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Titel:      Crazy: Roman
Kategorien:      Biografie
BuchID:      281
Autor:      Benjamin Lebert
ISBN-10(13):      344254159X
Verlag:      Goldmann
Publikationsdatum:      2001-07-01
Number of pages:      960
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

2.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Verwirrungen des Zöglings Lebert
"Literatur", so meint einer der jugendlichen Helden in Crazy, dem ersten Roman des 17jährigen Benjamin Lebert, "Literatur ist, wenn du ein Buch liest und unter jeden Satz ein Häkchen setzen könntest -- weil es eben stimmt". Unterzieht man Leberts Debüt dieser Prozedur, so fallen die zustimmenden Häkchen spärlich aus. Crazy kommt daher wie eine "Wilde Herzen"-Adaption jener Schul- und Pubertätsgeschichten, die seit dem Anfang des Jahrhunderts in deutscher Sprache geschrieben wurden: Die traurige Jugend des Hanno Buddenbrock gehört ebenso hierher wie Hermann Hesses Unterm Rad, Wedekinds Frühlings Erwachen oder Die Verwirrungen des Zöglings Törleß, der Erstling des -- immerhin 26jährigen -- Robert Musil.

Im Unterschied zu Musil, der seine autobiographische Handlung in die Fin-de-siècle-Atmosphäre eines hochadligen Konvikts verlegt, führt uns Crazy in eines jener Privat-Institute, in denen heutzutage die am öffentlichen Schulsystem gescheiterten Sprößlinge besserverdienender Eltern zum Abschluß geführt werden. In einem Internats-Schloß, das ausgerechnet Neuseelen heißt, soll der einzelgängerische Ich-Erzähler Benni -- von Geburt an mit einem Halbseitenspasmus gezeichnet -- die achte Klasse wiederholen und womöglich das Abitur bestehen. Daraus wird allerdings nichts: Statt zu silentium und "Hausaufgaben-Anfertigungsstunde" zieht es Benni und seine neuen Freunde zu Bier, Playboy-Heften und in den nächtlichen Mädchentrakt; die heimliche Reise nach München endet gar auf der Bühne eines Strip-Lokals. All das eher ein Fall fürs Jugendamt und literarisch nicht eben aufregend.

Was aber erfahren wir über den tatsächlich schwierigen Job des Erwachsenwerdens, und wie sehen wir die Welt der Erwachsenen mit den Augen des 16jährigen Helden? Wer sich durch Passagen ungefilterter Tagebuch-Prosa voller Weltschmerz und Kleiner-Prinz-Weisheiten gearbeitet hat, reibt sich hin und wieder doch die Augen: Lebert kann genau beobachten und nüchtern eine Welt protokollieren, in der die vom Vater geliebten Rolling Stones nurmehr "eine Rockgruppe aus vergangener Zeit" sind. Ob die Gnade der späten Geburt allein ausreicht, das verrückte Lebensgefühl der Post-MTV-Generation authentisch zu beschreiben, darf nach der Lektüre von Leberts Buch bezweifelt werden. --Niklas Feldtkamp

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Rune vergibt 8 von 10 Punkten

UserpicLiteratur", so meint einer der jugendlichen Helden in Crazy, dem ersten Roman des 17jährigen Benjamin Lebert, "Literatur ist, wenn du ein Buch liest und unter jeden Satz ein Häkchen setzen könntest -- weil es eben stimmt".
Und genau das hat Benjamin Lebert in seinem Erstlingswerk geschafft. Erstaunlich uneitel erzählt Banjamin von den typischen Sorgen des Erwachsenwerdens, vom ersten Mal und von Eltern und anderen Erwachsenen, die für all diese Probleme scheinbar kein Verständnis haben.
Auch wenn die Geschichte an sich nicht immer ganz authentisch wirkt, reizt Benjamins ungewöhnlicher Stil dazu, immer weiter zu lesen.
Besonders gefallen hat mir, das nicht nur von den tollen Seiten der Jugend erzählt wird, sondern auch von Niederlagen und Sorgen, die jeder von uns in seiner Jugend erlebt hat.
Vielleicht kein Buch für Mamas und Papas, aber ganz sicher eines für Jugendliche, die sich ähnlich wie Benjamin durch die Pubertät schlagen müssen.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3 Anonym vergibt 6 von 10 Punkten

Userpic"Crazy" ist ein Jugendroman von Benjamin Lebert. Es geht um eine Gruppe von Internatsschülern, die alle komische Besonderheiten haben und sich im Laufe des Buches die Frage stellen: "Was ist das Leben". Sie haben ihre jeweiligen Probleme zu überwinden und mit dem Erwachsenwerden zurechtzukommen.

Der 16jährige Benni ist gerade neu im Internat angekommen und will hier seine Leistungen in Mathe endlich verbessern. Er sieht keine große Hoffnung darin, seine Eltern schon. Benni hat einen Halbseitenspasmus auf der linken Seite seines Körpers, dies bedeutet dass die Funktion dieser Seite stark eingeschränkt ist und er seinen linken Arm und sein linkes Bein kaum bewegen kann.

Schon in den ersten Wochen zeigt sich, dass es in Mathe auch hier nicht bergauf gehen wird, da sein Lehrer ihn anscheinend nicht sonderlich gut leiden kann.

Aber Benni hat ganz andere Sorgen, denn um ihn herum geht es nur noch um Mädchen. Er findet schnell eine feste Clique, mit dessen Mitgliedern, wie seinem Zimmerkameraden Janosch, dem dicken Felix und dem dünnen Felix, welcher auch neu auf der Schule ist, dem kleinen Florian, welcher von den anderen liebevoll "Mädchen" genannt wird und dem stillen Zwölftklässler Troy, der ein verrücktes Erlebnis nach dem anderen erlebt.

