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Interview mit Angela Planert (Autorin)

Angela Planert ist Berlin geboren und aufgewachsen und schrieb bereits in der Grundschule ihre ersten Entwürfe.
Seit August 2000 lebt sie im Norden Berlins und widmet sich seit 2003, neben ihrem Beruf und der Aufgabe
als dreifache Mutter, intensiv ihrer Leidenschaft, verfasste seither Kindergeschichten sowie zahlreiche
Romane, die als E-Books und Printbücher veröffentlicht wurden.
Angela Planert ist seit 2012 hauptberuflich als Schriftstellerin tätig.



Hallo Angela,

schön, dass Du Zeit und Lust hast uns ein paar Fragen zu beantworten. Bevor wir starten, wie war Dein Tag bis jetzt?


Danke der Nachfrage! Die Sonne scheint und im Garten liegt das Laub, das kann nur ein wundervoller Tag sein!


Du hast bereits in der Grundschule zu schreiben begonnen, dann aber wieder abgebrochen. Seit einigen Jahren schreibst Du  nun wieder. Was war der Grund für die lange Pause und was hat Dich motiviert wieder mit dem Schreiben zu beginnen?


Richtig, meine letzte Geschichte vor der Pause schrieb ich mit 17 auf einer mechanischen Schreibmaschine. Der Grund  warum ich aufhörte zu schreiben? Ich denke fehlendes Selbstbewusstsein und Unterstützung. 2000 bin ich mit meiner Familie aus der Stadt ins Umland gezogen. Die Nähe zur Natur, mein Lieblings Buch (Der Weg des Künstlers) und nicht zuletzt durch meine Kinder, die mein „inneres Kind“ forderten, öffnete mir den Weg zurück.  

Nach „Drachenseele“ folgte nun „Flügel der Dunkelheit“, welcher ja von Vampiren handelt. Was fasziniert Dich so an Fantasywesen, dass Du über sie schreibst?


Ich glaube, es ist das Anderssein, was mich fesselt.

Wie entstand die Idee zu „Flügel der Dunkelheit“? Würdest Du uns ein wenig über das Buch erzählen?


Diese Frage beinhaltet bei diesem Buch eine umfangreichere Antwort: Es liegt bereits ein paar Jahre zurück, als ich mit der Geschäftsführerin vom Sieben Verlag in Kontakt stand. Mein angebotenes Manuskript interessierte sie nicht, aber sie fragte mich, ob ich mir nicht vorstellen könnte, einen Vampirroman zu schreiben. Im nächsten Augenblick überfiel mich schon die erste Idee.
In Südamerika lebt die Vampirfledermaus, die sich tatsächlich von Blut ernährt, allerdings überfällt sie keine Menschen, in der Regel sind es Nutztiere. In ihrem Speichel existiert ein Enzym, welches in der Pharmazie Verwendung findet. Der Gedanke, wie mühsam es sein muss, dem kleinen Säugetier den Speichel abzuzapfen, brachte mich auf die Idee, den menschlichen Vampiren dieses Enzym nachzusagen. Für die Medizin bestimmt ein sehr interessanter Aspekt und darum webte ich das Buch.
Das Skript ging zahlreiche Male hin und her, der Verlag wünschte bestimmte Änderungen, einige Szenen habe ich noch hinzufügen müssen, bis der Verlag zufrieden schien – nach zehn Monaten intensiver Arbeit kam dann aber doch die Ablehnung.
Viele Monate lag es dann herum, bis ich beschloss, wieder „mein“ Roman daraus zu machen. Nach der Überarbeitung habe ich es verschiedenen Verlagen angeboten. Einige prüften es, bis der Spielberg Verlag mir eine Zusage erteilte.

In Kürze wirst Du in Deine erste Leserunde starten, welche auf der Homepage einer Buchbloggerin stattfinden wird. Was hat Dich zu der Zusage veranlasst?


Die Nähe zum Leser steht für mich im Vordergrund. Die schönsten Früchte meiner Arbeit, sind positive Lesemeinungen und was liegt Näher, als mit einem treuen Lese-Fan etwas zu bewegen?

