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Interview mit Jando (Autor)

Der Schriftsteller Jando wurde am 16.07.1970 unter dem bürgerlichen Namen Jens Koch in Oldenburg geboren. Als norddeutscher Jung dient ihm die das Meer und die Küste als Inspirationsquelle für seine Geschichten, bei Wanderungenan an der Küste lässt er sich den Kopf freipusten und entwickelt neue Ideen für seine Bücher. Seine Geschichten enthalten Botschaften, welche alle Menschen, egal welcher Alterschicht betreffen.  Seinem Erstlingswerk "Windträume ... eine wundersame Reise zu sich selbst" und dem darauf erschienen "Herzensbotschaften für das Jahr", folgte nun ein weiteres sehr poetisches und unter die Haut gehendes Werk. Der "Sternenreiter ... Kleine Sterne leuchten ewig" spiegelt, wie schon seine Vorgänger, Jando´s Sensibilität und Weitsicht für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens wieder. Er versteht es mit leisen Worten zu beeindrucken. Heute lebt er nach einem längeren Aufenthalt in Köln wieder unweit seiner geliebten Nordseeküste und engagiert sich ehrenamtlich für die Kinderhilfsorganisation "Ein Herz für Kinder" und die Tierrechtsorganisation PETA.

 

Lieber Jando,

herzlichen Dank, dass Du Dich bereit erklärt hast, Rezi-Online.de und mir ein paar Fragen zu Deiner Autorentätigkeit zu beantworten. Bevor wir anfangen über Dein neuestes Buch den „Sternenreiter“ zu sprechen, erzähl doch bitte einmal kurz, wie und warum bist Du Schriftsteller geworden?



Warum wird man Schriftsteller? Das ist eine sehr gute Frage! Mir hat das Schreiben immer schon sehr viel Spaß gemacht. Schon in der Schulzeit war es das, was mir am meisten Freude bereitete. Nachdem ich verschiedene Berufszweige ausprobiert hatte, bin ich immer wieder zum Schreiben zurückgekehrt. Manchmal ist es einfach so, dass einige Wege Zeit brauchen, um zu erkennen, was einem wirklich wichtig ist.


Jando ist Dein Künstlername. Was hat Dich dazu veranlasst einen Künstlernamen zu wählen und warum „Jando“?

Mein erstes Buch „Windträume“ hatte  ich 2001 bei einem BoD-Verlag unter meinem richtigen Namen veröffentlicht. Leider wurden Absprachen, etc. nicht eingehalten und so wurde es wieder vom Buchmarkt genommen. Daraufhin verlor ich erst einmal die Lust am Schreiben, die dann aber 2008 nach einem beruflichen, wie auch privaten negativen Erlebnis, wieder neu aufflammte. Ich bot die „Windträume“ unter dem Künstlernamen „Jando“ klassischen Verlagen an. 2009 wurde es dann neu verlegt.
Der Name Jando stammt aus meiner Zeit als ich noch aktiv Fußball spielte. Wir hatten uns in unserer Mannschaft brasilianische Künstlernamen zu gelegt.
Diese setzen sich aus Vor-und Zunamen zusammen. Ich habe es umgedreht und habe meinen Zu-und Vornamen genommen. So wurde „Jando“ geboren.


Woher nimmst Du die Ideen für neue Bücher?

An der Nordsee. Ich liebe es, wenn mir der Wind um die Ohren fegt, ich in die Ferne schweifen und die Seeluft atmen kann. Einfach nur still sitzen und das Meer beobachten. Dabei kommen mir die besten Ideen. Aber auch das tägliche Joggen am Meer bringt Geist und Körper auf Trab. Es kommt oft vor, dass ich meine Gedanken nach dem Laufen sofort niederschreibe. Oft tauchen sie dann auch in meinen Erzählungen auf.
Sehr oft entstehen auch neue Ideen beim Musik hören. Wenn mich ein Song mit seinem Text richtig berührt, spinne ich die Texte weiter. So kann es passieren, dass daraus eine neue Geschichte entsteht.


Du bist eher jemand, der leise und eindringliche Worte anschlägt. Deine Bücher sind mitunter recht poetisch und Du scheust Dich nicht die ernsten Themen anzusprechen wie z.B. den Tod. Was glaubst, was genau macht Deine Bücher aus?

Ich denke, dass in unserer schnelllebigen Zeit – dieser Turbo-Gesellschaft – der Blick auf das Wesentliche häufig verloren geht. Nenne  mir eine Nachrichtensendung, die nicht über menschliche Tragödien und Katastrophen berichtet! Hinzu kommen die privaten und beruflichen Probleme. Und fertig ist ein rundum schlechter Tag. Da hilft es, in eine andere Welt einzutauchen. Und wenn es nur mit einem stillen Buch ist, indem es schön und harmonisch zugeht. Wenn man das Buch beiseitelegt, fühlt man sich besser. Das sind die stillen Momente, die man nicht mehr so schnell vergisst und von denen man lange zehren kann. Da gibt es die „Blockbuster“, die ein jeder lesen muss oder gelesen hat. Aber die Bücher für die ruhigen Momente, die sind es, die ein zweites oder drittes Mal gelesen werden. Auch deshalb, weil es darin immer wieder neue Botschaften zu entdecken gibt. Ich glaube, das machen meine Bücher aus.


Dein Buch „Sternenreiter“ ist ja ursprünglich eine Kurzgeschichte gewesen. Was hat Dich veranlasst, aus dieser ein Buch zu machen?

