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Belletristik: Alle sieben Wellen: Roman
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Titel:      Alle sieben Wellen: Roman
Kategorien:      Belletristik
BuchID:      351
Autor:      Daniel Glattauer
ISBN-10(13):      3552060936
Verlag:      Deuticke im Zsolnay Verlag
Publikationsdatum:      2009-02-04
Edition:      25
Number of pages:      224
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
ALLE SIEBEN WELLEN
Aus der Amazon.de-Redaktion
Zuerst die gute Nachricht: Emmi und Leo sind wieder da! Und jetzt die schlechte Nachricht: Es sieht so aus, als wäre ihre zauberhafte Geschichte mit diesem Band zu einem endgültigen Ende gebracht. Obwohl – man weiß ja nie ...

Aber der Reihe nach: 2006 veröffentlichte Daniel Glattauer jenen ungewöhnlichen Liebesroman Gut gegen Nordwind, der einschlug wie eine Bombe: Die Geschichte einer Liebe zwischen einem Mann und einer Frau, die in zufälligen E-Mail-Kontakt geraten und dann von dem, was der jeweils andere schreibt, so eingenommen sind, dass sie voneinander nicht mehr lassen können (und das, ohne sich je zu begegnen), wurde ein Sensationserfolg. Und die Leser, süchtig geworden nach Glattauers virtuosem E-Mail-Stakkato, konnten, als sie die letzte Seite des Buches umschlugen, kaum fassen, dass das Vergnügen schon vorbei sein sollte – und dass die Geschichte dieses unerwartete, einem Schlag in die Magengrube gleichkommende Ende nahm.

Tja, doch das Ende war kein Ende. Ein knappes Jahr nach dem furiosen Finale von Gut gegen Nordwind kehrt Leo aus Boston zurück, wohin er quasi geflohen war. Emmi hat in der Zwischenzeit immer wieder versucht, ihn zu kontaktieren, doch zu mehr als einem (köstlichen!) „Dialog“ mit den automatisch generierten Antwortmails des Systemadministrators war es nicht gekommen. Aber plötzlich ist Leo wieder da – und antwortet. Und obwohl sie es beide eigentlich nicht möchten (oder doch?), obwohl jeder in der Zwischenzeit sein Leben ohne den anderen einzurichten versucht hat (Leo hat sogar eine Freundin, allerdings in Boston ...), sind sie sich so schnell wieder so nah, dass aus „Ich“ und „Du“ ein „Wir“ wird. Schon wieder. Und diesmal kommt es zur Begegnung. Mit turbulenten Folgen.

Alle sieben Wellen reicht nicht ganz an Gut gegen Nordwind heran. Ein kleines bisschen Esprit ist verlorengegangen, vielleicht ist man von der Grundidee auch nicht mehr überrascht genug, um sich derart ins Geschehen hineinziehen zu lassen wie beim Vorgänger. Dennoch ist Alle sieben Wellen ein echter Pageturner, der wieder eine Fülle an überraschenden Wendungen bereithält – bis hin zu einem ähnlich umwerfenden Schluss-Clou wie im ersten Band. Und wieder scheint dieses Ende final zu sein – doch das hat man beim ersten Band ja auch gedacht ... -- Christoph Nettersheim

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Blindfisch /// Tista vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicEmmi und Leo - eine unbeschreiblich schöne Geschichte......
.....trotzdem will ich mal versuchen, eine Rezension zu schreiben - auch wenn es vermutlich eine einzige Schwärmerei wird!
Es ist lange her, dass ich ein Buch angefangen und nicht mehr aus der Hand gelegt habe bis zum Schluss und dann ganz unglücklich wurde, dass nach 221 Seiten das Buch zu Ende war! Es ist übrigens wirklich nicht notwendig, vorher "Gut gegen Nordwind" gelesen zu haben - hatte ich nämlich nicht!
Emmi hat Leo durch Zufall im Internet per E-Mail kennengelernt und einen regen Schreibkontakt mit ihm aufgenommen. Als Leo dies zu eng wird - warum wird im Laufe des Buches erklärt - flieht er in einen neuen Job nach Boston um dann nach seiner Rückkehr zu lesen, dass Emmi nicht aufgegeben hat. Sie hat erst unerfreulichen Kontakt mit seinem "Systemmanager" - aber dann endlich meldet Leo sich zu Wort und die Beziehung geht weiter - wird immer enger! Die zwei haben sich in den Jahren des Schreiben niemals gesehen, nur gelesen.
Und das Lesen dieser E-Mails hat mir großen Spaß gemacht! Emmi ist hartnäckig, fröhlich, lieb, sensibel, ironisch, verantwortungsbewusst, gefühlvoll, direkt, verliebt, eifersüchtig, frech - und das alles aus der Ferne. Leo steht ihr in nichts nach und so ist das Buch schwungvolles hin und her an E-Mails.
Wie das Buch endet, das muss jeder selbet lesen - aber das Lesen lohnt! Das Buch birgt sämtliche Gefühlsregungen eines Menschen in sich - es hat mich zum leichten Schmunzeln, zu heiteren Gefühlausbrüchen, zu Tränen in den Augen und zu rührenden, stimmungsvollen Gedanken verleitet und diese Wortschöpfungen, die Daniel Glattauer da aufs Papier gebracht hat, sind sehr fantasievoll, diese Wortakrobatik ist genial.
Man taucht sofort in die Schreibweise von Daniel Glattauer ein, man hört die sechs Wellen plätschern und wartet sehnsüchtig auf die siebte Welle, man hängt an den Worten der beiden und lebt und leidet mit. Und - zumindest für mich - ist es ganz erstaunlich, dass ein Mann (der Autor) sich in solchen Worten ausdrücken kann, so tief in die Gefühlswelt und die Gedanken einer Frau eindringen kann - ich bin beeindruckt!
Das Buch hebt sofort die Stimmung, man legt es glücklich und beschwingt zur Seite und wartet sehnsüchtig auf das nächste Buch von Daniel Glattauer - auch wenn es nicht von Emmi und Leo handelt - es wird gut sein!