Wie denkst Du generell über Buchblogger und bist Du aufgeregt?


Buchblogger sind wichtig! Ihre Aufgabe sollte man nicht unterschätzen, außerdem ist es sehr interessant diese Blogs zu durchstöbern.
Aufgeregt nicht, aber sehr gespannt! ;)

Wirst Du die Leserunde selbst aktiv mitbegleiten?


Aber ja, darauf freue ich mich schon sehr!

Neben Deinen „normalen“ Büchern schreibst Du aus selenorische Romane. Könntest Du den Lesern kurz erklären, was es damit auf sich hat?


Selene die Göttin des Mondes hat mich wohl beeinflusst! ;) In meinen Romanen verbinden Figuren, Orte oder Erlebnisse alle Bücher miteinander, ohne dass es immer wieder um den gleichen Protagonisten geht.
Nach meinem Empfinden (auch einiger Leser) lassen sich die eher mittelalterlichen Geschichten nicht unbedingt zum Fantastischen zuordnen. Das einzig Fantasievolle sind zwei unterschiedliche Mondkräfte, die einigen Gestalten besondere Fähigkeiten verleihen. Selenorische Schriftzeichen bestehen aus einer Sichel, einem Halb- und einem Vollmond. Durch Drehungen und verschiedenen Zusammensetzungen kann man zahlreiche Darstellungen erreichen. Auf Amazon kann man sich in „Rubor Seleno“ und „Auronja“ einen kurzen Einblick ins Buch verschaffen.
Selenorische Romane passt jedenfalls besser als Fantasy Romane, hier werden meist Fabelwesen erwartet, die ich nicht zu bieten habe.

Es scheint, als würdest Du Dich mit dem Mond und dessen Kräften sehr gut auskennen. Woher kommt das?


Vor vielen Jahren hatte ich Probleme mit den Fingernägeln, sie waren brüchig und wiesen überall weiße Stellen auf. Sämtliche Ärzteratschläge brachten mich nicht weiter. Durch einen Zufall bekam ich ein Buch über den Einfluss des Mondes in die Hand.
„So ein Quatsch!“, dachte ich. Haha! Um mir diesen Unsinn zu beweisen, probierte ich es aus, nach dem Mond Nagelpflege zu betreiben.
An alle, die jetzt schmunzeln, mal zwei Fragen:
Wer oder was bewegt Ebbe und Flut?
Aus wie viel Prozent Wasser besteht der Mensch?

Arbeitest Du momentan bereits an einem neuen Werk und würdest Du uns etwas darüber erzählen?


Ganz neu ist es nicht. Ich überarbeite gerade mein zweites Buch „Seleno“. Bisher gibt es dies nur als Taschenbuch. Der Text wird komplett überarbeitet und Kapiteleinteilungen in selenorischen Zahlen kommen dazu. Der Inhalt bleibt natürlich der Gleiche und die tollen Zeichnungen werden dann auch im E-Book zu finden sein.

Abgesehen vom Schreiben, was ist Deine zweitgrößte Leidenschaft?


Die Natur!

Wenn Du einen Wunsch frei hättest, wie würde der lauten?


Ich würde mir wünschen, die Erde Welt ein Stück besser machen zu können. Regenwälder zu erhalten, sinnloses Abschlachten und Quälen von Tieren zu verhindern und den Menschen mehr Bewusstsein am Ganzen zu vermitteln!



Zum Abschluss noch eine sehr persönliche Frage. Gibt es ein Ereignis in Deinem Leben, von dem Du sagen würdest, es hat Dich geprägt?


Ja! Meine eigene Kindheit und die Geburt meiner Kinder!

Danke für die netten und vor allem offenen Antworten. Wir freuen uns sehr Dich in unserer Autorenreihe begrüßen zu dürfen und wünschen Dir auch weiterhin viel Erfolg!


Ich danke für Eure Mühe und Zeit!

 



© Angela Planert, Rezi-Online.de, Cornelia Bruno, Fotos: Angela Planert


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