Es ist ein interessantes und teilweise auch spannendes Buch, welches sich gut zum Vergleichen des eigenen Verhaltens und Denkens eines Jugendlichen eignet.

Doch unterhalten sich die Romanfiguren über Themen, die einige von uns im realen Leben schon vor dem 16. Lebensjahr mit Freunden mehrmals ausdiskutiert haben. Viele Vergleiche die in den Diskussionen der 6 Hauptpersonen vorkommen bringen den Leser eher zu einem Lächeln anstatt ihn zum Nachdenken anzuregen.

Der Schreibstil des Autors, welcher im Präsens stattfindet, gibt dem Leser das Gefühl die gesamten Geschehnisse vor Ort mitzuerleben. Wahrscheinlich lässt gerade dies die Spannung aufsteigen, auch wenn es keine besonderen Höhepunkte im Buch gibt.

Es ist ein sehr kurzer Roman, der im Grunde gut das Denken der meisten Jugendlichen beschreibt, es aber zu oberflächlich angeht und auch ein wenig ins Lächerliche zieht.

Ein Erwachsener der letzten Generationen der keine eigenen Kinder hat und sich in unsere Generation nicht hinein versetzen kann, könnte anhand dieses Buches leicht ein oberflächliches und auch negatives Urteil über die Jugend Deutschlands in diesen Tagen fällen.

Die Gefühle und Gedanken der Hauptfigur Benni werden jedoch sehr gut und ausführlich und vor allem auch nachvollziehbar beschrieben. Es ist ein leicht verständliches Buch, welches zum größten Teil auch gut die Sprache der Jugend wiedergibt.

Auch dass Themen wie Homosexualität ins Lächerliche gezogen werden kann ein Leser im Alter von 12 bis mindestens 17 Jahren gut nachvollziehen.

Ich empfehle das Buch auf jeden Fall denjenigen die sich noch nie Gedanken über das Leben gemacht haben, denn für diese kann "Crazy" sicherlich ein guter Ansporn sein auch einmal über den Sinn des Lebens nachzudenken. Auch denjenigen die Behinderte ins Lächerliche ziehen kann dieses Buch eine Einsicht bieten indem man sich in ein leicht behindertes Kind gut hineinversetzen kann durch die genauen Beschreibungen der Gefühle der Hauptfigur. Für mich ist dieses Buch jedenfalls nicht wirklich geeignet. Ich bin nicht schlauer daraus geworden und habe auch keine neuen Ansichten über das Leben darin entdeckt, wahrscheinlich deshalb weil die Art wie dieses sicherlich wichtige Thema im Buch besprochen wird für mich schon einige Jahre alt ist und man mit der Zeit zu neuen und tiefgründigeren Ansichten kommt.


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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  0.5 Anonym vergibt 1 von 10 Punkten

UserpicSchlimm, schlimm...

Die Autobiografie (auch wenn man es sich nicht vorstellen kann, so etwas wie in dem Buch dargestellt, passiert anscheinend wirklich!!!)erzählt die Geschichte des sechzehnjährigen Benjamin Lebert, halbseitig gelähmt und zu blöd, um die 8. Klasse zu bestehen. Er kommt an ein Internat, dessen Name so unwichtig war, dass ich ihn nach dem ersten Lesen wieder vergessen habe.

Seine Schwester ist eine Lesbe (ist in dem Buch zwar nicht von Belang, aber was solls, man kann ja immerhin ein paar Klischees mehr einbauen, damit es interessanter erscheint... doch nicht einmal das will dem Autor gelingen).

Am Internat angekommen stellt er fest, dass er nicht fähig ist, ein Geodreieck zu halten (schön und gut, aber warum geht er dann nicht auf eine behindertengerechte Schule?) und beginnt mit seinen Freunden ein aus Alkohol, Zigaretten und Sex bestehendes Leben. Nebenbei versucht Benjamin über das Leben zu philosophieren (wobei ich ab dieser Stelle langsam die Möglichkeit in Betracht gezogen habe, nicht auch so ein primitives Buch zu schreiben, weil das anscheinend bei den Lesern ankommt).

Das er am Schluss genauso weit wie am Anfang ist, scheint nicht weiter von Bedeutung. Und bei Malen (oder wie die heißt) kommt er auch nicht weit.

Alles in allem: ich fand das Buch kein bisschen lesenswert, hätte es nach der ersten Seite auch weggelegt, hätte mich eine gewisse Institution namens Schule (insbesondere mein inkompitenter Deutschlehrer) nicht dazu gezwungen.

So musste ich knappe 175 Seiten die perversen Gedanken dieses... MENSCHEN ertragen, wobei der einzige Spannungsbogen darin besteht, dass man herausfinden möchte, ob es eigentlich noch "crazier" wird.

Auf die Frage hin, ob dieses Buch Jugendliche interessieren dürfte: Ich glaube mal, nur solche, deren Seelenverwandter Benjamin Lebert heißt. Ich persönlich (vielleicht hat unser Lehrer jedoch lediglich die Lektüre für 15-jährige falsch ausgewählt) finde es schlimm, dass heutzutage an so einer sich dahinziehenden, langweiligen Story festgehalten wird, wo es doch viel Interessanteres auf dem Buchmarkt zu lesen gibt.

3 Gründe dieses Buch nicht zu lesen:

  • dir geht keine wichtige Lektüre verloren
  • du musst dich nicht durch 175 Seiten dieses "Mistes" kämpfen
  • und "crazy" wird man sowieso schon nach den ersten paar Seiten

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