Blindfisch /// Tista hat insgesamt 40 Rezensionen angelegt.


Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Binea vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicDie Seiten dieses Buches...
...haben sich wie die Wellen zwischen Leo und Emmi überschlagen.
Keinen Tag konnte ich dieses Buch unberührt neben mir liegen lassen, es hat förmlich nach mir gerufen. Ohne es aus der Hand zu legen war und bin ich nach 1 1/2 Lesestunden immer noch auf eine Welle der Zufriedenheit, des Glücks und atme nach längerem Luftanhalten wieder regelmäßig ein und aus.

Ich bin zwar genauso skeptisch an das Buch, wie an die Leseprobe rangegangen jedoch nicht mit der Angst, dass ich vom Buch enttäuscht sein werde. Nein, die Leseprobe hat mich ja schon vollends überzeugt. Ich war eher skeptisch, dass mir Daniel Glattauer sein erster Roman "Gut gegen Nordwind" zu "Alle sieben Wellen" fehlen würde. Aber Herr Glattauer hat mir mit seinem 4. Punkt des Klappentextes, "...Sie steigen ohne Nordwind-Kentnisse in Alle sieben Wellen ein ? Kein Problem. Sie erfahren alles....", die Skepsis genommen und sein Versprechen gehalten.

Weiterhin wusste ich vor diesem wundervollen Roman folgendes:
Leo Leike kehrt nach knapp einem Jahr aus Boston zurück. Daheim erwarten ihn Nachrichten von Emmi Rothner, Beide bemerken, dass sie die Gefühle füreinander nicht los geworden sind. Vielleicht sollten sie sich wirklich einmal treffen. Allerdings ist Leo mittlerweile liiert und Emmi noch immer verheiratet. Doch wenn einmal sechs Wellen ans Ufer geschwappt sind, das lernen wir in Daniel Glattauers neuem Roman, dann kommt die siebente, und die ist immer für Überraschungen gut.

Das Buch ist in neunzehn aufregende Kapitel eingeteilt, indem jedes in der Sprache von Leo und Emmi geschrieben ist. Leo und Emmis Sprache ist einmalig. Anders kann man es einfach nicht sagen. Wie verhalten sich zwei Menschen, die einfach nicht mit aber auch nicht ohne können ? Sie schreiben eine Email. Nein, nicht nur eine sondern zwei, drei, unendlich viele. Dies passiert nich nur täglich oder wöchentlich, nein sie schreiben sogar mehrere in einer Minute oder binnen weniger Sekunden. Es werden Fragen gestellt, Rätsel aufgegeben, Gefühle angeschnitten. Das Privatleben bleibt meistens aussen vor, wird nur bedingt erwähnt aber möglichst vermieden. Das Kribbeln zwischen den beiden spitzt sich aufs unendliche zu und doch fällt es genau so schnell wieder ab. Ein einziges Chaos der Gefühle, was sich vollends auf den Leser überträgt und man fühlt sofort mit Emmi wie auch mit Leo mit. Die sprachliche Gestaltung ist der i-Punkt des Romans und ist einfach nur köstlich.

50 Sekunden später
RE:
LLL, SSS !!!
(Lieber Leo Leike, sprechen Sie sofort!!!)

Es macht einfach Spaß die Emails von Leo zu lesen, mit den Fragen, Informationen, Gedanken oder versteckten Hinweisen an Emmi. Dann will man unbedingt wissen, was Emmi in Leos Email hinein interpretiert, was sie denkt, was sie fühlt, was sie diesmal von sich preis gibt. Nach und nach, je mehr die beiden wieder zu sich finden, wird über Familie, Liebe, Freundschaft, Sex, Beziehungen etc. gesprochen und die Hintergründe sowie die privaten Erlebnisse von Leo und Emmi, in der Zeit zwischen den Emailpausen, werden dem Leser bekannt. Endlich. Den diese bescheren als Abschluss dieses wunderbare Gefühl und lassen den Leser in einer einmaligen Stimmung zurück.

Eine aufregende Zeit zwischen Emmi und Leo, die immer noch nicht zuende ist sondern viel mehr gerade erst angefangen hat. Ich möchte mehr von den beiden, mehr von diesen Emails, mehr von Daniel Glattauer.

"Gut gegen Nordwind" ist dennoch auf meiner Wunschliste, da ich unbedingt wissen muss wie Emmi und Leo sich kennengelernt haben.

Egal ob mit oder ohne Nordwind, dieses Buch ist Top und verdient einen Platz in der obersten Regalreihe

Binea hat insgesamt 27 Rezensionen angelegt.


Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicDer zweite Teil um Emmi und Leo geht direkt dort weiter, wo der erste Teil aufgehört hat. Emmi schreibt nach seinem Weggang nach Boston weiter E-Mails und bekommt zunächst nur vom Systemadministrator die Antwort, dass die E-Mail Adresse nicht aktiviert ist. Emmi gibt aber nicht nach und versucht es weiter ... Monate später meldet sich Leo dann endlich. Er ist zurück aus Boston, hat allerdings auch Neuigkeiten: Er hat eine Frau kennen gelernt.

