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Abenteuer: Der Rosenfriedhof
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Titel:      Der Rosenfriedhof
Kategorien:      Abenteuer
BuchID:      369
Autor:      Rhianna Morgan
ISBN-10(13):      3936600430
Verlag:      Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat
Publikationsdatum:      2002-12
Edition:      1., Aufl.
Number of pages:      520
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
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Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Anonym vergibt 8 von 10 Punkten

Userpic"Es ist müßig, darüber zu spekulieren, wie unser Leben aussehen könnte, hätten wir in bestimmten Situationen andere Entscheidungen getroffen. Ich jedenfalls habe es inzwischen aufgegeben, darüber nachzudenken, als mit klar wurde, daß letztendlich immer passiert, was passieren muss." - Rosenfriedhof, S. 6

'Der Rosenfriedhof' erzählt nicht eine Geschichte sondern zwei. Die eine in der Gegenwart in Amerika, die andere in der Vergangenheit in Irland. Verbunden sind die Erzählstränge durch Protagonistin Rebecca Curtis.
'Rückführungen' sind ein wichtiger Bestandteil der Geschichte, jedoch wird das Thema gleichzeitig gehörig aufs Korn genommen. Es ist kein Eso-Schinken, was man da liest, sondern eine Saga, in der 'passiert, was passieren muss'. Wer sterben muss, stirbt, wer leiden muss, leidet - zweitweise wird man an Diana Gabaldons Jamie erinnert, denn die Autorin schont nichts und niemanden. Und der Leser leidet mit den Charakteren, so plastisch und lebendig lässt Rhianna Morgan immer wieder das Schicksal in die hart erkämpften kleinen Idyllen von Rebecca/Mary und Deborah/Gillian einbrechen.
Die einzelnen Themen sind nicht unbedingt neu; in der Gegenwart:Liebesverwirrungen, Ehekräche, Scheidungs-/Sorgerechtkrieg und hinterhältige Schwiegerfamilien; in der Vergangenheit: Aufstand gegen die Klassengesellschaft und die Verheiratungspläne der aufstiegswütigen Eltern, fiese Aldige und liebenswerte Diensboten. Jedoch verdichtet Morgan sie auf eine überaus gekonnte Weise, haucht den abgedroschenen Schemata ein ungeahntes, eigenwilliges Leben und eine starke Dynamik ein und tränkt die Szenen der Vergangenheit sacht mit Tod, Verlust und schließlich Wahnsinn.
Doch am Ende wird - ganz so, wie es halt passieren muss, damit die Welt nicht untergeht - alles wieder gut. Das Ende und der Epilog söhnen aus, für jeden Charakter, der unterwegs litt und/oder umgebracht wurde, ohne dabei kitschig zu werden.
Ist der Rosenfriedhof eines von DEN Büchern? Vielleicht. Es ist auf jeden Fall ein überaus lesenswerter, fesselnder Erstling, der es mehr als verdient, der erstaunlich jungen Autorin (19 bei Erscheinen des Buches) Einlass in deutsche Bücherregale zu gewähren.
Ich für meinen Teil freue mich jedenfalls schon sehr auf weitere, gut recherchierte Romane aus dem Hause Fonger alias Morgan:)

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