Ich hatte für die Kinderhilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ die Weihnachtsgeschichte „Sternenreiter“ geschrieben. Ich habe daraufhin sehr viel positives Feedback erhalten. Junge und ältere Leser wollten wissen, wie es dem Sternenreiter weiter ergangen ist. Mir kamen viele Ideen, wie die Geschichte weiter erzählt werden könnte. Ich schrieb sie auf. Am Ende stand das Buch.


Was ist die Hauptaussage des „Sternenreiter“? Wie würdest Du das Buch in nur drei Sätzen jemanden schmackhaft machen?

Die Hauptaussage des Buches ist es seine Ziele, Träume, Wünsche  und Werte nicht aus den Augen zu verlieren.
Für drei Sätze möchte ich gerne den „kleinen Jungen“ zitieren:
„Wege, die Du mit dem Herzen einschlägst, bringen dich ans Ziel. Menschen, die dich lieben, werden dich auf deiner Reise begleiten. Die anderen lass reden.“


Der Protagonist von „Sternenreiter“ ist ein kleiner Junge. Sind die Figuren aus Deinen Büchern rein fiktiver Natur?

Ja, sie sind fiktiv. Aber  fließen in die Charaktere schon einige Beobachtungen/Erfahrungen ein, die ich selbst erleben durfte. Es kann auch gut sein, das sich der eine oder andere aus meinem Umfeld im Sternenreiter wiederfinden kann.


Deine Facebookseite birgt viele poetische Zitate, die von Dir verfasst wurden. Woher kommt diese Leidenschaft für Poesie?

Ich finde in kurzen, prägnanten Sätzen lässt sich vieles wiederspiegeln. Ich mag es aber nicht, wenn dies mit dem „erhobenen Zeigefinger“ passiert. Viel schöner finde ich es, wenn man die Botschaft in eine poetische Sprache einbindet.
Ich denke, die Leidenschaft für Poesie, ist mir von meiner Mutter vererbt worden. Sie ist auch Autorin, schreibt Lyrik und liebt die Poesie.


Wenn man das Buch liest, so bekommt man das Gefühl, dass Du sehr viel mehr in Kinder siehst als kleine Menschen. Du gibt Deinem Prota z.B. sehr viel Weisheit mit und Weitsicht. Was denkst Du über Kinder?

Kinder sind das wertvollste in unserer Welt! Unsere Aufgabe muss es sein, sie zu schützen wo es nur möglich ist. Vielleicht schaffen wir es sogar von ihnen zu lernen und uns dabei an unsere eigene Kindheit zu erinnern? Das wäre hin-und wieder sehr hilfreich.
Auch da möchte ich gerne den „kleinen Jungen“ zitieren, weil er mir direkt aus dem Herzen spricht:
„Große Menschen sind komisch. Ihr sehr nur das, was ihr sehen wollt. Die kleinen wichtigen Dinge verdrängt ihr. Kinder sind vielen Erwachsenen einen Schritt voraus. Sie sehen, fühlen, handeln und sprechen aus ihrem Herzen heraus.“


Du engagierst Dich sehr stark für soziale Projekte. Was genau hat Dich dazu veranlasst?

Kinder und Tiere liegen mir schon am Herzen. Diese spielen in meinen Büchern immer eine tragende Rolle. So war es nahe liegend mich ehrenamtlich zu engagieren. Für die Kinderhilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ habe ich eine „Windträume-Musiklesung“ und eine kleine Sprecherrolle für das „Sternenreiter-Hörbuch“ versteigern lassen. Sämtliche Erlöse kamen hilfebedürftigen Kindern zu Gute. Die „Tierrechtsorganisation PETA unterstütze ich bei der Robbenkampagne. Bei der Recherche zu den Windträumen bin ich auf das Abschlachten der Robben gestoßen. Dem muss sofortiger Einhalt geboten werden!


Wenn Du Dich selbst beschreiben müsstest, wie würde die Beschreibung lauten?

„Das liebe ich!“- Mich selbst zu beschreiben, überlasse ich gerne anderen.
Ein Spruch den ich geschrieben habe, beschreibt mich und meine Einstellung zum Leben aber eigentlich sehr gut:

„Wer du bist, was du bist und wer du werden willst, entscheidest nur du. Jeden Tag ein wenig mehr.“

Arbeitest Du bereits an einem neuen Projekt und wenn ja, würdest Du uns ein klein wenig davon erzählen?

Ich stecke zurzeit schon mittendrin in zwei neuen Projekten. Bei beiden bleibe ich der Tradition meiner stillen Geschichten treu und komme dem Wunsch vieler Leser nach: Ich erzähle „Windträume“ weiter. Die Geschichte vom Wind, Tom und der Robbe Jova findet im zweiten Teil ihrer wundersamen Reise einen finalen Abschluss. Wann es soweit sein wird, kann ich noch nicht genau sagen.

Bei dem schon fast beendeten Projekt schreibe ich über eine Familie, die einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen musste. Die Tochter hat nach dem plötzlichen Herztod ihres Vaters aufgehört zu sprechen. Ihre Mutter findet keinen Zugang mehr zu ihr. Ein Aufenthalt am Meer soll die beiden wieder näher zusammen bringen. Nicht geahnte Hilfe finden sie von einem Mann, der mit seinem Hund zurückgezogen am Deich lebt. Doch bevor die Frau ihrer Tochter helfen kann, muss sie erst ihr eigene, verletzte Seele heilen. Wie ein Hund und Mann es schaffen, einer Familie neue Freude, Hoffnung und Liebe zu schenken, wird Ende 2013 nachzulesen sein.



Vielen Dank für das nette Interview!

 



© Cornelia Bruno, Rezi-Online.de, Jando


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