Schon der Anfang macht direkt Spaß und führt einen direkt in die Welt von Emmi und Leo ein. Emmis "Kommunikation" mit den automatisch generierten Nachrichten des Systemadministrator sind einfach erfrischend und man erwartet gespannt, ob denn irgendwann mal eine Mail wieder zu Leo durchdringen wird. Natürlich passiert dies bald, denn Leo ist wieder zurück.
Emmi nimmt ihren E-Mail Kontakt direkt wieder aufnehmen, nur um die Sache endlich abzuschließen und dazu vereinbaren die beiden ein erstes Treffen, welches dann auch - im Gegensatz zum ersten Mal - tatsächlich statt findet. Und nicht nur dieses eine.
Die Treffen an sich werden nicht beschrieben. Sie finden statt und der Leser erfährt von ihrem Verlauf nur durch den darauf folgenden E-Mail Verkehr zwischen Emmi und Leo, aber das reicht völlig. Der Leser kann sich auch ohne ausführliche Beschreibungen genau vorstellen, wie diese Treffen verlaufen sind. Das war meiner Meinung nach eine wirklich tolle Leistung von Glattauer.

Natürlich geht es auch dieses Mal wieder um die Beziehung der beiden und die zunächst unausgesprochene Frage, die sich beide stellen ist, wie es mit Bernhard und Pam, Leos neuer Freundin, aussieht und weiter gehen wird.
Dieses Mal bekommt der Leser die Antwort darauf. Natürlich am Ende des Buches.

1) Das Buch war grandios.
2) Das Buch war WIRKLICH grandios.
3) Das Buch war so grandios, dass ich es uneingeschränkt weiter empfehlen würde, auch wenn sie "Gegen den Nordwind" nicht kennen.

Anonym hat insgesamt 0 Rezensionen angelegt.


Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicInhalt:
Neuneinhalb Monate lang hat Emmi nichts von Leo gehört und Leo nichts von Emmi. Nach dem verpatzten Treffen der beiden am Ende von "Gut gegen Nordwind" flüchtete Leo sich in einen Job nach Boston und Emmi lebte weiter ihre Vernunftehe. Doch das kann doch nicht wirklich das Ende gewesen sein, oder gar das ENDE? Leo kehrt zurück nach Top 15 und mit ihm kommen auch die E-Mails zurück. In Leos Leben hat sich viel getan. Es gibt nun Pamela, eine Frau mit der er sich eine Zukunft vorstellen kann. Doch Emmi wäre nicht Emmi wenn sie nun wegen "Pam" ihren E-Mail Freund aufgeben würde. Es soll einen neuen Versuch der persönlichen Begegnung geben. Doch ist das wirklich die richtige Entscheidung?
Meine Meinung:
Emmi und Leo haben es wieder geschafft! Ich konnte "Alle sieben Wellen" genau wie seinen Vorgänger einfach nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Ich höre Emmi in meinem Kopf, wie sie ihre Listen anlegt und hoffe, dass Leo mal wieder betrunken E-Mails an Emmi schreibt. Ich kann es kaum erwarten, dass mir Emmi und Leo berichten, was seit ihrer letzten E-Mail geschehen ist und werde ganz unruhig, wenn ich mir selber aus Andeutungen einen Reim machen muss. Diese Fortsetzung hat mich nicht enttäuscht! Genauso spritzig, genauso fesselnd und genauso humorvoll wie "Gut gegen Nordwind" ist Daniel Glattauer auch sein zweites Buch um Emmi, Leo und ihre E-Mails gelungen. Über den Abschluss, den der Autor für "Alle sieben Wellen" gefunden hat, wird es sicherlich sehr geteilte Meinungen geben. Für mich persönlich wurde hier jedoch eins der schönsten Bücher das ich in der letzten Zeit gelesen habe auf befriedigende Art und Weise beendet. Ich glaube nicht, dass es noch ein weiteres Buch mit Leo und Emmi geben wird, doch die beiden vorhandenen Bücher werde ich sicherlich noch mal lesen!
Fazit:
Ein absolutes MUSS für alle Fans von Emmi und Leo. Klammer auf, Ausrufungszeichen, Ausrufungszeichen, Klammer zu.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicBetreff: Achtung Suchtgefahr!
Achtung, Mitteilung an alle Leseinteressenten. Emmi & Leo machen süchtig. Bereits nach dem Lesen weniger Seiten kommt man nicht mehr von ihnen los. Bei weiteren Fragen, lesen Sie selbst, Sie werden schon sehen.

Für mich kommt diese Warnung eindeutig zu spät, ich bin schon infiziert mit dem Emmi-Leo-Virus, war es schon nach "Gut gegen Nordwind" und konnte die Fortsetzung nicht mehr erwarten.
Und jetzt endlich sind sie da, 19 weitere Kapitel mit dem Paar, das um ein Treffen betrogen wurde. 222 weitere Seiten dieser modernen Liebesgeschichte.

3 Wochen seit Emmi nur noch die standatisierte Antwort des Systemsmanagers erreicht hatte, wagt sie einen neuen Versuch. Sie gibt nicht auf, doch es wird noch Monate dauern bis eines Tages plötzlich wieder Leo Leike antwortet. Zurück aus Bosten, doch kurz vor einer "neuen Beziehung". Auch Emmi lebt noch immer mit Bernhard zusammen, fühlt sich für ihre Stiefkinder Fiona & Jonas verantwortlich.

Doch sonst sind Leo und Emmi immer noch so bezaubernd wie eh und je. Sie sind herrlich sarkartisch, furchtbar humorvoll, herzlich hart und bittersüß. Sie können nicht ohne Einander, aber auch das Miteinander gestaltet sich schwierig.
Der E-Mailkontakt der beiden zaubert wieder ein warmes Gefühl in die Brust des Lesers, entlockt ihm das ein oder andere Grinsen und treibt mehr als nur eine Träne in seine Augen.
Wird es diesmal ein Happy End für Leo und Emmi geben? Oder endet es wieder mit einem Ende ohne Happy?

