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Belletristik: A Long Way Down
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Titel:      A Long Way Down
Kategorien:      Belletristik
BuchID:      1749
Autor:      Nick Hornby
ISBN-10(13):      3426615363
Verlag:      Knaur TB
Publikationsdatum:      2006-10-01
Edition:      1st Riverhead Ppbk Ed. May 2006
Number of pages:      400
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Taschenbuch A Long Way Down Roman, 388 Seiten
Aus der Amazon.de-Redaktion
Vier Menschen, vier Lebenswege, die ganz tief hinab führten. Am bitteren Ende -- und hier setzt der Roman ein -- geht es allerdings noch einmal hoch hinauf. Auf dem Dach eines Londoner Hochhauses treffen in der Silvesternacht vier Gestalten zufällig aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Was sie eint, ist der Wunsch, durch einen Sprung in die Tiefe ihrem Leben ein Ende zu setzen. Da jedoch keiner willens ist, den intimen Finalsatz unter den Augen Fremder zu vollziehen, wird der Versuch fürs erste abgebrochen. Unversehens bildet sich auf dem Dach eine skurrile Selbsterfahrungsgruppe -- und wir sind im Hornby-Land angekommen. Lesen Sie einen Textauszug.

Erzähler sind die Sprungkandidaten selbst. Martin, der populäre Frühstücksfernsehmoderator, dessen Ausflug ins Bett einer 15-Jährigen dazu führte, dass die Scheinwerfer für ihn endgültig ausgingen. Die altjüngferliche Katholikin Maureen, die beim einzigen „Fehltritt“ ihres Lebens ein Kind zur Welt brachte, dass seitdem im Wachkoma dämmert. Die rotzfreche Jess, für die der Selbstmord wegen eines Kerls einfach nur ein geiler Abgang zu sein scheint. Schließlich JJ, der Rockmusiker mit Karriereknick (in dem sich Hornby neben Maureen und ihrem kranken Kind, ein Schicksal, das der Autor teilt, wohl am deutlichsten verkörperte). Dieses Unglücksquartett dient Hornby als menschliche Jongliermasse, ein wahres Satirefeuerwerk über die letzten Fragen um Leben und (Frei)tod abzufackeln.

Der Autor zaubert alles aus dem Hut, was wir an ihm lieben: Dylan-Verse, Weisheiten von Oscar Wilde, Pop-Zitate und bitterlustiges Lifestyle-Gemäkel. Kritiker sahen darin die Crux des Romans. Der Suizid dürfe nicht Gegenstand ironischer Betrachtung werden. Tiefe Seelenqualen auszuloten, sei Hornbys Sache nicht. „Eine leichte, amüsante Lektüre, aber kaum geeignet, Licht auf das wirkliche Leid von Menschen zu werfen“, merkte ein britischer Amazon-Leser an. Hornby konterte, ein depressives Buch über Depressionen hätte wohl niemanden sonderlich angemacht. Richtig so! Kein psychiatrisches Gutachten in Romanform, kein Lebensratgeber für verdüsterte Gemüter -- und trotzdem verdammt lebensklug. Hornby besitzt eindeutig die bessere Medizin. -–Ravi Unger

   


Rezensionen
Sarkasmus trifft ernstes Thema

29.11.2010 Bewertung:  3.5 Tialda vergibt 7 von 10 Punkten

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Rezeption:

Zum größten Teil kann ich Galore Recht geben; in „A Long Way Down“ stecken viel Sarkasmus und Elemente zum nachdenken – eigentlich eine gute Mischung. Aber obwohl ich nah am Wasser gebaut bin, kamen mir nicht die Tränen. Aber zunächst mal von vorn, bevor ich jetzt schon über den Schluss schreibe.

 

Das Buch wird aus Sicht der vier Hauptpersonen, Maureen, Jess, JJ und Martin, erzählt. Es wird sich immer abgewechselt, man könnte das Abwechseln wohl auch als Kapitel bezeichnen, und so setzt sich die Geschichte zusammen. Die jeweiligen „Kapitel“ ähneln Tagebucheinträgen, wie ich finde, und so liest sich das Ganze sehr flüssig und angenehm und man bekommt einen Einblick in die Gedanken der vier.

 

Die Charaktere der Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein und das konnte der Autor wunderbar umsetzen. Maureen ist schon etwas älter, gläubig und ruhig, wohingegen die 18jährige Jess extrem launisch, spontan und ausfallend ist. JJ ist der nachdenkliche Musiker und Martin regt sich ziemlich schnell auf und gerät deshalb immer wieder mit Jess aneinander. Normalerweise würden solche Leute sich wohl eher kaum zusammentun, aber sie treffen sich an Silvester auf diesem Hochhausdach und beschließen aufeinander aufzupassen.

 

„A Long Way Down“ ist nicht sonderlich spannend und (leider) ist das Ende ist eher lasch, bedeutungslos und nichtssagend, aber im Großen und Ganzen hat mir das Buch trotzdem gut gefallen, weil man eben merkt, dass Leute aus den unterschiedlichsten Schichten aus verschiedensten Gründen depressiv sein können. Und obwohl es keine großen Ereignisse im Verlauf der Geschichte gibt, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und sog die Gedanken der Hauptpersonen förmlich auf.

 

Fazit:

Wer Sarkasmus gepaart mit einem ernsten Thema mag wird dieses Buch lieben. Auf die Tränendrüse wird übrigens nicht gedrückt.


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