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Belletristik: Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur
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Titel:      Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur
Kategorien:      Belletristik
BuchID:      10909
Autor:      Andrea Wulf
ISBN-10(13):      B01M3250K3
Verlag:      Der Hörverlag
Publikationsdatum:      2016-11-07
Number of pages:      0
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Die große Biografie eines Universalgenies. Andrea Wulf vergegenwärtigt das pralle Leben des Universalgenies Alexander von Humboldt und zeigt ihn als interdisziplinären Forscher sui generis.

Natur wird bei Humboldt quasi neu erfunden: In ihrer ganzen Fülle als Lebensnetz, als moderne Ausgestaltung der wirkmächtigen Idee von der "great chain of being". Wulf macht deutlich, worin Humboldt seiner Zeit weit voraus war und unverändert wichtig bleibt: So sah er bereits um 1800 den von Menschen verursachten Klimawandel kommen und gab entscheidende Anstöße zur Theorie der Evolution.
   


Rezensionen
Natürlich! wissenschaftlich

19.02.2017 Bewertung:  4.5 ragantanger vergibt 9 von 10 Punkten

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Fast sechzehn Stunden nimmt uns Christian Baumann mit seiner klaren, deutlichen und wunderbar einfühlsamen Stimme mit auf die Reise um die Welt, genauer gesagt: in den Kosmos des großen Naturforschers Alexander von Humboldt. Nach der Vorlage des gleichnamigen Wissenschaftsroman (wenn man ihm so bezeichnen möchte) von Andrea Wulf, der damit im Printmedium ein großer Wurf gelungen ist. Die Vertonung folgt der hohen inhaltlichen Qualität mühelos, der Sprecher ist die perfekte Wahl, auch das Artwork des Hörverlages ist ausgezeichnet. Davon zeugt die beiliegende Karte, in der sämtliche Reisen Humboldts zum Nachvollziehen eingezeichnet sind.

Die Biographie der Autorin ist beispiellos, besonders wenn man bedenkt, dass sie genuin eigentlich aus der Kunstwissenschaft stammt, es sich aber so anhört, als sei sie tief im geisteswissenschaftlichen Milieu verankert. Das Verdienst der Autorin ist in erster Linie, sich mit dem Denken, dem innovativen und inspirierenden Inhalt von Humboldts Schaffen bekannt gemacht zu haben. Wo andere Romane bloße Fakten als Knotenpunkte ihrer bildhaften Schilderung benutzen, dringt sie quasi in den Körper des bis heute verehrten Wissenschaftsgenies ein. Dabei bleibt sie aber alltagstauglich, nutzt vielmehr den populären Anteil seines Lebens und beginnt die Erzählung mit seinem Aufstieg auf den höchsten Berg Ecuadors, dem Chimborazo, also so, wie jeder Ecuadorbesucher, der in seinen Reiseführer schaut, diese Information als eine der ersten bekommen wird.

Das Besonders ist sicherlich die Verknüpfung zur heutigen Welt, da viele seiner Ideen, Anstöße und Überlegungen heute noch greifbar sind und mal mehr oder weniger kritisch hinterfragt oder deutlich unterstützt werden sollten. Die Erfindung der Natur gibt ja bereits im Titel Ausdruck dessen. Sie kann man zwar nicht erfinden (dieser Widerspruch ist Teil aller Gelehrten des 19. Jahrhunderts), und hier kann nachhören, warum die Menschen damals aber genau das geglaubt haben und welche Auswirkungen das auf heute hat. Sehr zu empfehlen, weil aktuell, wissenschaftlich und dennoch zutiefst lebendig und unterhaltsam.


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