Betreff: Ergänzung zu Achtung Suchtgefahr!
Nebenwirkungen wie Herzklopfen, tränende Augen und Muskelzuckungen im Mundbereich sind zu erwarten und völlig bedenkenlos. Bleiben Sie ruhig, lesen und genießen Sie, sie zeigen nur, dass die Faszination dieses Buches auf Sie übergesprungen ist.
Gute Unterhaltung.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

Userpic

Mal ganz ehrlich – spätestens seit „Gut gegen Nordwind“ wünscht sich (fast) jede Frau eine email von Leo Leike. Vor drei Jahren erschien erstmals ein deutscher Roman in E-Mail-Fassung, geschrieben wurde er von Daniel Glattauer. Über zwei Dinge war ich dabei sehr verwundert – die Form, wie er geschrieben war und wie gut er mir trotzdem gefallen hat. Und nach der Lektüre konnte ich es kaum erwarten, die Fortsetzung „Alle sieben Wellen“ zu lesen.

„Gut gegen Nordwind“ ist die Geschichte von Emmi und Leo, beide Mitte 30 und mehr oder weniger zufrieden mit ihrem Leben. Die beiden lernen sich über eine fehlgeleitete Email kennen und treten so in einen digitalen Dialog, der im Laufe der Zeit immer intimer zu werden scheint. Ob die stark gefühlsmäßig betonte elektronische Beziehung der Wirklichkeit hätte stand halten können, blieb uns der Autor in „Gut gegen Nordwind“ schuldig, denn zu einem Treffen ist es nie gekommen und am Ende des Buches bricht Leo den Kontakt ab und zieht nach Boston.

Und daran knüpft „Alle sieben Wellen“ nahtlos an. Emmi schreibt und versucht zu erklären, warum sie nicht zu dem Treffen gekommen ist, leider ist der einzige, der ihr antwortet, der Systemmanager. Nach einem dreiviertel Jahr kommt Leo jedoch wieder, und wir sind wieder am Ausgangspunkt- aber etwas hat sich verändert. Leo hat jemanden kennen gelernt (Päääämäääla) und Emmis Ehe ist nicht mehr so, wie sie anfangs schien. Und diesmal findet das geplante Treffen wirklich statt, und wir erfahren endlich, ob die „Illusion der Vollkommenheit“ der Realität stand halten kann.

Die Spannung konnte Daniel Glattauer auch im zweiten Teil erhalten, die Dramatik steigt und der Dialog zwischen Emmi und Leo ist so gefühlsbetont, gekonnt und witzig wie im ersten Teil.

Leos Beschreibung vom „Punkt auf der Innenseit der linken Hand“ ist dabei nur eine Email von vielen, die mir eine wohlige Gänsehaut auf den Armen verschafft hat. Am Kitsch kommt Daniel Glattauer dabei allerdings vorbei – nur ein bisschen pathetisch wird’s manchmal schon. Wortspielereien (wie „Emmi-Gration nach Boston“) und Wortwitz kommen auch im zweiten Teil nicht zu kurz, und Emmi gibt sich zeitweise wieder betont nervig-ironisch. Der einzige Kritikpunkt, der mir aufgefallen ist, ist die Sprache – würde man wirklich mit den Worten Emails verfassen? Aber letztendlich ist es auch gerade das, was diesen Roman ausmacht.

Das Ende ist so, wie man sich ein Ende für Leo und Emmi wünscht- kalorienreich und süß, aber trotzdem unendlich lecker.

Und so schließe ich mit Emmi:

Die Zukunft ist weiblich und (deshalb) unberechenbar.

Wer weiß, vielleicht begegnen wir Leo und Emmi ja doch noch mal wieder.



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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicEine bewegte Nacht mit Emmi und Leo (Hörbuch) Gestern abend fing ich an, „Alle sieben Wellen“ zu hören und habe es in einem Rutsch durchgehört. Jetzt schwebe ich nach einer weitgehend schlaflosen Nacht immer noch im siebten Himmel der Wortspielereien und der Geschichte um Emmi und Leo.
„Alle sieben Wellen“ ist ein Roman in modernisierter Briefform. Das gesamte Buch besteht ausschließlich aus Emails von Emmi und Leo. Ach nein, beinah hätte ich den Dritten im Bunde vergessen, den Systemmanager.
Die Handlung schließt direkt an das Ende von „Gut gegen Nordwind“ an. Emmi kommuniziert mit dem Systemmanager, bis Leo dann doch wieder auftaucht. In der längeren Schreibpause hat er in Boston Pamela kennengelernt, was Emmi nicht gut aufnimmt. Sie überredet Leo zu einem Treffen mit dem Argument „Denn das einzig vernünftige Ende einer innigen Nicht-Begegnung ist die Begegnung.“ Doch wird es zu diesem Treffen kommen? Das verrate ich hier nicht.
Auch „Alle sieben Wellen“ ist wieder ein Feuerwerk an Sprachwitz und –spielerei. Der Grundton ist nicht mehr ganz so leicht und locker wie beim Vorgänger. Verständlich, denn inzwischen leben beide in festen Partnerschaften und möchten die realen Partner nicht verletzen. Gleichzeitig können sie aber doch nicht voneinander lassen und schreiben sich viele skurrile, ernste, traurige, ironische, sarkastische, aufmunternde, verletzende, andeutungsvolle, provozierende, suggestive, melodramatische und vor allem liebevolle Emails. Ihre Fans durchleben mit ihnen einige Höhen und Tiefen.
Als Leserin, nein Zuhörerin, fällt es manchmal schwer, die Antwort des anderen abzuwarten. Durch die Briefform bekommt der Leser nicht direkt die Antwort auf Fragen von Emmi oder Leo, sondern muss bis zur nächsten Email des Gefragten warten. Oder auch mal etwas länger, denn es wären ja nicht Emmi und Leo, wenn sie sich alle Fragen direkt beantworten würden. Die beiden sind immer noch abwechselnd so herrlich konsequent inkonsequent und ihre Beziehung nimmt einige überraschende Wendungen.
An sich scheint es widersprüchlich, einen solchen Briefroman, der essentiell der Schriftform bedarf, als Hörbuch zu vertonen. Dank Andrea Sawatzki und Christian Berkel birgt die ungekürzte Hörversion noch mehr Vergnügen. So kann man zuhören, wie Emmi und Leo frotzeln, sich aufmuntern, genervt oder niedergeschlagen sind und kann das Knistern zwischen den beiden fast auch hören. Es ist unglaublich, wieviel Tiefe und Bedeutung die beiden Sprecher in die Worte „so so so“ geben können.
Wenn ich jetzt das gedruckte Buch durchblättere, höre ich die Stimmen von Andrea Sawatzki und Christian Berkel. Für mich sind sie Emmi und Leo.
Warnung:     Suchtgefahr
Empfehlung: Viel Zeit zum Hören / Lesen nehmen

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicEine Beziehung wie die siebte Welle

Inhalt:

Emmi&Leo haben endlich wieder zueinander gefunden und das lange Schweigen ist beendet. Doch ihre Beziehung ist noch immer schwierig, sie ist vergleichbar mit der siebten Welle, die laut Emmi unberechenbar ist. Denn ebenso berechenbar wie diese Welle ist die Beziehung, außerdem sind da einige Höhen die noch überstanden werden müssen.
Leo hat sich ein Souvenir aus Boston mitgebracht das Pamela heißt. Und auch Emmi lebt nach wie vor mit ihrem Mann zusammen. Was wird das Ende bringen? Ein Mit- oder ein endgültiges Ohneeinander?

Meine Meinung:

Mittlerweile ist die EmmiLeo-Welle auch in meinen Hafen eingeschwappt... und sie hat mich mitgerissen wie ein vom Hochwasser angeschwollener, reißender Fluss.
Emmi & Leo sind wirklich ein Paar, das einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf geht. Sie zanken sich, sie vertragen sich; sie schweigen sich an und lachen miteinander. Auf der einen Seite sind sie wie Katz und Maus, auf der anderen dann wie Pech und Schwefel.
Daniel Glattauer besitzt ein unglaubliches Sprachgefühl, er weiß ganz genau wie er die Gefühle, die zwischen Emmi & Leo schweben, übermitteln kann. Obwohl die zwei manchmal unausstehlich sind, muss man sie einfach mögen und ins Herz schließen.
Durch die Entscheidung das Buch in Form eines E-Mail-Kontaktes zu gestalten ist es dem Autor gelungen über Übersichtlichkeit zu sorgen. Außerdem liest sich das Buch so sehr schnell und flüssig.

Fazit:

Ein sehr liebevoller Roman, der fesselt und überzeugt. Springt auf, auf die EmmiLeo-Welle und lasst euch so in eine besondere Liebe voller Auf's und Ab's schwemmen.

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Der zweite Teil musste einfach sein...

11.10.2009 Bewertung:  4.5 mocridhe vergibt 9 von 10 Punkten

Userpic

Nachdem ich mit Begeisterung Teil 1 (Gut gegen Nordwind) an einem winterlichen Tag verschlungen hatte, konnte ich es kaum erwarten, dass die Email-Romanze um Emmi und Leo weitergeht.
Eigentlich lässt sich der zweite Teil nicht rezensieren, ohne auf den ersten anzuspielen, denn wem der erste nicht gefallen hat, wird auch an dem zweiten keine Freude finden. Genauso verhält es sich umgekehrt: Lesen Sie nicht nur den zweiten Band! Sie würden sich den Spaß an Band 1 verderben. Und dass man Band 1 danach unbedingt kennenlernen möchte, ist gewiss.
So möchte ich hier kurz darstellen, wie es mir bei Band 1 erging: Ein Email-Roman, dachte ich, wie kann das denn spannend sein? Da ist ja gar keine Handlung... und dazu der merkwürdige Titel \"Gut gegen Nordwind\", den man nur verstehen kann, wenn man das Buch kennt. Ich war skeptisch. Und wenige Stunden später am Ende des ersten Teils, das mich etwas unbefriedigt zurückließ.
Der Inhalt lässt ich kurz zusammenfassen: Nachdem Emmi eine Email zum Abbestellen ihres Abos an die irrtümliche Adresse des Verlags schickt und ein Jahr später eine Antwort von einem Leo bekommt, der sich als eigentlicher Adressat zu erkennen gibt, fliegen die \"funkenden\" Emails nur so hin und her. Emmi ist jedoch verheiratet, auch wenn die Beziehung sich als problematisch darstellt.
Wie man sich wahrscheinlich schon denken kann, ein Happy-End gibt es in Band 1 nicht. Leo verschwindet in die USA und lässt Emmi zurück. Ihre Emails laufen ins Leere.
In Band 2 kehrt Leo zurück und lässt die \"virtuelle\" Beziehung wieder aufleben, obwohl nun er derjenige ist, der in einer ernsthafteren Beziehung steckt.
Alles in allem ist es keine Handlung, die durch sich selbst überzeugt, eine übliche Liebesgeschichte. Was jedoch an beiden Bände fasziniert, ist der intelligente, wortwitzsprühende Austausch zwischen Leo und Emmi.
Band 2 zu lesen war wie alte Freunde wiederzutreffen. Zwei Freunde, die man schon immer gerne verkuppeln wollte. Volle Punktzahl!


mocridhe hat insgesamt 1 Rezensionen angelegt.


Betreff: Leo und Emmi

22.02.2010 Bewertung:  4.5 Temazcal vergibt 9 von 10 Punkten

Userpic

Gleich vorneweg: Das Buch hat mir sehr gefallen.

Leo kommt aus Boston zurück.Nachdem Emmi immer wieder e-mails geschrieben hat, die vom Systemmanager \"beantwortet\" wurden, antwortet Leo dann doch, wenn auch zurückhaltender. Grund dieser Zurückhaltung ist Pamela, welche er in Boston kennen- und lieben gelernt hat.

Dieses Mal kommt es zu einem Treffen zwischen Leo und Emmi - davon bekommt der Leser aber nur über die gegenseitigen mails mit.  Emmi fühlt sich weiterhin den Kindern und Bernhard verantwortlich, ist aber erstmal ausgezogen und hat sich eine kleine Wohnung genommen.Leo will seine Beziehung zu Pamela nicht gefährden - hat ihr auch nichts von seiner e-mail-Bekanntschaft erzählt.

Wie auch schon bei \"Gut gegen Nordwind\" fiebert der Leser mit, fühlt mit Emmi und Leo mit.Oft habe ich schmunzeln müssen. Vom Kitsch ist das Buch meilenweit entfernt. Es ist schon erstaunlich, dass ein reiner e-mail-Roman so gefallen kann.

Sicher ist es gut, wenn man \"Gut gegen Nordwind\" gelesen hat - das trägt zum Verständnis mancher Vorkommnisse bei.

Der Titel des Buches und auch das Cover sagen mir sehr zu.

Schön, dass das Nachfolge-Buch genauso gut ist wie sein Vorgänger


Temazcal hat insgesamt 13 Rezensionen angelegt.


Endlich schreiben sie wieder

27.03.2010 Bewertung:  4.5 KimVi vergibt 9 von 10 Punkten

Userpic

Inhalt

 

Leo Leike lebt nun vorübergehend in Boston. Sein E-Mail Account wird in dieser Zeit vom Systemmanager verwaltet. Dieser sendet den Verfassern aller ankommenden Mails den Hinweis, dass der Inhaber des Accounts seine Mailadresse geändert hat und seine Post deshalb unter der gewählten Adresse nicht mehr aufrufen kann. Die Absender erhalten ausserdem den Hinweis, dass deshalb alle neuen E-Mails im Posteingang gelöscht werden. Für weitere Rückfragen steht der Systemmanager gerne zur Verfügung.

Innerhalb der monatelangen Abwesenheit Leos, hat Emmi Rothner dieses Text bereits unzählige Male vom Systemmanager erhalten. Doch sie gibt nicht auf und versucht deshalb hartnäckig Leo unter seiner alten Mailadresse zu erreichen. In ihrer Verzweiflung beginnt sie sogar, eine recht einseitige Korrespondenz mit dem Systemmanager und klagt ihm ihr Leid. Doch seine Anwort bleibt natürlich stets die gleiche.

Doch eines Tages bleibt die gewohnte Antwort des Systemmanagers aus. Elf Stunden nach dem Absenden ihrer Mail erhält Emmi tatsächlich eine Anwort von Leo. Er ist zurück aus Boston. Doch seine Antwort ist längst nicht so euphorisch wie Emmi gehofft hatte. Denn er antwortet ihr lediglich kurz und knapp. Er lässt ein paar Grüße zurück und sagt ihr dann Adieu.

Doch so leicht lässt sich Emmi natürlich nicht loswerden. Obwohl Leo zunächst versucht ihre Mails zu ignorieren und nicht zu beantworten, bleibt sie gewohnt hartnäckig. Schließlich kann Leo nicht mehr anders. Er muss ihr einfach antworten und so beginnt die E-Mail Romanze erneut. Denn beide bemerken recht schnell, dass ihre Gefühle füreinander noch nicht erloschen sind. Obwohl Emmi immer noch mit Bernhard verheiratet ist und auch Leo in diesem Jahr in Boston eine Frau kennengelernt hat, fliegen die elektronischen Briefe zwischen den beiden hin und her. Sie sitzen am Rechner und warten mit klopfenden Herzen auf die Antwort des anderen. Sie gehen sogar das Risiko eines Treffens ein und sitzen sich so zum allerersten Mal von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Denn zu groß ist der Wunsch sich nur einmal gegenseitig zu berühren.


Doch schließlich siedelt Leos Freundin Pamela aus Boston zu ihm über und auch Emmi wagt auf La Gomera nochmal einen Neuanfang mit Bernhard. Doch von ihrem Balkon im Feriendomizil kann sie weit auf das Meer blicken. Geduldig verfolgt sie das Spiel der Wellen, denn sie wartet auf eine ganz bestimmte. Denn man erzählt sich an ihrem Ferienort die Geschichte der siebenten Welle. Denn im Gegensatz zu ihren sechs Vorläufern ist sie manchmal unberechenbar. Zunächst passt sie sich unauffällig den vorangegangenen Wellen an, doch plötzlich bricht sie aus und wischt aufrührerisch über alles hinweg. Zurück lässt sie etwas völlig Neues, aber ob das Neue auch besser ist, das können nur die beurteilen, die von ihr erfasst wurden. Wird es auch für Leo und Emmi eine siebente Welle geben und haben sie den Mut sich ihr zu stellen?

 

Meine Meinung

 

Wie auch der Vorgängerband ist dieses Buch nicht in einer Romanform geschrieben, sondern umfasst nur den E-Mail Verkehr der beiden. Es gibt wieder keine extra Handlung, sondern nur den Hinweis wie viel Zeit seit der letzten Mail vergangen ist und manchmal eine Betreffzeile. Dem Verlauf der Ereignisse kann man also aufgrund der Inhalte der Mails folgen.

Der Inhalt des Briefwechsels ist wieder wunderschön zu lesen. Denn die E-Mails spiegeln völlig ungeschminkt die Gefühlswelt der beiden wider. Manchmal sind sie humorvoll und fröhlich oder melancholisch und ernst. Natürlich gibt es auch mal Streit zwischen den beiden, doch nie verlieren sie ihren ganz eigenen Stil. Denn diese Mails kommen ganz ohne die sonst üblichen Kürzel und Wortverstümmelungen aus. In der heutigen Zeit gefällt mir gerade dieser korrekte und formvollendete Sprachgebrauch ausserordentlich gut. Dadurch wirken die beiden auch keinesfalls antiquitiert oder spießig, sondern es macht einfach Spaß dem Briefwechsel zu folgen.

Im ersten Teil störte mich Emmis teilweise sehr kindisches Verhalten. In diesem Teil ist davon allerdings nichts mehr zu spüren, denn sie wirkt reifer und ausgeglichener. Trotzdem kann sie es natürlich auch in diesem Teil nicht lassen, Leo gelegentlich auf die Schippe zu nehmen oder sein Benehmen ironisch zu durchleuchten. Gerade dieser ganz eigene Emmi-Humor hat mir wieder gut gefallen.

Auch in diesem Band wirken die beiden Hauptprotagonisten wieder authentisch und menschlich. Der Autor hat sich auch wieder gut in die Gedanken Emmis hineinversetzen können. Obwohl Männer ja eigentlich eher dafür bekannt sind, die Gedankengänge von uns Frauen nur schwer nachvollziehen zu können, ist das Herrn Glattauer überraschend gut gelungen. Denn beim Lesen hatte ich nie das Gefühl, dass Emmi und ihre Gedanken nicht \"echt\" sind.

Das Buch wurde von mir innerhalb weniger Stunden verschlungen. Allerdings muss ich zugeben, dass mir der erste Band doch etwas besser gefallen hat. Denn die E-Mails des ersten Buchs hatten ihren ganz besonderen Reiz dadurch, dass sich hier zwei Menschen schrieben, die einander noch nie gesehen hatten. Sie hegten also ganz besondere Wunschvorstellungen in Bezug auf das gesichtlose Gegenüber. Durch das Treffen der beiden , in dieser Fortsetzung verfliegt für mich ein wenig von dem Zauber.


Trotzdem vergebe ich neun Bewertungspunkte an den Fortsetzungsband, da mich der wunderbare Schreibstil wieder begeistern konnte und meine Neugier, im Bezug auf den Ausgang der Geschichte, endlich gestillt wurde.


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


Emmi & Leo – wieder so so so schön!

24.05.2010 Bewertung:  5 Pharo72 vergibt 10 von 10 Punkten

Userpic

Emmi Rothner und Leo Leike sind sich durch Zufall virtuell begegnet. Im 1. Band dieser bezaubernden Liebesgeschichte - „Gut gegen Nordwind“ - lernen sie sich per Email kennen und entwickeln Gefühle füreinander, jedoch begegnen sie sich nie persönlich. Wem das Ende dieser Liebesgeschichte zwar realistisch, doch nicht wirklich befriedigend erschien, kommt jetzt mit dem Nachfolger-Roman „Alle sieben Wellen“ voll auf seine Kosten. Endlich dürfen sich beide sehen, anfassen, berühren ... Doch an der eigentlichen Problematik hat sich nicht viel verändert, denn Emmi ist noch immer verheiratet und auch Leo ist eine neue Beziehung eingegangen. Dennoch können sie nicht voneinander lassen ...

Ich bin sehr froh, die Bücher in der richtigen Reihenfolge gelesen zu haben, macht es doch vieles einfacher zu verstehen. In gewohnt bewährter Weise spielt Daniel Glattauer mit den Gefühlen der Protagonisten, denn auch oder gerade nach ihrem persönlichen Treffen, flauen diese keinesfalls ab. Hin und her gerissen zwischen Vernunft und Leidenschaft kann es dennoch nur ein Ende für beide geben. Man fliegt regelrecht durch die Seiten, denn man will unbedingt wissen, wie die Geschichte nun letztendlich ausgeht.

Nie mehr werde ich Satzzeichen, Großbuchstaben oder Klammern ohne Sinn und Verstand gebrauchen, denn Emmi und Leo haben mir gezeigt, wie viel Interpretation ein Punkt zu viel oder zu wenig ausmachen kann.

Von den persönlichen Treffen erfährt man nur aus den darauf folgenden Emails, darin bleibt der Autor seinem Stil treu. Insgesamt ist dieser zweite Teil einer wunderbar romantischen Liebesgeschichte, die auf einem simplen Tippfehler in einer Emailadresse basiert, der perfekte Abschluss, quasi der Punkt auf dem I.


Pharo72 hat insgesamt 83 Rezensionen angelegt.


Endlich wieder da !

13.04.2011 Bewertung:  4 CabotCove vergibt 8 von 10 Punkten

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Emmi und Leo sind back ! Nach „Gut gegen Nordwind“ war ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und wurde auch nicht enttäuscht.

Emmi und Leo lernten sich per Email „kennen“, als Emmi eigentlich nur ein Zeitungs-Abo kündigen wollte. Schnell kamen sie sich näher und obwohl sie sich nie trafen in „Gut gegen Nordwind“ fühlten sich sehr zueinander hingezogen, fanden aber nie so richtig zueinander und schlussendlich zog Leo nach Boston...

Alle sieben Wellen“ startet nun mit der Rückkehr Leos aus Boston. Emmi hatte immer wieder versucht, ihn zu erreichen, erwischte aber nur den System-Administrator, mit dem sie geradezu köstliche Emails austauschte. Als sie Leo dann endlich erreicht, ist schnell die Vertrautheit wieder dan und endlich treffen sie sich auch „live“...

Ich möchte nicht zuviel verraten, was bei diesem Buch rasch passieren kann, um Anderen den Spass nicht zu verderben, denn auch beim zweiten Band leidet und lacht man als Leser mit bei dieser witzigen Email-Liebesgeschichte. „Alle sieben Wellen“ verliert ein wenig an „Drive“ „Gut gegen Nordwind“ gegenüber, kommt teilweise ein wenig „lahmer“ daher, ist aber immer noch unterhaltsam und man kann einfach nicht aufhören zu lesen, weil man unbedingt wissen möchte, ob die beiden nun endlich wirklich und wahrhaftig zueinanderfinden.


CabotCove hat insgesamt 39 Rezensionen angelegt.


Langweilig

01.10.2011 Bewertung:  1 Maren vergibt 2 von 10 Punkten

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Die Geschichte von Leo Leike und Emmi Rothner begann bereits in dem Buch „Gut gegen Nordwind“, das man unbedingt kennen sollte, da dieses die direkte Fortsetzung ist und ohne die Vorkenntnisse kaum verständlich. In jenem ersten Band fing alles mit einer fehlgeleiteten Email von Emmi an, die bei Leo landete. Fortan schrieben sie sich und verliebten sich. Am Ende des Buches ging Leo nach Boston und löschte seine Mail-Adresse.

Hier setzt nun „Alle sieben Wellen“ ein. Denn Emmi kann Leo nicht vergessen und schreibt ihm weiterhin. Und er antwortet schließlich eines Tages auch. Zwar gibt es eine neue Frau in seinem leben und auch Emmi ist nach wie vor verheiratet, aber das hält die beiden nicht davon ab, weiterhin Emails auszutauschen. Und sich schließlich auch zu treffen.

Im 1. Band nervte Emmi schon gewaltig, das ist hier nicht anders. Auch ist es einfach nicht schön, immer nur Emails zu lesen. Besonders, wenn diese meist nur aus einem kurzen Satz bestehen. Es kommt keine Atmosphäre auf, die Figuren bleiben blass und gesichtslos.

Auch die Liebesgeschichte geht in den Emails ziemlich unter. Es gibt die eine oder andere Stelle zum schmunzeln, aber im Ganzen ist der Roman für mich doch sehr enttäuschend gewesen. Ein Vorteil ist, dass er so kurz ist, dass man ihn mal schnell zwischendurch lesen kann. Aber Spannung kommt dabei leider keine auf, es ist nur ein langes Hin und Her zwischen Leo und Emmi.


Maren hat insgesamt 176 Rezensionen angelegt.


So schön...

20.11.2011 Bewertung:  5 Tialda vergibt 10 von 10 Punkten

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Rezension:

„Alle sieben Wellen“ ist die Fortsetzung des E-Mail-Verkehrs zwischen Emmi Rothner und Leo Leike aus dem Bestseller „Gut gegen Nordwind“ und diesmal geht es besser aus als das letzte Mal – soviel sei verraten.

 

Aufgebaut ist das Buch wieder ausschließlich aus den E-Mails, die sich die beiden schicken – jeweils mit einer Angabe, wie viel Zeit zwischen den einzelnen Nachrichten verging.

 

Der Roman wartet nur darauf verschlungen zu werden und man hat aufgrund der poetischen und auch teilweise witzigen oder ernsten Nachrichten leider nicht besonders lange etwas davon – zu schnell ist man am Ende angelangt. Die Dialoge verzaubern und bringen Eis zum schmelzen, so wunderschön sind sie. Natürlich erklärt sich auch der Buchtitel wieder im Laufe der Story.

 

Während der Vorgänger „Gut gegen Nordwind“ locker anlief und gegen Ende immer verfahrener wurde, ist es hier bei „Alle sieben Wellen“ genau anders herum. Die Schreibbeziehung ist nach der Kontaktpause immer noch so verstockt und wirkt hoffnungslos – umso überraschter ist man über den Ausgang der Sache. Zurück bleibt Herzklopfen und ein Lächeln.

 

Fazit:

Wer „Gut gegen Nordwind“ mochte, wird „Alle sieben Wellen“ lieben.


Tialda hat insgesamt 379 Rezensionen angelegt.


Alle sieben Wellen

09.10.2012 Bewertung:  4 Penelope vergibt 8 von 10 Punkten

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Die virtuelle Liebesgeschichte zwischen Emmi und Leo geht weiter: es fragt sich nur - wohin? Hat diese e-mail-Beziehung eine Zukunft und wenn ja, welche? Dieser Frage müssen sich die beiden nun stellen, ihre e-mails werden und bleiben intensiv, gefühlvoll, aber immer mehr mischen sich Zweifel darunter.

Meine Meinung:
Daniel Glattauer gelingt es in einem frischen und frechen e-mail-Nachrichtenstil, die Gefühle der beiden Internetuser glaubhaft darzustellen. Emmi, die kein Blatt vor den Mund nimmt und "ihrem" Leo auch das eine oder andere Mal aufs Füßchen tritt, sich aber gleich wieder bei ihm entschuldigt, wenn sie glaubt, dass dies ein Grund dafür sein könnte, dass er nicht sofort antwortet...Leo, der mit seinen Gefühlen uneins ist und nicht so recht weiß, wie er sich verhalten soll. Eine spritzige, witzige, aber auch rührende Liebesgeschichte der anderen Art, die sich abhebt von den vielen "Liebesromanen", indem sie ihr eine andere Form der Kommunikation gibt: die moderne e-mail, der Computer, und zwei junge Menschen, die allerdings manchmal zu sehr in diese virtuelle Welt hineintauchen und zeitweise Angst vor der Realität haben...

Fazit:

Absolut lesenswert, im Urlaub oder einfach für ein paar gemütliche und amüsante Lesestunden!


Penelope hat insgesamt 6 Rezensionen angelegt.


 
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